Wiederlich!

Jeffrey Dahmer: Die ganze Wahrheit über den grausamen Horror-Mörder!

"Dahmer" zerrt die Zuschauer*innen in die kranke Welt des Serienmörders Jeffrey Dahmer und sorgt für ebenso viel Gänsehaut wie Begeisterung. Doch die Familien der Opfer laufen Sturm gegen die Netflix-Serie.

Evan Peters als Jeffrey Dahmer
Angsteinflößend: Evan Peters als Jeffrey Dahmer Foto: Netflix

Netflix sorgt mit mit der Miniserie "Dahmer – Monster: Die Geschichte von Jeffrey Dahmer" von Horror-König Ryan Murphy ("American Horror Story", "Ratched") für Gesprächsstoff. Die Serie über den Mörder Jeffrey Dahmer (1960-1994), der seine Opfer sexuell missbrauchte, tötete, zerstückelte und aß, gilt jetzt schon als Meisterwerk. Aber nicht alle sind begeistert davon, dass die grausamen Morde einmal mehr Teil der Popkultur sind.

Mehr spannende Themen:

  1. Jetzt mit den Deals des Tages auf Amazon Hammer-Schnäppchen sichern!*

  2. Thomas Gottschalk: Bittere Überraschung für seine Thea!

  3. Volksverarsche! Mario Basler rechnet im RTL-Sommerhaus ab

Jeffrey Dahmer: Netflix stellt Behördenversagen in den Mittelpunkt

Schon der Trailer zur neuen Netflix-Serie macht es deutlich: In "Dahmer" wird nicht einfach die Geschichte des grausamen Serienmörders nacherzählt. "Dahmer" legt den Fokus sowohl auf Jeffrey Dahmers 17 Opfer als auch auf das Versagen der Polizei von Milwaukee.

Die erste Szene im Trailer zeigt die Nacht des 19. Juni 1978. Am Tag zuvor hatte Jeffrey Dahmer – kurz nach seinem 18. Geburtstag – seinen ersten Mord begangen. Die zerstückelte Leiche von Steven Hicks liegt in schwarzen Müllsäcken verstaut auf dem Rücksitz seines Autos, als Jeffrey um 3 Uhr morgens von der Polizei angehalten wird. Der Beamte sieht die Müllsäcke zwar, glaubt aber Dahmers Erklärung, darin befänden sich Gartenabfälle. Er lässt ihn weiterfahren – und ermöglicht damit 16 weitere Morde bis 1991.

Ebenfalls zentral im Trailer: Jeffrey Dahmers Nachbarin, die der Polizei heftige Vorwürfe macht. Man habe ihre zigfachen Anrufe und Warnungen nicht ernstgenommen und dem Serienmörder so freie Hand gelassen. "Ich wusste es. Aber niemand hat auf mich gehört", urteilt sie hart.

Jeffrey Dahmer: Rassismus macht Morde erst möglich

Nach seinem ersten Mord 1978 versuchte Dahmer neun Jahre lang, ein normales Leben zu führen – bis er 1987 im Vollrausch den 25-jährigen Steven Tuomi tötete. Laut eigener Aussage wachte er nach einem Saufgelage morgens neben dessen Leiche auf. An die eigentliche Tat konnte Jeffrey Dahmer sich nicht erinnern.

Evan Peters und Jeffrey Dahmer
Schauspieler Evan Peters (l.) sieht dem realen Jeffrey Dahmer (r.) ähnlich Foto: IMAGO / ZUMA Wire & Netflix

15 weitere junge Männer fielen Dahmer zum Opfer. Das Perfide: Der Horror-Mörder tötete beinahe ausschließlich junge Schwarze, die meisten davon waren homosexuell und hatten keinen festen Wohnsitz. Menschen, deren Verschwinden nicht wichtig genug genommen wurde.

Auch diesen kritischen Punkt greift die Netflix-Serie "Dahmer" auf: Allein die Tatsache, dass Jeffrey Dahmer weiß war, ließ ihn in den Augen der Polizei vertrauenswürdig erscheinen. So geschah es, dass er mehrfach unter Verdacht geriet, die Behörden aber immer wieder von seiner Unschuld überzeugen konnte.

Dahmer: Familien der Opfer kritisieren Netflix

Der irre Serienmörder wurde im Februar 1992 zu 957 Jahren Haft ohne Bewährung verurteilt. Er saß nicht einmal ein Jahr davon ab: Am 28. November 1992 erschlug der Insasse Christopher Scarver (53) Dahmer mit einer Eisenstange. Laut eigener Aussage tat er dies, weil Dahmer keinerlei Reue für seine Morde gezeigt habe.

Über 30 Jahre sind die brutalen, ekelerregenden Morde jetzt her. Die Familien der Opfer sind fassungslos, dass Netflix mit "Dahmer" die schrecklichen Erinnerungen wieder hochkocht.

Am emotionalsten ist der Appell des jungen Eric auf Twitter. Er ist der Cousin von Rita Isbell, der Schwester des von Dahmer strangulierten Errol Lindsey (†1991). Ihren Ausraster im Gerichtssaal hat Netflix besonders realistisch dargestellt. Eric teilt die fiktive und die reale Szene im Vergleich und erhebt schwere Vorwürfe gegen die Macher von "Dahmer":

"Ich sage niemandem, was er gucken soll. Ich weiß, dass True-Crime aktuell angesagt ist. Aber wenn ihr euch wirklich für die Opfer interessiert: Meine Familie (die Isbells) ist wütend auf diese Serie. Das alles ist retraumatisierend. Und wofür? Wie viele Filme/Serien/Dokumentationen brauchen wir?"

True Crime im Trend: Dahmer bleibt Medienstar

Eric trifft einen sensiblen Punkt, der bei True Crime viel zu selten berücksichtigt wird: So faszinierend Serienmörder auch sind, ihre Opfer sind real und die Hinterbliebenen oft lebenslang traumatisiert. Allein über Jeffrey Dahmer gibt es knapp 15 Dokumentationen und fünf Filme.

Netflix hat gleich doppelt vorgelegt. 2022 erschien sowohl die Doku "Jeffrey Dahmer: Selbstporträt eines Serienmörders" als eben auch die Miniserie "Dahmer – Monster: Die Geschichte von Jeffrey Dahmer". Die Opfer der Bestie von Milwaukee haben noch keine Ruhe gefunden.

JW Video Platzhalter
Zustimmen & weiterlesen
Um diese Story zu erzählen, hat unsere Redaktion ein Video ausgewählt, das an dieser Stelle den Artikel ergänzt.

Für das Abspielen des Videos nutzen wir den JW Player der Firma Longtail Ad Solutions, Inc.. Weitere Informationen zum JW Player findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Bevor wir das Video anzeigen, benötigen wir Deine Einwilligung. Die Einwilligung kannst Du jederzeit widerrufen, z.B. in unserem Datenschutzmanager.

Weitere Informationen dazu in unserer Datenschutzerklärung.

Artikelbild & Social Media: Netflix

*Affiliate-Link