"Queening"

Facesitting: SO hast du Oralsex noch nie erlebt

Beim Facesitting kommen Frauen auf ihre Kosten. Wir erklären, wie die spezielle Form des Cunnilingus funktioniert.

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Video: ShowHeroes

Oralsex ist ja an sich schon eine intensive Form, um zum Höhepunkt zu kommen. Klassischerweise liegt die Frau beim Cunnilingus auf dem Rücken und wird dann oral an der Klitoris befriedigt. Nicht so beim Facesitting, das eine Spur intensiver ist – für beide Sexpartner.

Was ist Facesitting?

Grafik zum Facesitting
Funktioniert natürlich auch beim Blowjob: Facesitting. Foto: Wunderweib.de

Beim Facesitting sitzt die Frau auf dem Gesicht des Partners oder der Partnerin und wird von ihm oder ihr oral durch lecken oder saugen an der Vulva befriedigt. Facesitting wird auch als "Queening" bezeichnet, denn die Frau sitzt bei dieser Form des Oralsex wie eine Königin auf dem Gesicht des Sexpartners oder der Sexpartnerin. Ein weiterer bekannter Begriff in diesem Zusammenhang ist "SOMF". Die Abkürzung steht für „Sit On My Face“.

Es gibt unterschiedliche Varianten, von weich bis hart. Außerdem zählt Facesitting zu einer beliebten Form im BDSM. Denn hier übernimmt die Frau ganz klar Kontrolle über die Situation, weshalb es sich um eine dominante Sexstellung handelt.

Die Vorteile von Facesitting
  • Intensiveres Erlebnis von Oralsex für beide.

  • Eignet sich, um sich an dominante Sexstellungen aus dem BDSM heranzutasten.

  • Doppelt erregend durch den direkten Kontakt zu Vulva und Anus.

  • Für Paare jeder sexuellen Orientierung geeignet.

  • Sex-Toys können integriert werden.

Achtung: Wer sich nicht deutlich abspricht, kein nonverbales Zeichen oder Safeword abmacht, kann u.U. kein schönes Erlebnis haben. Denn beim Facesitting ist Vertrauen und Kommunikation zur Sicherheit aller Beteiligten zwingend notwendig!

Wenn du dich an das Facesitting herantasten möchtest, eignen sich diese vier Varianten:

  1. Soft Facesitting: Das Gewicht liegt eher auf dem Brustkorb, weshalb die andere Person Vulva oder Anus bequem stimulieren kann. Die Frau sitzt in der Hocke und stützt sich mit den Händen ab. Indem sie ihr Becken bewegt, kann sie das Tempo steuern.

  2. Fullweight Facesitting: Bei dieser Variation des Facesittings sitzt die Frau mit ihrem vollen Körpergewicht und direkt mit ihrer Vulva auf dem Gesicht der anderen Person. Die Klitoris wird noch intensiver stimuliert, allerdings hat die liegende Person das Gewicht auf sich und eine geringere Luftzufuhr.

  3. Reserve Facesitting: Ähnlich wie bei der Sexstellung "Reserve Cowgirl", sitzt die Frau beim Reverse Facesitting in Richtung Füße und nicht in Richtung Gesicht. Die Position eignet sich übrigens wunderbar für den Klassiker, die "69 Stellung".

  4. Jeanssitting: Diese Variante des Facesittings gilt als Fetisch. Denn hier ist die dominante Person völlig bekleidet, in Jeans oder einer anderen Hose. Die liegende Person kann die Vulva also nur durch den Stoff stimulieren (ähnlich wie beim Dry Humping), was für einige Menschen besonders reizvoll ist. Im BDSM wird gerne als Fetisch eine Lack- oder Lederhose getragen, die dann vom Untergebenen abgeleckt wird.

Facesitting: Diese 4 softeren Varianten gibt es

Facesitting: Muss die Frau immer oben sitzen?

Nein, natürlich funktioniert das Facesitting auch bei schwulen Paaren oder heterosexuellen Sexpaaren, bei denen der Mann auf dem Gesicht der Frau sitzt. Gerade im BDSM-Bereich hat sich diese Facesitting-Variante etabliert und wird oft mit einem Blowjob oder Deepthroating verbunden.

Härtere Facesitting-Varianten im BDSM-Style

Diese vier härteren Arten von Facesitting erfordern ein großes Maß an Vertrauen und Erfahrung mit der Sexpraktik. Ein Safeword oder nonverbale Signale sind unabdingbar, damit sich keiner verletzt.

  1. Drowning Facesitting: Diese Form des"Queening" beschreibt das Facesitting unter Wasser. Ihr solltet bereits ein eingespieltes Team sein. Die liegende Person ist unter Wasser, während sich die Frau auf das Gesicht setzt. Vereinbart ein nonverbales Signal als Sicherheit.

  2. Asphyx Facesitting:Wie das Drowning kommt auch diese Variante aus dem BDSM und gehört zur Spielart der Atemkontrolle bzw. der Atemreduktion weshalb auch hier als Sicherheitsvorkehrung ein nonverbales Signal Voraussetzung ist.

  3. Exkrementophilie Facesitting: Die Exkrementophilie zählt zum Bereich des Fetisch. Dabei empfindet jemand sexuelle Lust durch körperliche Ausscheidungen, wie z.B. Urin, Speichel oder Menstruationsblut (ähnlich wie beim Rainbow Kiss). Auf das Facesitting bezogen, erleichtert sich die oben sitzende Person ins Gesicht oder in den Mund der unten liegenden Person. 

  4. Bound Facesitting: Die Hände der liegenden Person werden ans Bett gefesselt, sodass die dominante Person noch mehr Kontrolle über das Facesitting bekommt. Auch hier ist ein "Safeword" notwendig, das die gefesselte Person im Zweifelsfall nennt.

Das Safeword für mehr Sicherheit

Wenn du BDSM oder ähnlichen härteren Sex ausprobieren möchtest, solltest du dich mit deinem Sex-Partner oder der Partnerin ein Safeword einigen. So kannst du dich besser fallen lassen, weil es Vertrauen und Sicherheit schenkt. Denn wenn Handschellen, Peitschen und andere Sex-Toys im Spiel sind, besteht das Risiko, dass irgendwann der Punkt erreicht ist, an dem ihr genug habt oder die dominanten Partner*innen ihre Kraft unterschätzten und es zu einer schmerzhaften Erfahrung kommt. Auch außerhalb der BDSM-Welt ist ein Safeword sinnvoll.

Achtung: Wörter, wie "Aua", "Fuck", "Oh oh" oder ähnliche Ausrufe sind nicht eindeutig genug, da sie beim BDSM ohnehin fallen können.

Einigt euch auf ein klares, kurzes Safeword, wie z.B.:

  1. Ampel

  2. Auszeit

  3. Rot

  4. Ananas

  5. Apfel

  6. Banane

  7. Gnade

  8. Einhorn

  9. Mayday

Tipps und Toys fürs Facesitting

Damit das "Queening" für euch beide genussvoll ist, solltet ihr die folgenden Tipps beherzigen:

  • Absprachen treffen: Überlege, welche Facesitting-Variante zu testen möchtest und spreche dich mit deinem Gegenüber ab.

  • Legt ein "Safeword" fest: Das gilt für alle Facesitting-Varianten, vor allem aber für die spezielleren BDSM-Varianten, wie das Facesitting unter Wasser oder die "Atemkontrolle". Was genau ein Safeword ist, kannst du im Infokasten weiter unten nachlesen.

  • Wechsel nur von Vulva zu Anus: Experimentiere, indem du als dominante Person mit deinem Becken ein Stück rückst, sodass dein Anus im Fokus steht. Bitte nicht umgekehrt, da dies ein Infektionsrisiko mit sich bringt, denn Bakterien vom After können so in die Vagina gelangen.

  • Stimulation durch die Finger: Die liegende Person hat die Hände frei und kann die oben sitzende Person nicht nur mit der Zunge verwöhnen, sondern sie zusätzlich fingern. Auch der Einsatz eines Sex-Toys ist hier (auf beiden Seiten) denkbar und erhöht die Orgasmus-Garantie.

Artikelbild und Soical Media: g-stockstudio/iStock

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