Neverland

Michael Jackson: Giraffe, Lama, Affe & Co – Die ganze Wahrheit über den Privat-Zoo

Exotische Tiere, ein Riesenrad und ein eigener Zug: So verrückt war das Leben auf Michael Jacksons Neverland Ranch wirklich.

Eine Luftaufnahme der Neverland-Ranch aus dem Jahr 2004
Auf seiner Neverland Ranch hatte Michael Jackson einen eigenen Zoo. Foto: IMAGO / Avalon.red
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Kaum ein Promi-Anwesen ist so legendär wie die Neverland Ranch von Michael Jackson. Über fast zwei Jahrzehnte hinweg lebte der „King of Pop“ auf dem riesigen Gelände in Kalifornien – und erschuf sich dort seine ganz eigene Fantasiewelt. Besonders viel Aufmerksamkeit bekam dabei sein privater Zoo. Doch was steckte wirklich dahinter?

Ein Zoo mitten im Märchenland

Die Neverland Ranch war kein gewöhnliches Anwesen. Auf rund 2.700 Hektar ließ Michael Jackson ein gigantisches Freizeitparadies errichten – inklusive Riesenrad, Kino, eigener Zugstrecke und eben einem Streichelzoo. Dort lebten zahlreiche Tiere: darunter Lamas, Affen, Giraffen und viele weitere Arten. Darunter auch Michael Jacksons Affe „Bubbles“.

Insgesamt sollen zeitweise rund 50 verschiedene Tierarten auf dem Gelände gehalten worden sein. Für Jackson war das kein Luxus-Gag, sondern Teil seiner Vision: ein Ort, an dem er und seine Gäste eine unbeschwerte Kindheit erleben konnten.

Michael Jackson wollte seine Kindheit nachholen

Die Ranch war bewusst wie das Fantasieland aus „Peter Pan“ gestaltet. Laut seiner Schwester La Toya Jackson wollte er sich damit eine Kindheit zurückholen, die ihm als Star verwehrt geblieben war.

Kinder – darunter auch seine eigenen, Prince, Paris und Bigi Jackson – konnten dort Achterbahn fahren, Tiere bestaunen oder Filme schauen. Allerdings nicht einfach jederzeit: Gute Noten und gutes Verhalten waren Voraussetzung.

Polizeirazzia auf der Neverland Ranch und dunkle Kapitel

So märchenhaft die Ranch wirkte, so umstritten war sie auch. 2003 wurde das Anwesen von der Polizei durchsucht. Hintergrund waren schwere Vorwürfe gegen Michael Jackson. 2005 wurde er zwar von allen Anklagepunkten freigesprochen, doch der Schaden war enorm.

Jackson selbst soll danach gesagt haben, er wolle nie wieder dorthin zurückkehren. Und tatsächlich: Er verließ Neverland und kehrte nie zurück. Jetzt spielt das Grundstück erneut eine Rolle, im Biopic „Michael“, das vom Leben des „King of Pop“ berichtet.

Verfall und Verkauf

Nach seinem Weggang verlor die Ranch schnell an Glanz. Der Zoo wurde aufgelöst, Fahrgeschäfte abgebaut, das Gelände weitgehend zurückgebaut.

Nach mehreren Preisstürzen wurde das Anwesen schließlich 2020 für rund 22 Millionen Dollar verkauft – ein Bruchteil des ursprünglichen Wertes. Käufer war Michael Jacksons Finanzberater Ron Burkle. Heute trägt das Anwesen wieder seinen alten Namen: Sycamore Valley Ranch.

Mythos Neverland bleibt

Auch wenn Tiere, Riesenrad und Co. längst verschwunden sind, bleibt Neverland eines der bekanntesten Promi-Anwesen der Welt. Der private Zoo mit Lamas, Affen, Giraffen und anderen Tieren war dabei mehr als nur ein exzentrisches Detail – er war Ausdruck eines Lebens zwischen Ruhm, Flucht vor der Realität und dem Versuch, verlorene Kindheit nachzuholen.

Quellen