Tanera Skin nach „Die Höhle der Löwen“: Das wurde aus dem Reibeisenhaut-Handschuh
Bisher ließ sich Reibeisenhaut kaum bekämpfen. Mit Tanea Skin hat das nun ein Ende, denn Gründerin Isabelle Stortz stellt in der „Höhle der Löwen“ ihre Skincare-Innovation vor.
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Reibeisenhaut ist ein Thema, über das viele Betroffene kaum sprechen – dabei sind Schätzungen zufolge 30 bis 40 Prozent der Menschen davon betroffen. Mit Tanera Skin wollte Isabelle Stortz (28) aus Berlin genau dort ansetzen und in der „Höhle der Löwen“ eine Pflege-Marke vorstellen, die sich speziell an Menschen mit Keratosis Pilaris richtet. Im Mittelpunkt: ein Peeling-Handschuh, der abgestorbene Hautschüppchen lösen soll, ohne die Haut zusätzlich zu reizen.
Eine Lösung aus eigener Erfahrung
Isabelle kennt das Problem aus dem Alltag. Seit ihrer Kindheit leidet sie selbst an Reibeisenhaut, also einer Verhornungsstörung, bei der zu viel Keratin die Poren verstopft und kleine, raue Erhebungen sowie rote Punkte entstehen – vor allem an Oberarmen und Beinen.
Lange habe sie nach passenden Produkten gesucht, erzählt die Gründerin, und schließlich beschlossen, selbst etwas zu entwickeln. „Reibeisenhaut haben Millionen Menschen und trotzdem gibt es kaum Produkte, die wirklich darauf zugeschnitten sind. Mit Tanera Skin möchte ich Betroffenen endlich Lösungen geben, die speziell für dieses Hautbild entwickelt wurden“, so Stortz.
Das erste Produkt von Tanera Skin ist ein speziell entwickelter Peeling-Handschuh aus biologisch abbaubarer Viskose. Durch eine besondere Webart verändert sich das Material bei Kontakt mit Wasser, wird fester und soll so die Haut sanft von abgestorbenen Schüppchen befreien. Geplant sind außerdem ergänzende Pflegeprodukte wie Cremes mit Salicylsäure oder Urea, um die Pflegelinie langfristig auszubauen. Für diesen nächsten Schritt sucht Isabelle in der Höhle 200.000 Euro für 15 Prozent ihrer Firmenanteile.
Testergebnisse, Zweifel und Lob
Der Auftritt sorgt zwar für Aufmerksamkeit, doch die Zahlen werfen Fragen auf. Der bisherige Umsatz liegt bei 47.000 Euro, was Isabelle selbst nicht zufriedenstellt. Ein Handschuh kostet 19,95 Euro, Herstellung und Versand liegen bei etwa 1 Euro pro Stück. Für Ralf Dümmel ist der Preis zu hoch, er steigt aus. Frank Thelen sieht in dem Produkt eher ein „lustiges Influencer-Gimmick“ und hält die Bewertung für zu ambitioniert. Auch er verabschiedet sich.
Judith Williams testet den Handschuh direkt am eigenen Bein – und erkennt den Bedarf durchaus an. Dennoch sieht sie großen Handlungsbedarf, vor allem bei der Entwicklung weiterer Produkte. Carsten Maschmeyer ist von Isabelle und ihrer beruflichen Erfahrung beeindruckt, macht ihr aber lieber ein Jobangebot für eines seiner Unternehmen, statt selbst zu investieren. Dagmar Wöhrl glaubt ebenfalls nicht ganz an das Potenzial, geht aber davon aus, dass Judith noch im Spiel bleibt.
Und tatsächlich: Judith Williams bleibt interessiert, passt das Angebot aber deutlich an. Aus den ursprünglichen 200.000 Euro für 15 Prozent werden 200.000 Euro für 40 Prozent. Für Isabelle ist das zwar ein großer Schritt, aber sie erkennt den Wert einer Zusammenarbeit mit Judith und will den Deal nicht verstreichen lassen. Am Ende steht also ein Investment von Judith Williams.
Wie es mit Tanera Skin weiterging
Heute ist Tanera Skin mit mehreren Produkten im Markt angekommen. Im Onlineshop gibt es inzwischen zahlreiche Produkte und Bundles, darunter auch ein Deep Peel Cleanser und ein Intensiv Serum. Außerdem sind bei Amazon unter anderem das Peeling Kombi Set und der 2-in-1 Peeling-Handschuh erhältlich.








