Wal-Drama

Wal Timmy vor Freilassung schwer verletzt: Retter enthüllt schreckliche Details

Kurz vor seiner umstrittenen Freilassung soll Wal Timmy bereits schwer verletzt gewesen sein. Neue Details werfen nun massive Fragen zur Rettungsaktion auf.

Wal Timmy im Wasser.
Jetzt werden schreckliche Details zur Rettungsaktion von Wal Timmy bekannt. Foto: IMAGO / SNS UG
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Eigentlich sollte die Aktion das Leben von Buckelwal Timmy, der in Wahrheit ein Mädchen war, retten. Doch inzwischen sorgt der Fall für immer mehr Entsetzen. Neue Aussagen eines beteiligten Aktivisten zeichnen ein völlig anderes Bild der dramatischen Rettungsmission. Besonders brisant: Offenbar soll der Wal bereits vor seiner Freilassung schwere Verletzungen gehabt haben – die Öffentlichkeit wusste davon offenbar nichts.

Schwere Verletzungen bei Wal Timmy: Was wirklich passiert sein soll

Laut eines Protokolls des Aktivisten Jeffrey Foster befand sich Timmy schon am 1. Mai in einem kritischen Zustand. Demnach habe das Team bei einer Untersuchung mehrere teils massive Verletzungen festgestellt. Dazu sollen Risswunden am Kopf, große Abschürfungen an der Körperseite sowie Verletzungen an der Fluke gehört haben.

Die Sorge sei groß gewesen, dass der Wal keine weitere Nacht überstehen könnte. Besonders brisant: Diese Informationen seien damals nicht öffentlich gemacht worden. Foster beschreibt außerdem, dass Timmy während der Fahrt immer wieder gegen die Wände der Barge gestoßen sei.

Hinzu kam offenbar ein weiterer Fehler: Der Wal war größer, als zuvor angenommen, die Barge somit zu klein für das Tier. Dadurch habe sich Timmy kaum bewegen oder drehen können.

GPS-Tracker und Chaos-Vorwürfe belasten die Aktivisten schwer

Auch rund um den angekündigten GPS-Tracker kommen nun neue Details ans Licht. Laut Foster habe das Team improvisieren müssen, weil lediglich ein eigentlich für Robben vorgesehener Sender verfügbar gewesen sei. Das Gerät sei deshalb mit Feuerwehrschläuchen und Epoxidharz angepasst worden.

Letztlich habe offenbar nur ein einziger Befestigungsstift genutzt werden können. Im weiteren Verlauf schildert Foster zunehmend chaotische Zustände während der Rettungsaktion. Absprachen seien missachtet worden, mehrere Personen hätten gleichzeitig Anweisungen gegeben. Besonders heikel: Seine Aussagen widersprechen früheren Darstellungen anderer Beteiligter deutlich.

Vorwürfe gegen Schiffs-Crews – doch viele Fragen bleiben offen

Während der eigentlichen Freisetzung sei Timmy laut Foster schließlich stärker gezogen worden als ursprünglich abgemacht. Der Wal soll dabei sogar über Sandsäcke aus der Barge ins Meer gezogen worden sein. Die Besatzung der Schiffe weist diese Vorwürfe allerdings zurück.

Technische Daten oder Videoaufnahmen, die die Anschuldigungen belegen könnten, fehlen bislang offenbar komplett. Auch das Verhalten der beteiligten Tierärztin Tönnies sorgt inzwischen für Diskussionen. Laut Aussagen der Schiffsbesatzung habe sich die Veterinärin an Bord völlig daneben benommen und musste ständig überwacht werden. In einem Informationsschreiben wird ihr Verhalten sogar als „extrem und besorgniserregend“ beschrieben.

Der Fall des toten Buckelwals Timmy entwickelt sich damit immer mehr zu einer Affäre voller Widersprüche, Schuldzuweisungen und offener Fragen.

Quellen