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Warnsignal Schwindel: Nicht immer sind die Ursachen harmlos

Schwindel - wohl jeder leidet mal darunter, aber nicht immer sind die Ursachen harmlos. Wir verraten, was Körper und Seele uns mit Schwindel wirklich sagen wollen...

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Plötzlich dreht sich alles, der Boden beginnt zu schwanken, ein unergründlicher Sog scheint uns nach unten zu ziehen. Oder uns wird schwarz vor Augen, manchmal sehen wir auch Sternchen. Mehr als jeder zehnte Patient in Deutschland klagt beim Hausarzt über Schwindel und Gleichgewichtsstörungen. So unterschiedlich wie die Symptome sind auch die Ursachen, die körperlich wie seelisch sein können. Denn Schwindel an sich ist keine Krankheit, sondern ein Zeichen, dass etwas nicht stimmt.

Niedriger Blutdruck kann eine Ursache für Schwindel sein

Schwindel - wohl jeder leidet mal darunter, aber nicht immer sind die Ursachen harmlos.
Foto: Maridav / iStock

Der Schwindel erwischt Sie, wenn Sie vom Sofa aufstehen oder morgens das Bett verlassen? Dann steckt in vielen Fällen ein niedriger Blutdruck (Hypotonie) dahinter. Dabei fällt dieser auf einen Wert von unter 100/60 mmHg. Um ein Risiko für langfristige körperliche Folgen handelt es sich aber meist nicht. Denn anders als bei einem erhöhten Blutdruck ist in diesem Fall nicht mit Gefäß- oder Organschäden zu rechnen. Hilfe im Akutfall: Schnell mindestens 0,5 Liter Wasser trinken, auch salzhaltiges Gebäck ist hilfreich. Zudem sollten Sie sich hin- und die Füße hochlegen (z. B. auf einem Kissen).

Flüssigkeitsmangel führt schnell zu Schwindel

Unser Körper besteht zu 70 Prozent aus Wasser. Kein Wunder also, dass unser Organismus aus dem Gleichgewicht gerät, wenn er zu wenig Flüssigkeit hat. Mindestens zwei bis drei Liter Wasser sollten es täglich sein – bei starker Hitze sogar mehr. Das sorgt dafür, dass unser Blut nicht verdickt und unsere Organe ausreichend versorgt werden. Das Karussell im Kopf hat dann keine Chance.

Symptom Schwindel: Sind Entzündungen im Mund schuld?

In unserer Mundhöhle leben Milliarden von Bakterien, die für eine intakte Mundflora sorgen und gefährliche Keime abwehren. Gerät die Mundflora aus der Balance, entwickeln sich Zahnfleischentzündungen, und die Bakterien gelangen über die Blutgefäße in den Körper. Mögliche Folgen, die sich oft durch Schwindel ankündigen: Herzmuskelentzündung, Infarkt oder auch ein Schlaganfall. Vorsicht bei wurzelbehandelten Zähnen: Auch da siedeln sich oft unbemerkt Bakterienherde an.

Nacken- und Schulterverspannungen verursachen Schwindelgefühle

Starke und falsche Belastungen strapazieren unsere Muskeln und Sehnen. Verspannungen sind die Folge. Sie können auch zu Schwindel führen, weil Nerven oder Blutbahnen eingeklemmt sind. Manchmal steckt sogar ein Bandscheibenvorfall dahinter.

Schwindel: Vitamin-B12-Mangel kann die Ursache sein

Dieses Vitamin ist maßgeblich an der Bildung roter Blutkörperchen beteiligt. Diese transportieren den Sauerstoff durch den Körper und halten damit das Herz auf Trab. Zudem baut Vitamin B12 das Zellgift Homocystein ab, das unserem Herz-Kreislauf-System und den Blutgefäßen schadet. Mit Rindfleisch, Fisch, Milchprodukten und Eiern sowie Präparaten aus der Apotheke können wir frühzeitig gegensteuern.

Sorgen und Stress als Auslöser

Kummer und Sorgen belasten auf Dauer unseren Körper. Viele Experten sehen immer häufiger psychische Probleme als Ursache für Schwindel – nicht selten gepaart mit organischen Erkrankungen. Spezialisierte Schwindelambulanzen, die es an vielen großen Kliniken gibt, können den Betroffenen helfen.

Artikelbild & Social Media: Maridav / iStock

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