Endlich: Wal Timmy ist frei – die Retter feiern!
Das wochenlange Zittern um Timmy scheint ein Happy End zu finden: Seit heute Morgen ist der Buckelwal wieder in Freiheit.
Auf diesen Moment hatten Millionen Menschen gewartet: Timmy ist wieder in Freiheit. Heute Morgen um 9 Uhr war es so weit. Timmy verließ seine Barge – und schwamm langsam davon. Jetzt hoffen seine Retter, dass er es wirklich schafft.
„Viele Möwen eskortieren ihn“
Der Plan: Timmy soll ins offene Meer schwimmen. Und es scheint zu funktionieren. Kurz nach seiner Freilassung tauchte Timmy kurz ab, danach war er wieder an der Oberfläche zu sehen, blies eine Fontäne. Aber gleichzeitig bleibt die Sorge. Experten fürchten, dass Timmy zu geschwächt ist – und wieder strandet. Für Timmy wäre das ein Todesurteil. Denn: Wenn er an der Küste Dänemarks strandet, gibt es keine Hoffnung für ihn. Der Grund: Strandungen gelten in Dänemark als natürlicher Prozess, so das dänische Umweltministerium. Heißt: Gestrandete Meeressäuger werden grundsätzlich nicht gerettet.
Doch bislang sieht alles gut aus. Walexperte Sergio Bambaren (65) postet auf Instagram einen Beitrag, der zeigt, wie Timmy schwimmt: „Durch die offenen Ozeane schwimmend, auf der Suche nach seiner Familie...“, schreibt er dazu. Und weiter: „Er sieht gut aus, viele Möwen, die ihn eskortieren... gute Atemzüge... Ortungsgerät aktiviert... Jetzt können wir nur noch warten und beten...“
Wal-Experte fühlt sich „getäuscht“
Kurz zuvor hatte Sergio Bambaren noch deutliche Kritik an den Rettern geübt: „Ich bin sehr wütend und fühle mich getäuscht“, schreibt er auf Instagram. Der Grund: Er wäre auf seit mehr als zwei Tagen und Nächten auf einem Schiff weit von Timmy entfernt gestrandet. Warum er nicht zu dem Wal durfte? „Zuerst sagten sie mir, dass es zu gefährlich sei, mich zum Ponton zu bringen“, so Bambaren. „Dann sagten sie mir, es läge daran, dass ich gesundheitliche Probleme habe und dass ich ertrinken könnte. Das klingt so dumm! Ich war mein ganzes Leben lang Surfer und Taucher, Langstreckenschwimmer und vieles mehr.“
Doch jetzt überwiegt bei ihm die Freude, dass Timmy in Freiheit ist. Es ist das Happy End einer wochenlangen Rettung. Denn: Der Buckelwal strandete insgesamt dreimal vor deutschen Küsten. Vor der Insel Poel lag er sogar 29 Tage auf einer Sandbank fest. Experten sahen keine Chance auf Rettung mehr. Nur eine private Initiative gab nicht auf.
„He is out“, feiern die Retter
Sie nutzten eine Barge als Schwimmbad für Timmy und brachten ihn so Richtung Nordsee. Dabei machten Experten ihnen kaum Hoffnung. Timmy liegt auch in der Barge auf Sand, was zu Muskelversäuerung führen kann, warnt Meeresbiologe Fabian Ritter. Dazu kann der Motorenlärm Timmys Gehör schädigen. Und: Wird Timmy freigelassen, könnte er geschwächt untergehen. Greenpeace und weitere Expertengruppen sehen immer noch kaum Überlebenschancen für Timmy...
Nun der entscheidende Moment. Nach ersten Informationen soll der Kapitän das Zeichen zur Freilassung gegeben haben. „He is out, he is out!“, feiert kurz darauf Dr. Jenna Wallace in einem Facebook-Post diesen besonderen Moment. Und die Timmy-Fans feiern die Freilassung: „Die besten Nachrichten! Danke, danke für eure Hilfe, und herzlichen Glückwunsch an das gesamte Team“, heißt es immer wieder auf Instagram.







