USA

Wasservergiftung: Baby trinkt Badewasser - Mutter warnt vor Gefahr

In den USA musste ein Baby aufgrund einer Wasservergiftung in die Notaufnahme, da es zu viel Badewasser getrunken hatte. Die Mutter des Mädchens warnt jetzt andere Eltern.

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Eine Mutter aus dem US-Staat Oregon musste mit ihrem elf Monate alten Säugling in die Notaufnahme eines Krankenhauses. Das Baby hatte zu viel Badewasser getrunken und eine Wasservergiftung erlitten.

Katie Gorter aus den USA berichtete kürzlich in einem Facebook-Post, ihre Tochter habe das Badewasser, in dem sie saß, getrunken. "Ich machte mir nicht viele Gedanken darüber", so die Amerikanerin. Doch dann sei das Mädchen plötzlich "lethargisch" geworden, hätte sich "übergeben" müssen und habe "Schwierigkeiten beim Atmen" gehabt. Die Mutter fuhr mit ihrem Kind zum nächsten Krankenhaus. Dort stellten die Ärzte fest, dass der Säugling eine Wasservergiftung erlitten hatte.

Wasservergiftung: Baby trinkt Badewasser - Mutter warnt vor Gefahr
Babys können an einer Hyperhydratation erkranken, wenn sie zu viel Wasser trinken. Foto: iStock/Symbolbild

Darum dürfen Babys nicht zu viel Wasser trinken

Tatsächlich ist eine zu große Wassermenge gefährlich für Babys, weil die Nieren noch nicht richtig ausgebildet sind. Vor allem im ersten halben Lebensjahr kann zu viel Wasser zu einer Vergiftung (auch Hyperhydratation oder Überhydrierung genannt) und im schlimmsten Fall zum Tod führen. Deshalb rät die Weltgesundheitsorganisation (WHO) dazu, Kindern bis zum 6. Lebensmonat nur Muttermilch (die aus bis zu 90 Prozent Wasser besteht) oder Milchpulver zu geben. „Eine extra Zugabe von Wasser kann den empfindlichen Natriumhaushalt des kleinen Körpers stören und zu einer so genannten Wasservergiftung bzw. Wasserintoxikation führen und dadurch sogar zu Krampfanfällen“, zitiert das Portal ,hallo-eltern' den Kinder- und Jugendarzt Ulrich Fegeler, ehemaliger Bundespressesprecher des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ). Erst ab dem sechsten bis zwölften Monat gelten etwa 60 Milliliter Wasser am Tag als unbedenklich.

Vor vier Jahren kam im US-Bundesstaat Georgia zu einem traurigen Todesfall, als eine 25-Jährige ihrem Neugeborenen Muttermilch mit gestrecktem Wasser zu trinken gab. Die junge Frau hatte kein Geld für Milchpulver und produzierte selbst zu wenig Milch, um das Kind zu stillen. Das Baby starb schließlich an einer Wasservergiftung.

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