Was verdienen Caren Miosga & Sandra Maischberger wirklich? So teuer sind die ARD-Talkshows
Die politischen Talkshows von Caren Miosga und Sandra Maischberger gehören zu den erfolgreichsten Formaten der ARD – und genau dafür wird tief in die Tasche gegriffen.
Politische Talkshows haben nach wie vor eine enorme Anziehungskraft – gerade bei Zuschauerinnen, die sich verlässliche Einordnung in turbulenten Zeiten wünschen. Caren Miosga und Sandra Maischberger prägen dieses Genre seit Jahren, doch erst jetzt wird transparent, welche Summen die ARD für die beiden prominenten Sendungen einplant. Die aktuellen Budgetzahlen zeigen: Die Produktionen gehören zu den teuersten politischen Formaten im deutschen Fernsehen.
Was „Caren Miosga“ die ARD kostet
Der NDR verantwortet die Sonntags-Talkshow von Caren Miosga, die 2023 den Sendeplatz von Anne Will übernommen hat – mit großem Erfolg: Im Schnitt schalten rund 3,2 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer ein, oft bei Marktanteilen um 14,5 Prozent.
Für die kommenden zwei Jahre hat die ARD laut „Medieninsider“ ein Budget von 12,3 Millionen Euro eingeplant. Davon fließen 11,8 Millionen Euro direkt an die Produktionsfirma MIO Media, an der Caren Miosga mehrheitlich beteiligt ist. Das Unternehmen verantwortet die komplette Herstellung – von der redaktionellen Arbeit über Kamera und Licht bis hin zur Maske. Auch die Vergütung der Moderatorin ist darin enthalten, wird jedoch nicht separat ausgewiesen.
Eine reguläre 60-Minuten-Ausgabe wird künftig 206.000 Euro kosten. Damit liegt der Betrag etwas unter den bisherigen 219.000 Euro pro Sendung. Auch der Minutenpreis sinkt – von 3650 Euro auf 3430 Euro. Einer der Gründe: Die aufwendige Entwicklungsphase und das Studiodesign müssen nun nicht mehr neu finanziert werden, was Einsparungen ermöglicht.
Sandra Maischberger: Höhere Sendezeit, höheres Budget
Anders sieht es bei Sandra Maischberger aus, deren Talkshow weiterhin am späten Abend läuft – zwischen 22.50 Uhr und Mitternacht. Trotz späterer Sendezeit erreicht sie im Schnitt 1,45 Millionen Menschen. Federführend ist hier der WDR.
Laut „Medieninsider“ plant die ARD für die Jahre 2026 und 2027 ein Budget von 18,3 Millionen Euro – nach 17,6 Millionen Euro in der aktuellen Periode. Die Kosten steigen also spürbar. Produziert wird die Sendung von Vincent Productions, einem Unternehmen im Besitz von Sandra Maischberger.
Hinzu kommt ihr persönliches Moderationshonorar, das separat kalkuliert wird. Ab 2026 soll Maischberger rund 21.000 Euro pro Ausgabe erhalten – inklusive Altersvorsorge. Bei 133 geplanten Sendungen ergibt das eine Summe von etwa 2,8 Millionen Euro. Derzeit liegt ihr Honorar bei rund 21.600 Euro pro Folge.
Auch die Produktion selbst wird teurer: Eine 75-minütige Sendung kostet ab 2026 etwa 138.000 Euro, der Minutenpreis steigt damit auf 1835 Euro. Aktuell liegen die Kosten bei 132.000 Euro pro Folge und 1760 Euro pro Minute.







