Banksy-Identität enthüllt: Das ist über den Graffiti-Künstler bekannt
Die Identität des mysteriösen Künstlers Banksy wurde nach Jahren des Rätselns nun offenbar endlich enttarnt. Doch wer ist der Mann hinter dem Pseudonym?
Jahrelang war es eines der bestgehüteten Geheimnisse der britischen Street-Art-Szene: Wer steckt hinter dem Mysterium Banksy? Immer wieder tauchen weltweit Kunstwerke der unbekannten Berühmtheit auf, die sich meist mit sozialkritischen Themen auseinandersetzen. Doch nun scheint das Rätsel um die Identität des Briten endlich gelöst zu sein …
Banksy: Das ist über seine Identität bekannt
Schon 2003 führte der damalige BBC-Journalist Nigel Wrench ein Interview mit dem vermeintlichen Banksy. Jahrzehntelang wurde darüber spekuliert, wer hinter den einprägsamen Graffiti-Werken steckt – jetzt scheint das Geheimnis endlich gelüftet zu sein: Laut der Nachrichtenagentur Reuters handelt es sich bei Banksy um einen Mann, der aktuell unter dem Namen David Jones lebt. Sein bürgerlicher Name sei aber ein ganz anderer: Robin Gunningham.
Gunningham stammt aus der britischen Küstenstadt Bristol. Nach dem Ausbruch des Ukraine-Kriegs 2022 tauchten vor Ort mehrere Graffitis von Banksy auf – Grund genug für Investigativjournalisten, sich sofort an seine Fersen zu heften. Mithilfe von Zeugenaussagen der Anwohner:innen konnten schnell drei Männer mit den Werken in Verbindung gebracht werden: Fotograf Giles Duley, Frontman der Trip-Hop-Band „Massive Attack“ Robert Del Naja und eben David Jones alias Robin Gunningham.
Ist Robin Gunningham Banksy? Das sagt der Anwalt des Künstlers
Zu den Enthüllungen der Reuters-Recherche bezieht nun der Anwalt von Banksy Stellung. Zwar gibt der keine genaue Auskunft darüber, welche Fakten der Enthüllung der Wahrheit entsprechen und welche nicht, allerdings dementiert er auch, dass alles, was die Recherche ergeben hat, genau so stimmt. Hinzu kommt, dass der Anwalt Reuters im Vorhinein darum gebeten habe, die Ergebnisse ihrer Untersuchungen nicht mit der Öffentlichkeit zu teilen, um Banksys Privatsphäre und somit auch die Arbeit an seinen Werken weiterhin zu schützen.
Reuters hält jedoch dagegen: Laut Informationen der Nachrichtenagentur habe Banksy einst ein Graffiti an ein denkmalgeschütztes Gebäude gesprüht. Die Säuberung dieses Hauses habe rund 25.000 Euro gekostet. Daher argumentiert Reuters, dass Banksy nicht über dem Gesetz stehe.
Banksys Identität enthüllt: Fans sind wütend
Fans wünschen sich ganz klar, dass Banksy seine Anonymität bewahren kann – gerade, weil es eben auch Teil seiner Kunst ist. James Peak, der sich mit seinem Podcast „The Banksy Story“ bereits umfassend mit dem Briten beschäftigt hat, sagt zu den Enthüllungen von Reuters Folgendes: „Banksy muss doch weiterhin die Möglichkeit haben, überall unerkannt plötzlich aufzutauchen, seine brillante provokative Kunst zu hinterlassen und wieder zu verschwinden. Und das geht nicht mehr, wenn die Leute ihn kennen.“










