StreamCheck bei „Die Höhle der Löwen“: So ging es für den Prostata-Test weiter
Wie läuft es mit der Prostata? Diese Frage lässt sich mit StreamCheck von zu Hause aus beantworten. Eine lukrative Marktlücke?
Prostata-Vorsorge im eigenen Bad statt im Wartezimmer: Mit StreamCheck wollten Dr. Stefan Siemer, Sebastian Janus und Sebastian Heidrich in der „Höhle der Löwen“ zeigen, wie moderne urologische Früherkennung heute aussehen kann.
Ihr Ziel: Ein Tabuthema entstigmatisieren – und dafür gleich 1.000.000 Euro für zehn Prozent der Firmenanteile einsammeln. Doch wie ging es für das Start-up nach dem Auftritt weiter?
Hightech statt Schamgefühl
Der Ansatz von StreamCheck ist klar: Jeder zweite Mann entwickelt im Laufe seines Lebens Prostataprobleme, aber nur rund 20 Prozent nehmen regelmäßig Vorsorgeuntersuchungen wahr. Die Gründe reichen von Scham bis hin zu Terminaufschub – genau hier will das Team aus Vierkirchen ansetzen.
Das Medizinprodukt wird zu Hause beim Wasserlassen eingesetzt und misst den Urinfluss, also wie schnell und wie viel Urin abgegeben wird. Gleichzeitig analysieren integrierte Teststreifen wichtige Biomarker wie Blut, Glukose, Entzündungswerte oder weitere Parameter im Urin. Die gesammelten Daten werden per App ausgewertet, über einen längeren Zeitraum dokumentiert und können Veränderungen sichtbar machen – mit der klaren Empfehlung, bei Auffälligkeiten einen Arzt aufzusuchen. So soll die diagnostische Lücke zwischen den seltenen Arztbesuchen geschlossen werden.
Mit einem Verkaufspreis von 199 Euro positioniert StreamCheck sich als Hightech-Tool „Made in Germany“ für Männer, die ihre Gesundheit aktiv im Blick behalten wollen. In der Theorie eine starke Kombination aus Relevanz, Technik und Prävention – doch als Investmentcase sorgte der Pitch für hitzige Diskussionen.
Hoher Preis, hoher Kapitalbedarf
Die Löwen-Runde ist an diesem Abend hochkarätig besetzt: Judith Williams, Janna Ensthaler, Carsten Maschmeyer, Ralf Dümmel und Frank Thelen hören sich die Vision von StreamCheck aufmerksam an. Medizinischer Nutzen, ein klares Problem und eine technologische Lösung – auf den ersten Blick passt vieles.
Doch spätestens bei den Konditionen runzeln die Investor:innen die Stirn: 1.000.000 Euro für zehn Prozent Firmenanteile bedeuten eine Unternehmensbewertung von zehn Millionen Euro – für ein Produkt, das mangels Zulassung zu diesem Zeitpunkt noch keine Umsätze erzielt.
Janna Ensthaler hält den Preis von 199 Euro für Endkunden ohne Beteiligung der Krankenkassen für schwer vermittelbar und zweifelt an der breiten Zahlungsbereitschaft.
Frank Thelen betont, dass sich medizinische Vorsorgeprodukte generell schwer verkaufen lassen, vor allem, wenn es um ein erklärungsbedürftiges Thema wie Männergesundheit geht – und wenn die Einnahmen noch bei 0 Euro liegen.
Carsten Maschmeyer und Ralf Dümmel loben zwar die Idee und sehen den gesellschaftlichen Nutzen, räumen aber ein, dass ihnen für ein Investment in dieser Größenordnung das spezifische Know-how in diesem Medizinsegment fehlt.
Für Frank und Janna passt die geforderte Million weder zur bisherigen Entwicklung noch zum Produktionsstand – sie steigen aus. Kurz darauf entscheidet sich auch Carsten gegen ein Investment.
Am Ende bleibt Judith Williams als letzte Löwin übrig – und bringt den entscheidenden Punkt auf den Tisch: Sie kann kaum glauben, dass Männer, die nicht einmal zur kostenlosen Vorsorge gehen, plötzlich knapp 200 Euro zahlen sollen, um monatlich ihren Urin zu testen. Auch sie verzichtet auf ein Investment.
Kein Deal – aber das Produkt bleibt
Flops verschwindet das Start-up nicht in der Versenkung. Die Firma existiert weiter und hat ihr Konzept konsequent weiterentwickelt.
Inzwischen wird StreamCheck als zertifiziertes Medizinprodukt angeboten, das als digitaler urologischer Selbsttest für zu Hause vermarktet wird. Das System kombiniert:
ein smartes Messgerät (unter anderem für Uroflowmessung, also Harnflussrate, -volumen und -dauer),
Teststreifen zur Analyse von Biomarkern wie Blut, Protein, Glukose, Nitrit und Leukozyten,
eine App, die die Messwerte in Ampelfarben (grün, gelb, rot) aufbereitet und bei Auffälligkeiten gezielt zur ärztlichen Abklärung rät.
StreamCheck richtet sich damit sowohl an Männer mit erhöhtem Risiko als auch an alle, die ihre Blasen-, Nieren- und Prostatagesundheit im Blick behalten wollen – ohne Wartezimmer und in vertrauter Umgebung.
Im offiziellen Onlineshop auf streamcheck.io kannst du StreamCheck direkt bestellen – inklusive Abo-Modell für regelmäßige Becher-Nachlieferungen und App-Lizenz.










