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Sichtbares Lebenslicht: Forschende mit neuen Erkenntnissen zur "Aura"

Kein Spuk und schon gar keine Einbildung! Forschende haben das "Licht des Lebens" nachgewiesen.

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Ein schwaches Lichtsignal, ein kleines Leuchten, eine Art Lebenslicht! Lebewesen umgibt eine Art Aura, die für das bloße Auge zwar nicht wahrnehmbar, jedoch mittels hochsensibler Messtechnik nachweisbar ist. Mehr dazu erfährst du hier in diesem Artikel.

Sichtbare Strahlung! Forschende können "Licht des Lebens nachweisen.

Ein schwaches Leuchten, das mit dem Tod erlischt. Forschenden des Human Health Therapeutics Research Centre des NRC Canada und der Universität Calgary (Studie veröffentlicht im "Journal of Physical Chemistry Letters") ist es gelungen, mithilfe lichtempfindlicher Kameras (sogenannten EMCCD- und CCD-Kameras) in abgedunkelten Räumen ein schwaches, messbares, mit dem menschlichen Augen nicht wahrnehmbares Licht auszumachen, das lebende Lebewesen wie Mäuse sowie Pflanzen umgibt.

Hinter diesem energetischen Leuchten, was vielen Menschen als "Aura" bekannt ist, steckt das Phänomen der sogenannten ultraschwachen Photonenemission (UPE). Hierbei handelt es sich um eine geringe Menge an Photonen, also Lichtteilchen, die als Nebenproduktes des Zellstoffwechsels entstehen "Das Licht entsteht vermutlich durch molekulare Reaktionen im Inneren der Zellen, bei denen bestimmte Stoffe blitzartig zerfallen. Dabei entstehen extrem kleine Lichtblitze", erklärt Chemiker Prof. Dr. Stefan Schramm von der Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden (HTWD), der nicht Teil der Studie war.

Für den Versuch selbst wurden vier Mäuse unter Vollnarkose in eine dunkle Box gesetzt. Mithilfe der Bildgebungssysteme war zu sehen, dass von den Tieren ein schwaches Licht ausgeht, das nach der Einschläferung und somit nach ihrem Tod nach und nach erlischt.

Bei den Pflanzen hingegen wurden die Blätter der Ackerschmalwand (Arabidopsis thaliana) und der Kleinen Strahlenaralie (Heptapleurum arboricola) mit Alkohol, chemischen Reize, oder Hitze beschädigt. Im Zuge dieser äußeren Umwelteinflüsse beziehungsweise Stressoren steigerte sich nachweislich die Lichtemission.

Mit Vorsicht zu genießen! Chemiker warnt vor Fehldeutungen

Aber: Auch wenn die Ergebnisse nahelegen, dass die Photonenemission im "Zusammenhang mit normalen Stoffwechselvorgängen stehen, insbesondere mit der Bildung reaktiver Sauerstoffspezies (ROS)", sind die "genauen molekularen Ursachen" noch nicht abschließend geklärt. "Die Interpretation solcher Lichtaurabilder muss mit großer wissenschaftlicher Sorgfalt erfolgen, um Fehldeutungen oder pseudowissenschaftlichen Spekulationen vorzubeugen", so Schramm.

Artikelbild und Social Media: koyu/iStock (Themenbild)

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