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11 alte deutsche Worte & Redewendungen, die du bestimmt vergessen hast

So schön sind vergessene Begriffe von früher. Wetten, diese 11 alten deutschen Worte, kennst du nicht (mehr)?

Schwarz-Weiß-Bild aus den 50er Jahren: Lächelnde Frau posiert mit ihrem KInd
Foto: Juanmonino/iStock
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Warum großes Brimborium um Jugendsprache machen, wo es doch fulminante Begriffs-Perlen gibt, mit denen wir frohlockend Schabernack treiben können? Sprache ist immer im Wandel, dazu gehört, dass selten genutzte Begriffe in Vergessenheit geraten. Statt sich nur zu fragen, was neueste Wortschöpfungen bedeuten, schwelgen wir heute mal in der Rückschau. Wirklich schade, dass die folgenden 11 aus der Mode gekommen sind!

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Abgelegte Ausdrücke aus dem Alltag

  • Buttervogel: Kein aus Rahm geformter Adler, sondern einfach ein Schmetterling!

  • Malefiz: Sie denken an ein Brettspiel? Bingo! Das Wort aus dem 15. Jahrhundert bezeichnet eine Straftat, einen Frevel.

  • Fisimatenten: Also „überflüssige Dummheiten“. Im 19. Jahrhundert sollen französische Besatzer zu deutschen Mädchen gesagt haben: Visitez ma tente! - „Besuchen Sie mein Zelt!“ Besorgte Eltern mahnten darum: „Aber keine visitezma- tente!“ Mit deutschem Akzent klang das eher wie „Fisimatenten“.

Leicht angestaubte aber schöne Adjektive: Damit können wir Dinge viel malerischer beschreiben!

  • Kommod: Steht für bequem, eingedeutscht vom französischen Wort „commode“. Spüren Sie einen Anflug von Damenhaftigkeit, nehmen Sie doch einfach das vornehmere Wort – ganz kommod.

  • Spornstreichs: Heißt: unverzüglich. Das Wort stammt aus der Reitersprache: Als man noch zu Pferde unterwegs war, gaben Reiter dem armen Pferd die Stiefelsporen zu spüren, wenn sie es besonders eilig zu ihrem Ziel hatten.

  • Hanebüchen: Meint: unerhört! Abgeleitet wurde es im 18. Jahrhundert von der knorrig-harten Hainbuche. Derbe, oder?

  • Hoffärtig: Um 1000 n. Chr. wurde, wer sich damals zu versnobt und hochnäsig gezeigt hat, gerne „hoffärtig“ genannt.

Originelle Bezeichnungen für Menschen: Irgendwie nett, aber auch etwas fremdartig...

  • Backfisch: So nannte man bis in die 1950er-Jahre weibliche Halbwüchsige zwischen 14 und 17 Jahren. Nicht mehr Kind, noch nicht Frau. Woher stammt der Ursprung? – Junge Fische wurden im Teigmantel gebacken, weil sich braten oder kochen nicht lohnte.

  • Muhme: Meinte im 19. Jahrhundert eine Schwester mütterlicherseits, die Schwestern des Vaters waren Tanten. Das Wort wurde aber auch für Kinderfrauen benutzt.

  • Hagestolz: Kauzige Junggesellen über 50 Jahren wurden schon im 9. Jahrhundert so genannt. Abgeleitet wurde das Wort von „hagestalt“, einer Hütte, die in der Ecke eines größeren Anwesens stand.

  • Luftikus: Gemeint ist ein leichtsinniger, übermütiger Mann, auf den kein Verlass ist. Diese Typen waren im 19. Jahrhundert recht weit verbreitet …

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Artikelbild und Social Media: Juanmonino/iStock

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