Katzenwissen

Katzen in Kartons: Deshalb liebt deine Katze enge Boxen

Egal wie klein der Karton und wie groß die Katze auch sein mag - Fellnasen werden sich auf Biegen und Brechen in diese Kiste zwängen. Doch warum eigentlich? 

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Video: Glutamat

Katzenbesitzer wissen, egal wie teuer, tauglich und topbewertet ein Kratzbaum oder Katzenspielzeug auch sein mag, am Ende des Tages interessieren sich die Stubentiger viel mehr für die Verpackung und die kompakten Kisten, in denen das Katzenzubehör geliefert wurde.

Und so kommt es immer wieder vor, dass man seine Katzen zusammengerollt in Kartons wiederfindet. Dabei spielt auch gar keine Rolle um was für einen Karton es sich dabei handelt. Auch die Größe ist den Fellnasen völlig egal. Wie das Internet in unzähligen Katzenvideos beweist, schafft es auch die größte Katze sich in den kleinsten Pappkarton zu quetschen. Lustig anzusehen ist das zwar alle Male, doch gleichzeitig bleibt stets ein großes "Warum?" im Raum stehen.

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Das Rätsel um die unendliche Liebe von Katzen zu Kisten ist so groß, dass sich mittlerweile die Wissenschaft eingeschaltet hat des Rätsels Lösung angenommen hat. Nun gibt es zwei plausible Erklärungen dafür, warum Katzen so gerne in Kartons klettern.

Laut Studie: Aus Stress verkriechen sich Katzen in Kartons

Wenn sich Katzen in Kartons verkriechen, dann Folgen sie meistens schlicht ihren Instinkten. Während Wildkatzen in Stresssituationen und bei potentiellen Bedrohungen auf Bäumen oder in Höhlen Schutz suchen, müssen Hauskatzen auf Alternativen umsteigen. Daher klettern sie gerne auf den höchsten Punkt in einem Raum, zum Beispiel einem Schrank, oder klettern eben in Kartons, die einem sicheren Unterschlupf gleich kommt.

In einer Studie der Universität Utrecht untersuchten Forscher, inwiefern sich Kartons tatsächlich auf das Stresslevel einer Katze auswirkt. In einem niederländischen Tierheim wurden 19 neue Katzen in zwei Gruppen eingeteilt. Zehn von ihnen bekamen Kartons in ihre Räume, während die restlichen neun leer ausgingen. Bereits nach wenigen Tagen sich beobachten, dass die Katzen mit Kartons sich schneller erholt und an ihre neue Umgebung angepasst haben.

Dass sich die Katzen in den Kartons zurückziehen konnten und sich in Ruhe an ihr neues Zuhause gewöhnen konnten, hat ihr Stresslevel, im Vergleich zu den Katzen ohne Kartons, deutlich schneller sinken lassen.

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In Kartons finden Katzen einen geschlossenen Rückzugsort, in dem sie sich sicher fühlen. Ermöglicht man ihnen sich an solchen sicheren Orten zurückzuziehen, können die Katzen geschützt und unbeoachtet zur Ruhe kommen.

Katzen ohne potentiellen Rückzugsort fühlen sich in einer neuen Umgebung angreifbar, sind stets in Alarmbereitschaft und sind somit großem Stress ausgesetzt. Die Katzen ohne Kartons haben erst nach zwei Wochen das gleiche Stresslevel der Katzen mit Kartons erreicht.Daraus ziehen die Wissenschaftler die Erkenntnis, dass sich Kartons positiv auf das Wohlbefinden von Katzen auswirken können und dazu beitragen, dass sie schneller Vertrauen zu Menschen oder ihren Besitzern fassen.

Kartons reduzieren für Katzen gefährlichen Stress

Stress ist für Katzen ein unheimlich gefährlicher Faktor, da er sich negativ auf die Gesundheit der Fellnasen auswirken kann. In stressigen Situationen steigt das Cortisollevel der Katzen, wodurch ihr Immunsystem stark geschwächt wird. Dadurch sind sie letztlich sehr anfällig für Infektionskrankheiten. Das gilt natürlich vor allem für Katzen in Tierheimen und Freigänger.

Aber auch Wohnungskatzen sollten nicht all zu großem Stress ausgesetzt werden, wenn sie beispielsweise positiv auf Katzen-AIDS getetetet wurden. In jedem Fall ist es nur ratsam, bei Aufnahme einer neuen Katze, genug Rückzugsorte zu schaffen, in denen sie sich in Ruhe an ihre neue Umgebung gewöhnen kann. Selbst, wenn es nur simple Umzugskisten oder Verpackungsboxen sind - Kartons sind super geeignet zur Stressbewältigung bei Katzen

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Katzen in Kartons: Sie lieben es gemütlich und warm

Katzenbesitzer wissen, dass Stress nicht der einzige Grund sein kann, warum ihre Katzen in Kartons klettern. Schließlich tun sie dies immer, auch, wenn sie bei bester Laune sind. Stress muss also nicht immer der ausschlaggebende Faktor sein, warum sich eine Katze in einem Karton zurückzieht.

Eine andere Erklärung für die Begeisterung für Kisten und Boxen ist ihr Wohlfühl-Faktor. Besonders enge Kartons sind unheilich gemütlich für Katzen. Unsere Stubentiger fühlen sich bei Temperaturen um die 30-36 Grad am wohlsten. Da sie aber bei uns Menschen leben, müssen sie sich an eine Raumtemperatur um die 22 Grad anpassen und Energie aufwenden, um sich warm zu halten.

Pappkartons isolieren gut und speichern somit die Körperwärme der Katzen. Somit können Katzen in Kartons die wohlige Wärme genießen , die von allen Seiten auf sie zurückstrahlt. 

Das Mysterium Katzen in Kartons ist also weitestgehend aufgedeckt. Kisten und Boxen reduzieren das Stresslevel der Stubentiger und spenden Wärme. Aber seien wir mal ehrlich, manchmal möchten unsere Stubentiger auch einfach nur ein bisschen mit ihnen spielen, sie verzerkratzen oder komplett zerstören - so sind Katzen eben. 

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