Neue Pläne?

Renten-Hammer: Rente ab 70 schon im Gespräch

Arbeitnehmer müssen sich darauf einstellen, deutlich später in Rente zu gehen als gedacht.

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Den Arbeitnehmern von heute droht ein deutlich späterer Eintritt in den Ruhestand. Grund dafür ist die drohende Pleite für die Rentenkasse, so Berater in einem Gutachten des Wissenschaftlichen Beirats von Wirtschaftsminister Peter Altmaier. Verhindert werden könne dies nur durch Anhebung des Rentenalters über 67 hinaus.

Finanzloch in der Rentenkasse: Erhöhung des Rentenalters?

Im Klartext heißt das: Die Menschen in Deutschland müssen damit rechnen, erst mit 68 in Rente gehen zu können. Bedingt wird das dadurch, dass die Deutschen immer älter werden. Im Schnitt beziehen Senioren derzeit 20 Jahre Rente - Tendenz steigend! Vor 30 Jahren waren es noch fünf Jahre weniger.

Rentenalter: Radikaler Vorschlag - Gehen wir bald anders in Rente?

Eine Entwicklung gibt es parallel dazu auch bei Rentenkassen, denn das Finanzloch musste hier in diesem Jahr bereits mit 106 Milliarden Euro vom Bund geschlossen werden. 2024 sollen es sogar 140 Millarden Euro sein. Das Problem: Dadurch bleibt Geld an anderen Stellen aus.

Bundesbank bringt Rente bis 70 ins Spiel

Deshalb fordern die Experten: Alle Arbeitnehmer, die heute 47 Jahre oder jünger sind, sollen erst mit 68 Jahren in Rente gehen können. Ähnlicher Ansicht ist auch die Bundesbank. Sie bringt sogar eine Erhöhung des Rentenalters auf 70 Jahre ins Spiel.

Ob es tatsächlich so kommt, ist noch unklar. CDU-Sozialexperte Peter Weiß betont gegenüber der "Bild", die Vorschläge seien "spekulativ", da die Entwicklung von Faktoren wie zum Beispiel der Höhe der Löhne abhänge. Ein Sprecher des Wirtschaftsministeriums erklärt dazu: "Wir sehen uns das Gutachten genau an, es ist sehr wichtig für die Debatte. Aber es ist ein Thema, das in der nächsten Legislaturperiode nach der Bundestagswahl im September diskutiert werden muss.“

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