Renten-Hammer

Gescheitert! Bundesregierung stoppt diese Renten-Reform

Eine eigentlich von der Bundesregierung fest eingeplante Renten-Reform liegt jetzt vorerst auf Eis.

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Deutlicher Rückschlag für Rentner: Unter Berufung auf das Bundesfinanzministerium berichtet die "Bild"-Zeitung, dass die von der Bundesregierung eingeplante Reform der Riester-Rente vorerst auf Eis liegt. In einem Dokument, das der Zeitung vorliegt und die noch geplanten Gesetzesvorhaben bis zur Bundestagswahl beinhaltet, soll die Riester-Reform fehlen.

Riester-Reform vorerst von der Bundesregierung gestoppt

Dabei wurde eben diese als einer der Ziele der Regierung im Koalitionsvertrag festgelegt. Bereits im vergangenen Jahr hatten die Verbände der Anbieter das Bundeskanzleramt in einem Brief dazu gedrängt, noch vor Ablauf der Legislaturperiode eine Reform der Riester-Rente in die Wege zu leiten.

In dem Schreiben von Versicherern, Bausparkassen und Fondsgesellschaften wird vor einem Ende der Riester-Rente gewarnt. "Anbieter stehen derzeit vor der Entscheidung, die Riester-Rente aufgrund der durch die Garantie unverhältnismäßig gewordenen Eigenkapitalanforderungen bereits für das kommende Jahr vom Markt zu nehmen", heißt es in dem Brief laut dem Portal "Versicherungsbote".

Böse Überraschung für Rentner!

In Deutschland wurden bisher mehr als 16 Millionen Riester-Verträge abgeschlossen, doch in den vergangenen Jahren ist diese trotz der staatlichen Zulagen für viele immer weniger reizvoll geworden. Seit 2018 wurden deutlich weniger Verträge abgeschlossen, berichtet "Der Tagesspiegel". Deshalb sollte es jetzt zur Reform kommen.

Experten warnen: Riester-Rente verliert an Attraktivität

In einem Brandbrief an Bundesfinanzminister Olaf Scholz erklärt Hans Joachim Reinke, Chef der Fondsgesellschaft Union Investment, laut der "Bild", dass eine Reform nicht nur wegen der Zinsflaute notwendig sei. Zudem sorge die gesetzliche Verpflichtung der Anbieter, ihren Kunden eine 100-Prozent-Garantie für ihre Sparbeiträge zu geben, dafür, dass Fondsanbieter wie Union Investment das Geld ihrer Anleger nur sehr zurückhaltend in renditestarke Anlageklassen wie Aktien investieren können.

Deshalb fordert er ein Absenken der Garantiezusagen auf 70 Prozent. Auch der Hauptgeschäftsführer des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV), Jörg Asmussen, ist für eine schnelle Reform, die "einfachere geförderte Altersvorsorge mit flexibleren Garantien, die Sicherheit mit Chancen am Kapitalmarkt kombiniert", sagte er der Zeitung. Auf diese Weise sei die in Verruf geratene Riester-Rente vor allem für Familien wieder reizvoll.

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