Boller Battle nach „Die Höhle der Löwen“: Das wurde aus dem Minispiel-Bollerwagen
Bollerwagentour mal anders: Das Boller Battle ist eine fahrbare Minispiel-Station für Events oder Junggesellenabschiede. Der Spaßfaktor überzeugt die Löwen, aber kommt es zum Deal?
Aus einem simplen Spaziergang wird eine mobile Wettkampf-Arena: Philip (36) und Caroline Kirchhof (38) aus Hamburg haben mit Boller Battle die klassische Bollerwagentour neu erfunden. Ihr Konzept aus umgebautem Wagen, Kühlstation und Mini-Games sorgte in der „Höhle der Löwen“ für Show – doch ohne Investment ging es trotzdem weiter.
Die Gründer präsentierten ein Boller Battle, das Gruppen unterwegs gegeneinander antreten lässt. Der Wagen ist mit ausziehbarer Spieltheke, Kühlung und verschiedenen Spielen ausgestattet – von Quizrunden bis Geschicklichkeitsduellen. Bis zu 12 Personen können bei einer dreistündigen Tour mitmachen, perfekt für Junggesellenabschiede, Geburtstage oder Teamevents. In der Höhne testeten die Löwen selbst und lieferten sich ein ehrgeiziges Duell, das ihre Kompetitivität zeigte.
Vom Spaziergang zum Event
Das Geschäftsmodell ist zweigeteilt: In Hamburg und Essen betreiben die Kirchhofs Boller Battle selbst. In weiteren Städten nutzen sie ein Lizenzsystem: Partner zahlen eine Gebühr – 5.000 Euro für einen Wagen, 9.000 Euro für zwei oder 12.000 Euro für drei – und übernehmen den lokalen Betrieb. Pro drei Stunden Tour fallen 240 Euro Miete an. Damit skalieren die Gründer ohne eigene Präsenz überall hin. „Wir machen aus einer einfachen Bollerwagentour ein echtes Erlebnis – mit Wettbewerb, Spaß und Teamgeist“, erklärt Philip Kirchhof. Für diesen Ansatz suchten sie 200.000 Euro für 15 Prozent ihrer Anteile.
Frank Thelen lobt die Kreativität, findet das Konzept aber nichts für sich und steigt aus. Ralf Dümmel investiert lieber in Regalprodukte, Carsten Maschmeyer zweifelt an der Kalkulation. Dagmar Wöhrl sieht es nicht als ihr Geschäftsfeld. Judith Williams prüft die Profitabilität, kann die Erfolgschancen aber nicht sehen – kein Deal.
Boller Battle heute: Mehr Städte, gleiche Preise
Auch ohne Löwen-Unterstützung wächst Boller Battle weiter, aus sechs sind mittlerweile 13 Städte geworden:
Bad Oeynhausen
Bamberg
Berlin
Bottrop
Essen
Göttingen
Hamburg
Hannover
Kassel
Köln
Langenhagen
Mainz
München
Die Preise blieben gleich: Mindestens 240 Euro für drei Stunden, bei großen Gruppen entspricht das 20 Euro pro Person.











