Bevölkerungsschutz

Warntag am 12. März 2026: In mehreren Bundesländern heulen heute die Sirenen

Am 12. März 2026 testen mehrere Bundesländer ihre Warnsysteme. Warum heute Sirenen heulen und Warnmeldungen auf dem Handy erscheinen können.

Eine Frau schaut auf ihr rotes Smartphone, das sie mit beiden Händen hält. Ihr Gesicht ist dabei nicht zu sehen.
Beim Warntag testen Behörden Sirenen, Warn-Apps und Handywarnungen, damit die Systeme im Ernstfall zuverlässig funktionieren. Foto: Tim Robberts/Getty Images
Auf Pinterest merken

Heute wird es in Teilen Deutschlands laut. Am 12. März 2026 findet in mehreren Bundesländern ein zusätzlicher Warntag statt. Dabei testen Behörden ihre Warnsysteme unter realistischen Bedingungen. Sirenen heulen, Warnmeldungen erscheinen auf Smartphones und auch Radio sowie Apps können sich mit Testmeldungen melden.

Der Termin ergänzt den bundesweiten Warntag, der in diesem Jahr für den 10. September 2026 angesetzt ist. Ziel des Aktionstags ist es, Technik, Abläufe und Kommunikation im Katastrophenschutz zu überprüfen und die Bevölkerung mit Warnsignalen vertraut zu machen.

Warntag 2026: Diese Warnmittel werden heute getestet

Beim Warntag greifen Bund, Länder und Kommunen auf mehrere Systeme gleichzeitig zurück. Wichtigstes technisches Instrument ist das Modulare Warnsystem (MoWaS). Darüber werden Warnmeldungen an unterschiedliche Kanäle verteilt.

Zu den wichtigsten Warnmitteln gehören:

  • Sirenen, die Aufmerksamkeit erzeugen

  • Cell Broadcast, das Warnungen direkt auf Smartphones sendet

  • Warn-Apps wie NINA oder Katwarn

  • Radio, Fernsehen und digitale Anzeigen

  • teilweise auch Durchsagen von Feuerwehr oder Polizei

Während Sirenen vor allem alarmieren sollen, liefern Apps und Rundfunk zusätzliche Informationen und Handlungsempfehlungen.

Diese Bundesländer testen heute ihre Warnsysteme

Der Warntag findet nicht überall gleichzeitig statt. Mehrere Bundesländer nutzen den Termin für eigene Tests.

  • Hessen: Start um 10 Uhr, Entwarnung gegen 10:30 Uhr

  • Rheinland-Pfalz: Start um 10 Uhr, Entwarnung etwa 10:45 Uhr

  • Nordrhein-Westfalen: vielerorts 11 Uhr

  • Bayern: 11 Uhr, Entwarnung gegen 11:30 Uhr

Je nach Region können zusätzlich Warn-Apps, Cell Broadcast oder lokale Radiosender eingebunden sein.

Was bedeutet der Sirenenton beim Warntag?

Viele Menschen wissen gar nicht mehr genau, was die Sirenensignale bedeuten. Der Warntag soll auch dabei helfen, diese wieder kennenzulernen.

Typische Signale sind:

  • Auf- und abschwellender Ton (1 Minute): Warnung der Bevölkerung

  • Dauerton (1 Minute): Entwarnung

  • Drei kurze Signale: Alarm für die Feuerwehr

Wichtig ist außerdem: Die Notrufnummern 110 und 112 sollten während des Tests nicht angerufen werden, damit Leitungen für echte Notfälle frei bleiben.

Warum der Warntag wichtig ist

Der Warntag ist mehr als nur ein Test der Technik. Behörden prüfen dabei auch, ob Warnungen schnell genug weitergeleitet werden und ob alle Systeme zuverlässig zusammenarbeiten.

Gleichzeitig soll der Tag die Bevölkerung sensibilisieren. Wer weiß, wie Warnungen aussehen und klingen, kann im Ernstfall schneller reagieren und sich besser informieren.