Sieg vor Gericht

Nackt-Fotos auf Facebook doch möglich: Playboy Deutschland gewinnt Streit

Nach Sperre und Streit ist der deutsche Playboy zurück auf Facebook – und sorgt mit einem Gerichtsurteil für Aufsehen.

Ein Playboy-Heft liegt in einem Auto.
Der Playboy gehört bis heute für so manchen Leser auf den Couchtisch – doch auf Facebook hatte er nichts verloren. So sah es zumindest der Konzern – und zog jetzt den Kürzeren. Foto: IMAGO / Eibner
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Überraschende Wende im Streit um Inhalte im Netz: Playboy Deutschland ist nach einer Sperre wieder auf Facebook vertreten. Der Grund: Ein Gericht stellte sich auf die Seite des Magazins – und erklärte das Vorgehen von Meta für rechtswidrig.

Gericht entscheidet: Playboy-Sperre von Meta war rechtswidrig

Zwei Monate lang war die Facebook-Seite des Playboy-Magazins verschwunden. Für die rund 1,8 Millionen Follower:innen kam das überraschend – und offenbar auch zu Unrecht. Das Landgericht Düsseldorf erließ eine einstweilige Verfügung und stellte klar, dass die Sperrung vom Betreiber Meta so nicht richtig war.

Kurz nach der Entscheidung wurde die Seite plötzlich wieder freigeschaltet. Eine offizielle Vorankündigung gab es nicht. Die rechtliche Auseinandersetzung mit Meta läuft jedoch weiterhin im Hintergrund.

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Das waren die Vorwürfe von Facebook

Ein Schild zeigt den Playboybunny.
Die deutsche Seite des Playboy ist zurück auf Facebook. (Symbolbild) Foto: IMAGO / Steinach

Als Begründung für die Sperre hatte Meta unter anderem Verstöße gegen die Gemeinschaftsstandards angeführt. Konkret ging es um angebliche Inhalte rund um Nacktheit und sexuelle Darstellungen.

Die Kritik des Playboys: Die Vorwürfe seien sehr allgemein gehalten gewesen und hätten sich auf automatisierte Hinweise gestützt. Eine konkrete, nachvollziehbare Erklärung für die drastische Sperrung der kompletten Seite habe es nie gegeben.

Kein Einzelfall: Streit um Online-Inhalte geht weiter

Es ist nicht das erste Mal, dass es zwischen Playboy Deutschland und Facebook zu Problemen kommt. Bereits zuvor war die Seite zeitweise gesperrt worden, ehe sie nach öffentlicher Aufmerksamkeit wieder online ging.

Der aktuelle Fall zeigt, wie umkämpft die Regeln für Inhalte in sozialen Netzwerken sind. Aufgrund immer steigender Zahlen von Nackt-Deepfakes sind einige Plattformen vermutlich deutlich vorsichtiger geworden und sperren Inhalte lieber schneller. Besonders bei sensiblen Themen wie Nacktheit bleibt die Frage: Wer entscheidet, was erlaubt ist – und wo beginnt Zensur?

Quellen