Das passiert wirklich, wenn man das Handy im Flugzeug nicht auf Flugmodus stellt
Handy im Flugzeug nicht auf Flugmodus gestellt – und jetzt? Moderne Technik sorgt zwar für Sicherheit, doch ganz ohne Folgen ist das nicht.
Du sitzt im Flugzeug, die Anschnallzeichen leuchten auf und das Kabinenpersonal bittet freundlich: „Bitte schalten Sie Ihr Handy in den Flugmodus.“ Aber was passiert eigentlich, wenn du es mal nicht tust? Droht ein Technik-Desaster oder ist alles nur halb so wild? Warum der Flugmodus beim Fliegen immer noch Pflicht ist und welche Folgen ein aktives Handy haben kann, erfährst du hier.
Was passiert wirklich, wenn der Flugmodus nicht aktiviert ist?
Die wichtigste Entwarnung zuerst: Durch ein einzelnes Handy, das nicht im Flugmodus ist, stürzt das Flugzeug nicht ab. Moderne Maschinen sind gegen Störungen von außen gut geschützt. Trotzdem kann es zu Problemen kommen, wenn viele Passagiere ihre Geräte nicht umstellen. Die Handys senden dann permanent Funksignale, die sich überlagern und im Cockpit zu Störgeräuschen führen können. Besonders kritisch ist das während Start und Landung, weil hier die Kommunikation der Crew mit der Flugsicherung besonders wichtig ist. In seltenen Fällen könnten Pilot*innen dadurch wichtige Funksprüche nicht hören oder missverstehen.
Dass die Gefahr real ist, zeigt ein Beispiel aus den USA: Dort kam es vor einigen Jahren zu Interferenzen zwischen 5G-Signalen und den Radarhöhenmessern einiger Flugzeuge. Solche Störungen könnten zu fehlerhaften Anzeigen führen, vor allem beim automatischen Landen bei schlechtem Wetter. In Europa ist dieses Risiko allerdings ausgeschlossen, da die verwendeten Frequenzen voneinander getrennt sind.
Was bedeutet der Flugmodus und wann sollte er aktiviert werden?
Der Flugmodus schaltet alle drahtlosen Kommunikationsverbindungen wie Mobilfunk, WLAN, Bluetooth und NFC ab. Ansonsten funktioniert das Handy wie gewohnt. Viele Airlines empfehlen, den Flugmodus schon beim Hinsetzen einzuschalten, spätestens aber, wenn das Flugzeug zur Startbahn rollt.
Laut einer Umfrage von Bitkom ignorieren rund 42 Prozent der deutschen Flugreisenden die Flugmodus-Regel zumindest gelegentlich – bei den 16- bis 29-Jährigen sind es sogar noch mehr. Strafen gibt es zwar selten, aber im Ernstfall drohen Bußgelder oder Ermahnungen durch das Bordpersonal.
Warum sich der Flugmodus für Passagiere lohnt
Auch wenn es keine unmittelbare Lebensgefahr gibt, lohnt sich der Flugmodus. Denn er verhindert, dass das Smartphone permanent nach Netz sucht. Das spart nicht nur Akku, sondern auch Geld. Denn ohne Flugmodus kann sich das Gerät in teure Bordnetze oder Satellitenverbindungen einwählen. Die Folge: Unerwartet hohe Kosten, da normale Roaming-Tarife nicht greifen. Wer auf Nummer sicher gehen will, aktiviert also am besten gleich nach dem Einsteigen den Flugmodus und vermeidet so böse Überraschungen auf der nächsten Handyrechnung.







