Denim-Tipp

Jeans weiten: Mit diesen 7 Tipps passen zu enge Jeans wieder

Der Hosenbund zwickt und zwackt? Dann ist deine Jeans wohl ein bisschen zu eng. Wir haben Tipps und Tricks für dich, mit denen du deine Jeans oder den Hosenbund ganz schnell etwas weiten kannst.

Jeans weiten: Streetstyle mit einer Frau in einer Jeans
Mit einfachen Tricks lässt sich eine Jeans weiten. Foto: ddp/CAMERA PRESS/Marcy Swingle
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Nach dem Jeans-Kauf zwickt deine Hose am Bund oder du hast deine Jeans von letztem Jahr aus dem Schrank gekramt und diese passt dir nicht mehr? Kein Problem! Wir geben dir hilfreiche Tipps an die Hand, um deine Lieblingsjeans zu retten.

Plötzlich zu enge Jeans: Das sind die häufigsten Ursachen

Du kennst das doch sicher auch: Das Gewicht schwankt immer wieder. Mal ein bisschen mehr Sport gemacht und die Waage zeigt gleich weniger an. Oder ein bisschen weniger Sport, aber dafür mehr Schokolade und die Anzeige der Waage klettert nach oben. Und wer leidet am meisten unter diesen Gewichtsschwankungen? Deine Lieblingsjeans. Denn die muss alles mitmachen.

Wenn das Gewicht gerade mal wieder nach oben geklettert ist - meistens nach dem Urlaub, Weihnachten oder Ostern - spannt die Lieblingsjeans ganz schön. Aber deswegen gleich eine Größe größer kaufen? Das muss nicht sein, wenn du deine Jeans ganz einfach etwas weitest.

Auch eine neue Jeans mit oder ohne Stretch kann am Anfang ganz schön eng sitzen. Während eine Jeans mit Stretch sich nach mehrmaligem Tragen an deinen Körper anpasst, gibt eine Jeans-Hose ohne Stretch nicht so schnell nach. Im Folgenden findest du hilfreiche Tricks, um deine Jeans zu weiten.

Mit diesen Tricks kannst du deine Jeans weiten

Trick 1: Die richtige Wäsche

Jede neue Jeans sollte vor dem Tragen erst einmal gewaschen werden. Beim Waschen von Jeans-Hosen solltest du aber einige Tipps befolgen, damit die Hose nicht einläuft und noch enger wird. Jeans sollte grundsätzlich bei 30° mit einem Feinwaschmittel für Jeans auf Links und im Schonwaschgang gewaschen werden. Auf keinen Fall gehört die Hose in den Trockner, da sie sich dort extrem zusammenziehen würde. 

Siehe auch hier unseren Artikel zum Thema: Was darf nicht in den Trockner?

Trick 2: Jeans mit Bunddehner weiten

Es gibt verschiedene Tools, die deine Hose stretchen können. So kannst du mit einem Bunddehner aus Holz oder einem Bunddehner aus Kunststoff, deine Hose ganz einfach im nassen Zustand weiten. Dazu spannst du den Bunddehner in deinen feuchten Hosenbund ein und lässt die Hose trocknen. Durch dieses Verfahren kannst du deine Jeans um bis zu 2,5 cm dehnen.

Trick 3: Bunddehner selber machen

Du kannst einen Bunddehner auch ganz einfach mit Hilfe eines Kleiderbügels nachahmen. Einfach den Jeansbund mithilfe einer Sprühflasche und etwas Wasser anfeuchten und anschließend auf einen Spannbügel klemmen. Dieser sollte aus Metall sein, um deine Hose zu dehnen. Alternativ kannst du die Jeans auch direkt nach dem Waschen auf den Hosenspannbügel geben - dann passt sie sofort, wenn du sie tragen möchtest.

Trick 4: Jeansbund weiten mit einer Hosenbunderweiterung

Wenn deine Jeans speziell am Bund zu eng geworden ist, kannst du diese mit einer speziellen Hosenbunderweiterung versehen. Dabei handelt es sich um einen Knopf, welcher den Jeansbund um einige Zentimeter erweitern kann. Auf den ersten Blick ist diese clevere Lösung kaum von einem normalen Jeansknopf zu unterscheiden und deine Hose passt im Handumdrehen wieder.

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Trick 5: Jeans in der Badewanne weiten

Schon oft gehört, aber wirklich effektiv. Leg dich mit deiner zu engen Jeans in die Badewanne. Mit lauwarmem Wasser funktioniert das Dehnen übrigens am besten. Dann steigst du aus der Wanne (am besten auf ein Handtuch, weil die Jeans tropft) und gehst ein paar Mal in die Hocke und dehnst so die Jeans noch ein bisschen mehr.

Dann lässt du die nasse Jeans trocknen. Wichtig: Nicht auf der Heizung, denn sonst zieht sie sich wieder zusammen. Wenn die Hose trocken ist, bügelst du sie noch. Jetzt sollte sich deine Jeans ein bisschen weiter anfühlen.

Trick 6: Wenn es schnell gehen muss

Feuchtes Gewebe dehnt sich besser. Falls es also schnell gehen muss, nimmst du eine Sprühflasche und befüllst diese mit Leitungswasser. Anschließend sprühst du den Bund deiner zu engen Jeans nebelfeucht ein. Danach hockst du dich mit deiner Hose im feuchten Zustand hin. So weitet sich der Hosenbund. Wenn du die Hose nicht allzu nass gemacht hast, trocknet sie am Körper ganz schnell wieder.

Auch interessant: Diese Bedeutung haben die Waschsymbole in deiner Kleidung

Trick 7: Besonders enge Stellen bügeln

Ob am Oberschenkel, an der Wade, dem Beinabschluss, Bund oder Gesäß - eine Jeans sitzt in den seltensten Fällen an jeder Körperstelle gleich. Passt das Hosenbein wie angegossen, ist der Bund zu eng. Passt die Jeans um den Bauch herum, liegt sie vielleicht an den Beinen zu eng an. Mit einem Bügeleisen kannst du enge Stellen aus dem Jean-Stoff herausbügeln.

Anleitung: So kannst du deine Jeans weiter nähen

Wenn die zuvor vorgestellten Tipps deine Jeans nicht ausreichend weiten konnten, kannst du deine Hose auch einfach weiter nähen.

Dafür benötigst du folgende Utensilien:

  • Nähmaschine (oder Nadel und stabiles Garn)

  • Stoffschere

  • Stecknadeln oder Klammern

  • Maßband

  • Passender Jeansstoff, Stretchstoff oder Einsatzstück (Keil aus Stoff oder Gummiband)

  • Nahttrenner

  • Bügeleisen

Schritt-für-Schritt-Anleitung:

1. Anprobieren & messen

Zieh deine Jeans an und markiere mit Stecknadeln, wo diese zu eng sitzt. Mithilfe eines Maßbandes misst du, wie viel Zentimeter du insgesamt mehr benötigst.

2. Naht öffnen

  • Öffne die hintere Mittelnaht (hinten über dem Po, meist unter der Gürtelschlaufe) mit einem Nahttrenner – etwa 10 bis 15 cm lang.

  • Alternativ kannst du auch die Seitennähte öffnen, wenn du deine Hose seitlich erweitern möchtest.

3. Einsatz vorbereiten

  • Schneide ein Einsatzstück aus passendem Stoff zu – meist ein dreieckiger Keil oder rechteckiges Stück. Die Breite entspricht der zusätzlichen Weite, die du benötigst.

Beispiel: Du brauchst 4 cm mehr Weite. Demnach sollte der Einsatz an der oberen Kante ungefähr 4 cm breit sein.

4. Einsatz einnähen

  • Stecke den Stoffeinsatz an die geöffnete Naht.

  • Nähe ihn mit gerader Naht und Jeansgarn ein.

  • Sichere die Nahtenden gut.

5. Bügeln & anprobieren

  • Bügle die Nähte flach.

  • Probiere die Jeans erneut an und überprüfe die Passform.

  • Falls nötig, kannst du etwas nachjustieren.

6. Fertigstellen

  • Schneide überschüssigen Stoff ab.

  • Versäubere die Nahtzugaben beispielsweise mit einem Zickzackstich.

  • Nähe die Gürtelschlaufe wieder an.

Wenn du dir noch unsicher bist, wie du deine Jeans weiten kannst, findest du beispielsweise auch auf YouTube passende Anleitungen mit detaillierten Schritten.