Attest ohne Arztbesuch

Krankschreibung ist jetzt per WhatsApp möglich - so geht's

Wirklich wahr: Ab sofort kannst du eine Krankschreibung ganz einfach per WhatsApp bekommen, ohne zum Arzt zu müssen. Diesen Service bietet ein Hamburger Start-up an. Bei uns erfährst du, wie es geht.

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Wer kennt es nicht? Bei einer hartnäckigen Erkältung muss man meist das Bett mehrere Tage hüten und braucht eine Krankmeldung. Doch bei dem Gedanken an die überfüllte Arztpraxis mit den unterschiedlichsten Krankheiterregern kommt ein mulmiges Gefühl hoch. Schließlich möchte man sich diesem Bakterien- und Virenherd nicht noch zusätzlich ausliefern. Auf dieses Problem hat das Hamburger Startup-Unternehmen AU-Schein.de reagiert und macht eine Krankschreibung per WhatsApp möglich. Wir erklären dir, wie du das Attest per Handy bekommst.

Kann jeder das Attest ohne Arztbesuch einfordern?

Die Krankschreibung ohne eine Arztpraxis betreten zu müssen, kann jeder einfordern. Der Service richtet sich sowohl an gesetzlich Versicherte als auch an Privatpatienten. Das Attest via Smartphone ist laut RTL Online möglich, da das Fernbehandlungsverbot aufgehoben wurde und in Einzelfällen Telemedizin gesetzlich erlaubt ist. Die Krankschreibung per WhatsApp ist allerdings nur zweimal im Jahr möglich, damit der sService nicht zum ständigen Schwänzen benutzt wird. Wenn der Arzt, der die Krankmeldung per WhatsApp ausstellt, eine schwerwiegende Krankheit vermutet, stellt er zudem kein Attest aus. In diesem Falle müssen Patienten doch in die Arztpraxis.

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Ist die Krankschreibung per Handy kostenlos?

Normalerweise ist ein Attest vom Arzt für Krankenversicherte kostenlos. Der Service via Messenger ist leider nicht umsonst. Pro Krankschreibung musst du neun Euro zahlen.

Krankschreibung per WhatsApp - so geht's

  1. Um ein ärztliches Attest zu bekommen, musst du auf der Homepage zunächst einige Fragen zu deinen Symptomen beantworten.
  2. Anschließend musst du deine Kontaktdaten eingeben und eine Bezahlvariante auswählen.
  3. Abschließend machst du ein Foto deiner Versichertenkarte, das dann einem Arzt per WhatsApp weitergeleitet wird, der mit dem Unternehmen tätig kooperiert.
  4. Der Mediziner kontrolliert die gesamten Angaben und stellt dann eine Diagnose.

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Ärzte warnen vor WhatsApp-Attest

Bei vielen Ärzten stößt das Konzept auf Kritik. Die Ferndiagnose sei gefährlich, da die Patienten nicht mehr ausführlich untersucht werden. Zudem sei der Datenschutz nicht gewährleistet. Laut der Hannoverschen Allgemeinen untersucht die Rechtsabteilung der Ärztekammer jetzt sogar den Attest-Service ohne Arztbesuch.

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