Zwangsversteigerung

Melanie Müller: Schnäppchen-Fail! Darum wird ihr Haus zum Ladenhüter

Keine Gebote für das Leipziger Wohnhaus der Mallorca Sängerin und einstigen Dschungelkönigin Melanie Müller...

Mallora Sängerin Melanie Müller telefoniert in einem Gerichtssaal im Amtsgericht Leipzig.
Die erste Versteigerung von Melanie Müllers Wohnhaus erwies sich als Flop. Foto: IMAGO / Christian Grube
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Das Wohnhaus der ehemaligen Dschungelkönigin, Melanie Müller, stand unter dem Hammer. Doch bei der ersten Zwangsversteigerung blieb es überraschend still. Kein einziges Gebot ging ein.

Das Amtsgericht Leipzig zog daraufhin die Reißleine: Das Verfahren wird vorerst eingestellt. Allerdings nur auf Zeit. Innerhalb der kommenden sechs Monate können die Gläubiger eine Fortsetzung beantragen.

Melanie Müller erhoffte sich einen höheren Erlös

Bei der Immobilie handelt es sich um Müllers Wohnhaus im Leipziger Stadtteil Wahren; ein ehemaliges Bahnhofsgebäude mit rund 600 Quadratmetern Mietfläche auf einem 1.572 Quadratmeter großen Grundstück. Der geschätzte Wert laut Gutachten: etwa 800.000 Euro.

Kurz vor dem Versteigerungstermin hatte Müller noch einen „Antrag auf freihändigen Verkauf gestellt, weil sie sich einen höheren Erlös erhoffte“ so berichtet der „Focus“. Doch dafür braucht es die Zustimmung der Gläubiger. Beim Gerichtstermin selbst erschien die Reality-TV-Darstellerin nicht.

Kaum noch Auftritte und schwindende Einnahmen

Zudem steckt die Sängerin seit Monaten in einer schwierigen Phase. Mitte Januar wurde sie vom Landgericht Leipzig rechtskräftig verurteilt. Grund für die Verhandlung war das Zeigen des Hitlergrußes auf einem Konzert im September 2022. Die Strafe: 70 Tagessätze à 50 Euro, insgesamt 3.500 Euro, wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen sowie „wegen Drogenbesitzes in zweiter Instanz“. In der Berufungsverhandlung erklärte ihre Verteidigung, bei der umstrittenen Geste habe es sich lediglich um eine harmlose Publikumsanfeuerung gehandelt. Das Landgericht folgte dieser Argumentation jedoch nicht – ein Freispruch blieb aus, die Strafe hat weiterhin Bestand.

Finanziell soll die Lage angespannt sein. Im Prozess erklärte Müller, sie habe kaum noch Auftritte und verdiene halbtags angestellt rund 1.500 Euro netto im Monat. Unterstützung erhalte sie von ihrem Partner und ihren Eltern. Zudem sollen Steuerschulden im niedrigen sechsstelligen Bereich bestehen.

Quellen