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Mundhöhle: Die einzige Stelle, an der du dich selbst kitzeln kannst

Einmal mit der Zunge am Gewölbe der Mundhöhle gleiten, bitte. Na, hat's gekitzelt?

Die einzige Stelle, an der jeder kitzlig ist: der Gaumen
Es gibt nur eine Stelle am Körper, an der man sich selbst kitzeln kann Foto: iStock
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Wer gekitzelt wird, beginnt wie automatisch an zu lachen. Die kitzligsten Körperstellen sind Fußsohlen, Achselhöhlen, Taille oder Bauch.

Es gibt zwei Arten des Kitzelns: Knismesis und Gargalesis. Während Knismesis ein sanftes Kitzeln beschreibt - etwa das mit einer Feder oder leichtem Streicheln -, versteht man unter Gargalesis eine extreme bis schmerzhafte Kitzelattacke (im Mittelalter auch als Foltermethode - "Kitzelfolter" - eingesetzt: Langes Kitzeln führt zu Muskel- und Lungenschmerzen, Krämpfen und Atemnot). Was beide Kitzelarten gemeinsam haben: sie funktionieren nur in Interaktion mit anderen. Sich selbst zu kitzeln ist dagegen (fast) unmöglich.

Warum können wir uns nicht selbst kitzeln?

Die Antwort ist eigentlich ganz simpel: Kitzeln wir uns selbst, fehlt der Überraschungseffekt - das ist zu langweilig für unser Gehirn. Schließlich weiß es schon im voraus, wann unsere Finger welche Stelle an unserem Körper berühren werden. Die Folge: Die Nervensignale zu jener Körperstelle werden also minimiert, die Kitzel-Reize dringen kaum in unser Bewusstsein ein.

Die Antwort ist eigentlich ganz simpel:Kitzeln wir uns selbst, fehlt der Überraschungseffekt - das ist zu langweilig für unser Gehirn.Schließlich weiß es schon im voraus, wann unsere Finger welche Stelle an unserem Körper berühren werden. Die Folge: Die Nervensignale zu jener Körperstelle werden also minimiert, die Kitzel-Reize dringen kaum in unser Bewusstsein ein.

Kitzelt uns dagegen eine andere Person, kommt es meist unerwartet, überraschend. Welche Stelle wird es wohl sein? Wann beginnt die Berührung und wann endet sie? Zudem ist es ein "fremder" Reiz, den der Körper abzuwehren versucht: wir zucken intuitiv zurück. Warum genau wir anschießend lachen, ist wissenschaftlich nicht eindeutig geklärt. Experten vermuten, dass die Erleichterung bzw. Entwarnung (dass es sich bei der Körperberührung um etwas Harmloses handelt) uns zum Lachen bringt. Eine andere Erklärung: Das Lachen ist Ausdruck des Ergebens gegenüber der kitzelnden Person.

Allerdings lachen wir meist nur, wenn uns jemand kitzelt, den wir mögen. Krabbelt uns dagegen z.B. eine Ameise oder Wespe kitzelnd über die Fußsohle, würden nur die wenigsten Menschen zu Lachen beginnen. Vielmehr würden wir das Tierchen schnellst möglichst verscheuchen. Der Grund: Das Insekt stufen wir als potentielle Gefahr ein - kein Grund zum Lachen.

An welcher Stelle können wir uns doch selbst kitzeln?

Ausnahmen bestätigen bekanntlich die Regel. So gibt es doch eine einzige Stelle, an der wir uns selbst kitzeln können: im Mund. Genauer gesagt am Gewölbe der oberen Mundhöhle. Streichen wir vorsichtig mit unserer Zunge darüber, kitzelt es. Ein möglicher Grund: Wir können uns dabei nicht zusehen. Doch warum ist es dann bloß die eine Stelle? Wissenschaftliche Erklärungen dazu gibt es (noch) nicht. Aber es reicht ja auch zu wissen, dass wir uns wohl selbst kitzeln können - wenn auch nur an einer einzigen Stelle...

Übrigens: Kitzeln setzt Endorphine frei und kann sogar als erregend empfunden werden. Eine softe Form des Sadomaso (SM) beschäftigt sich mit dem Kitzeln des gefesselten Partners ("bondage and tickling").

(ww7)

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