Der Usedom-Krimi: Diese Geschichten inspirierten „Wendepunkt“
Ein düsteres Familiengeheimnis, bewegende Schicksale und wahre Geschichten: Die neue Folge „Wendepunkt“ vom Usedom-Krimi berührt – und hat einen realen Hintergrund.
Wenn auf Usedom der Herbst Einzug hält, wird es nicht nur draußen ruhiger – auch die neue Folge vom Usedom-Krimi sorgt für Gänsehaut und Nachdenklichkeit. In „Wendepunkt“, am Donnerstag, 23. Oktober um 20:15 Uhr im Ersten, steht ein grausamer Mord im Mittelpunkt. Doch hinter dem Verbrechen verbirgt sich viel mehr: ein Geheimnis, das bis in die Zeit der deutschen Wende zurückreicht und eine Familie für immer verändert.
Verlobung mit tödlichem Ausgang
Eigentlich sollte es ein glücklicher Abend werden: Martin Rabe feiert mit seinen Eltern und seiner schwangeren Freundin Antonia die Verlobung. Doch das Glück hält nicht lange. Antonia verschwindet spurlos, nachdem sie noch einmal zu ihrer Firma gefahren ist – am nächsten Morgen wird sie tot im Hafen von Wolgast gefunden. Ihre Firma steht kurz vor einer wichtigen Kooperation mit einer polnischen Investorin. War das der Grund für das Verbrechen? Oder steckt noch mehr dahinter?
Vergangenheit, die nicht vergeht
Während Kommissar Witt mit privaten Sorgen kämpft, stoßen Karin Lossow und die Polizei auf eine Spur, die weit in die Vergangenheit führt. Martins Eltern scheinen in Ereignisse verwickelt zu sein, die während des Umbruchs 1989 geschahen. Nach und nach wird klar: In dieser Familie ist nichts so, wie es scheint. Alte Schuld und verdrängte Erinnerungen werfen ihren Schatten auf die Gegenwart.
Wahre Geschichten als Inspiration
Was viele nicht wissen: Auch wenn „Wendepunkt“ eine fiktive Geschichte erzählt, steckt echte Inspiration dahinter. Die Drehbuchautorinnen ließen sich von wahren Schicksalen berühren – von Kindern, die kurz vor oder nach dem Mauerfall von ihren Eltern in der DDR zurückgelassen wurden. „Wir waren tief betroffen, als wir von diesen Fällen hörten“, erzählen die Autorinnen. Mit „Wendepunkt“ geben sie diesen Menschen eine Stimme und zeigen, wie sehr solche Erfahrungen das Leben prägen können.
Bei der Premiere auf dem Filmfest in Schwerin wurde deutlich, wie sehr „Wendepunkt“ bewegt: Hauptdarstellerin Katrin Sass berichtete von einer Frau, die nach der Aufführung sagte: „Ich bin so ein Kind!“ Ein Moment, der das ganze Team tief berührt hat. Regisseurin Maris Pfeiffer setzt auf intensive Figuren und klare Erzählstrukturen. Besonders Katrin Sass überzeugt wieder als nachdenkliche Ex-Staatsanwältin, die mitfühlt und der Wahrheit näherkommt als je zuvor.










