Einzelhandel

Playmobil-Pleite: So düster sieht die Zukunft des Spielzeugherstellers wirklich aus

Um das beliebte Spielzeugunternehmen Playmobil steht es aktuell nicht gut. Schon bald soll das letzte Werk in Deutschland schließen.

Das Logo von Playmobil an einer Produktionsstätte in Herrieden, Bayern.
Playmobil ist eine bekannte deutsche Spielzeugmarke, die zur geobra Brandstätter Stiftung & Co. KG gehört. Das Unternehmen ist international tätig und bekannt für seine Figuren. Foto: IMAGO / Ardan Fuessmann
Auf Pinterest merken

Anlässlich der bevorstehenden Schließung des letzten deutschen Playmobil-Werks hat der Bayerische Rundfunk (BR) eine kurze Dokumentation realisiert. In dem TV-Beitrag äußern sich sowohl Beschäftigte und Menschen aus der Region als auch ein bekannter Sammler. In einem Punkt herrscht dabei weitgehend Einigkeit: Der Blick in die Zukunft fällt eher pessimistisch aus.

Keine guten Zukunftsprognosen für Playmobil

Mit Sorge blickt in dem TV-Beitrag unter anderem der langjährige Playmobil-Sammler Hans-Jörg Lochbühler auf die Entwicklung. Seit 25 Jahren sammelt er die Figuren und besitzt inzwischen weit über 10.000 der kleinen Kunststoffmännchen. Die aktuelle Lage in der Sammlerszene beschreibt er so:

„Da gibt es sehr, sehr viele Meinungen, die reichen bis hin zu ja, ich möchte fast sagen: Panik. 'In drei Jahren gibt es kein Playmobil mehr'.“

Zwar hat weder die Playmobil Muttergesellschaft, die Horst Brandstätter Group, noch ihre Tochtergesellschaften einen Insolvenzantrag gestellt, doch der Spielwarenhersteller aus Zirndorf bei Nürnberg hat innerhalb von drei Jahren rund ein Drittel seines Umsatzes eingebüßt; schreibt seit dem Geschäftsjahr 2022/23 Verluste. Im Februar 2026 folgte zudem die Ankündigung, das letzte Produktionswerk in Deutschland bis Ende Juni 2026 zu schließen.

Seit den frühen 1970er-Jahren liefen dort Playmobil-Figuren vom Band – mit der Werksschließung endet die Produktion in Deutschland nach mehr als fünf Jahrzehnten endgültig. Für rund 350 Beschäftigte bedeutet das den Verlust ihres Arbeitsplatzes. Künftig soll die Fertigung vor allem nach Malta verlagert werden, wo die Unternehmensgruppe bereits seit vielen Jahren produziert.