Eier ohne Salmonellen

Hühner halten: So einfach klappt es im eigenen Garten

Du möchtest sicher sein, dass dein Frühstücksei nicht mit Salmonellen befallen ist? Dann kommt jetzt die perfekte Idee: Hühner selber halten ist der neue Trend für alle, die wissen wollen, dass mit den Eiern alles in Ordnung ist. Das Tolle daran: Hühnerhaltung ist einfacher als gedacht. Auch meine Mutter und ihre Nachbarin sind unter die Hobby-Hühner-Halter gegangen und ich bin hellauf begeistert.

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Hühner halten: Die Alternative zum Supermarkt-Ei

In den Nachrichten ist immer wieder von salmonellenbefallenen Eiern aus dem Supermarkt zu hören. Da kann einem die Lust auf sein Frühstücksei wirklich vergehen. Umso wichtiger ist es für viele (wie mich), zu wissen, wo ihre Eier herkommen. Und was eignet sich da besser als Hühner selber zu halten?! Hinzu kommt: Hühnerhaltung ist einfacher als gedacht, denn du brauchst lediglich Hühner, Platz im Garten, etwas Heu, etwas Sand und einen Stall.

Manche Hühner lassen sich auf den Arm nehmen.
Manche Hühner, wie Frau Pfeifer, werden sogar so zahm, dass sie sich auf den Arm nehmen lassen. Foto: Elke Mueller-Stahl

Was kostet ein Huhn?

Ein Huhn bekommst du schon für circa 15 Euro. Auf dem Markt gibt es Hühnerhändler, die Hühner meist im Alter zwischen drei und sechs Monaten verkaufen. Mit dem Eierlegen können sie ab vier Monaten beginnen. Es kann also relativ fix gehen, bis du das erste gesunde und schmackhafte Ei essen kannst.

Welcher Hühnerstall ist richtig?

Ein Stall ist wichtig, damit die Tiere einen Rückzugsort haben. Besonders bei kälteren Temperaturen brauchen sie einen geschützten Raum. Der Stall sollte mit ordentlich Heu ausgelegt werden, damit die Hühner es sich zum Eier legen und schlafen gemütlich machen können. Zudem sollte er ein Kotbrett beinhalten.

Besonders gut für Hobby-Hühner-Halter mit wenigen Tieren eignen sich Mobile Ställe. Sie sind zwar mit circa 1500 Euro etwas teurer, aber sie sind praktisch in der Handhabung: Sie sind leicht zu verschieben (zum Beispiel, wenn die Sonne wandert) und können einfach gereinigt werden. Zudem müssen mobile Ställe nicht extra vom Bauamt genehmigt werden. Anders ist es bei festen Ställen: Dafür brauchst du immer eine Genehmigung. Die Bedingungen sind von Bundesland zu Bundesland verschieden.

Hühner in ihrem Nest
Zum Schlafen kuscheln sich die Hühner im mobilen Stall aneinander. Foto: Elke Mueller-Stahl

Was essen Hühner?

Was das Essen betrifft, sind Hühner sehr pflegeleicht. Als anspruchslose Allesfresser kannst du ihnen jegliche Küchenreste geben. Ob Obst oder Getreide - Hühner sind einfach glücklich zu machen. Natürlich werden die Eier schmackhafter, wenn du deine Hühner mit guten Nährstoffen versorgst. Daher gilt: Eine abwechslungsreiche Ernährung ist wie beim Menschen am besten.

Auch was das Trinken betrifft, sind Hühner unkompliziert. Eine Wassertränke, zu der die Hühner immer Zugang haben, reicht aus.

Welches Gehege mögen glückliche Hühner?

Die Größe des Geheges ist abhängig von der Anzahl der Hühner, die du halten möchtest. Das Bio-Siegel Bioland hat als wichtige Richtlinie, dass jedes Huhn mindestens einen Auslauf von vier Quadratmetern haben soll. Diese Fläche sollte auch bei Hobby-Hühner-Haltern nicht unterschritten werden, damit die Hühner artgerecht gehalten werden.

Neben genügend Auslauffläche ist es wichtig, dass die Hühner ein Gehege haben, wo sie ausreichend scharren und picken können, denn das ist ihre Lieblingsbeschäftigung. Auf Rasenflächen fühlen sie sich besonders wohl, weil das ihrem natürlichen Lebensraum am ähnlichsten ist.

Zudem nehmen Hühner gerne ein Sandbad, um sich vor Milben zu schützen. Das Sandbad ist einfach anzulegen: Es reicht schon eine kleine Kuhle von etwa 40 Zentimetern Tiefe auszuheben und dort etwas feinen Sand hineinzuschütten.

Wähle für den Platz des Geheges idealerweise ein Gartenstück mit Büschen, da sich die Tiere dort besonders sicher fühlen und die Büsche Schatten spenden. Aber aufgepasst: Hühner haben früher in Bäumen geschlafen, um sich vor ihren Feinden zu schützen. Ja, sie können fliegen. Also am besten keinen Gartenplatz mit hohen Bäumen wählen und das Gehege mit einem hohen Zaun einzäunen, damit die Hühner nicht wegfliegen.

Empfehlung von meiner Mutter und ihrer Nachbarin: Die Hühner abends in den Stall mit einem komplett eingezäunten Gehege locken. So können herumstreunende Wildtiere, wie beispielsweise Marder und Füchse, den Hühnern nachts nicht gefährlich werden. Allerdings braucht es dabei ein wenig Geduld, denn Hühner wollen nicht immer in den Stall und müssen mit etwas Futter gelockt werden. ;)

Hühnerstall selber bauen: Hier geht's zu Anleitung

Hühner im Garten-Gehege
Ein hoher Zaun ist wichtig, denn Hühner können höher fliegen als du denkst. Foto: Elke Mueller-Stahl

Müssen die Flügel gestutzt werden?

Mit diesem Punkt hatte ich zunächst Probleme, aber offenbar tut es den Hühnern wirklich nicht weh: Es ist empfehlenswert, die Flügel der Hühner zweimal im Jahr zu stutzen. Werden sie nicht gestutzt, können sie zu hoch fliegen und im Zweifelsfall schaffen sie es, auch höhere Zäune zu überwinden. Das Stutzen soll für die Vögel tatsächlich ein schmerfreier Prozess sein, wenn es richtig durchgeführt wird. Um hundertprozentig sicher zu sein, dass nichts schief geht, sollte das Stutzen am besten von einem Tierarzt gemacht werden.

Wie viele Hühner im Garten halten?

Die Anzahl der Hühner, die du halten kannst, hängt natürlich vom Platz im Garten und von deinem Budget für das Projekt ab. Da Hühner Rudeltiere sind, solltest du allerdings mindestens zwei Hühner kaufen. Wenn es dir vorrangig ums Eier legen geht, brauchst du dir keinen Hahn anschaffen. Hennen legen auch ohne seine Anwesenheit Eier und ohne einen ständig krähenden Hahn sollte es auch keine Beschwerden von den Nachbarn geben. ;)

Hühner machen glücklich

Und was ist das Schöne an den eigenen Hühnern? Meine Mutter sagt dazu: "Wir geben den Hühnern ein schönes Umfeld, eine gute Nahrung, einfach eine artgerechte Haltung. Uns schenken sie ihre Eier und sorgen für viel Freude. Unsere Hühner sind nämlich äußerst witzig - besonders Tante Marga, die sich gerne in den Büschen versteckt. Ihre voluminösen Kopffedern haben mich an meine Großtante erinnert - und auch vom Charakter her sind sich die beiden ähnlich, daher trägt das Huhn den Namen."

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