Tiger in Leipzig greift Mann an: Neue Details zu Ausbruch und Erschießung durch die Polizei
Nach dem Tiger-Ausbruch bei Leipzig mit tödlichem Ende werden immer mehr Details über den dramatischen Einsatz bekannt.
Der Schock sitzt tief: Nachdem ein Tiger aus einer privaten Haltung in Schkeuditz bei Leipzig entkommen war, musste das Tier von der Polizei erschossen werden. Zuvor hatte die Großkatze einen Mann angegriffen und schwer verletzt. Jetzt kommen neue Einzelheiten ans Licht – und die Kritik an der Haltung der Tiere wird immer lauter.
Tiger verletzte 73-Jährigen schwer
Der dramatische Vorfall ereignete sich am vergangenen Samstag gegen 12:50 Uhr. Als ein 73-jähriger Helfer im Gehege der Tiger arbeitete, kam es zur Attacke. Die Raubkatze verletzte den Mann schwer, er wurde umgehend in ein Krankenhaus gebracht und habe eine Not-OP benötigt. Nach dem Angriff konnte der Tiger aus dem Gehege entwischen.
Für Anwohner:innen rund um das Gewerbegebiet, in dem die Tiger gehalten werden, herrschte plötzlich Ausnahmezustand. Einsatzkräfte sperrten umgehen Straßen ab und durchkämmten das Gebiet. In einer nahegelegenen Kleingartenanlage sollen Menschen sogar aufgefordert worden sein, sich in ihren Häusern zu verschanzen. Die Polizei war schwer bewaffnet mit Gewehren unterwegs.
Polizei erschießt Tiger bei Leipzig
Feuerwehr und Polizei kontrollierten den Einsatzort und das Gehege im Gewerbegebiet mit Drohnen. Hintergrund war die Sorge, dass womöglich noch weitere Tiere entkommen sein könnten.
Währenddessen durchkämmten Spezialkräfte die nahegelegene Gartenanlage. Dort konnten sie kurze Zeit später den Tiger ausfindig machen und erschießen. Weil es sich um ein ausgewachsenes und offenbar aggressives Tier gehandelt habe, kam ein Einfangen der Raubkatze scheinbar nicht infrage.
Tigerkönigin Carmen Zander in der Kritik
Besonders im Fokus steht nun erneut die Halterin der Tiere. Der Tiger soll der Dompteurin Carmen Zander gehören, die die Großkatzen in dem Gewerbegebiet bei Leipzig hält und als Tigerkönigin bekannt ist. Die Unterbringung der Tiere wird nun massiv kritisiert.
Tierschutzorganisationen sehen sich nach dem Vorfall bestätigt. Peta forderte bereits im vergangenen Jahr deutlich strengere Regeln für die private Haltung gefährlicher Wildtiere. Immer wieder wurden in der Vergangenheit Stimmen laut, die Tiger aus der Anlage zu holen. Nun machte auch der Ortsvorsteher des Ortsteils Dölzig klar: „Das Gehege muss weg!“
Keine artgerechte Tigerhaltung?
Seit dem tragischen Vorfall bei Leipzig melden sich nun immer mehr Menschen zu Wort. Darunter auch ein Bekannter der Dompteurin Carmen Zander. Er soll klargestellt haben, dass die Tiger keineswegs artgerecht gehalten werden. Die Gehege seien viel zu eng für die majestätischen Katzen.
Während die Ermittlungen zum genauen Ablauf weiterlaufen, wächst der Druck auf die Tigerkönigin nun weiter. Ob sie ihre Tiger schon bald abgeben und an Zoos oder Freizeitparks vermitteln muss, bleibt abzuwarten.







