Powerfrau mit Heilkräften

Benita Cantieni: Das aufregende Leben der Erfinderin der Cantienica Körpertherapie!

Schon von der Cantienica®-Methode gehört? Benita Cantieni, die Erfinderin dieser auf Beckenboden, Rücken und Wirbelsäule fokussierten Körpertherapie, hat ihre eigene Skoliose besiegt und lebt nun schmerzfrei. Der Weg dahin war mehr als ungewöhnlich. 

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Mit sechs Jahren bekam Benita Cantieni eine niederschmetternde Diagnose: Skoliose, also eine krankhafte Verkrümmung der Wirbelsäule. Mit 18 Jahren war sie davon überzeugt, aufgrund ihrer Erkrankung niemals ein gesundes, aktives und vor allem schmerzfreies Leben führen zu können. Mit 27 Jahren rieten ihr ihre Ärzte dazu, sich das rechte Hüftgelenk durch ein künstliches ersetzen zu lassen. 

Heute, im Alter von 71 Jahren, ist die gebürtige Schweizerin komplett schmerzfrei und lebt in einem „geraden Körper“, wie sie selbst sagt. Mit der von ihr entwickelten Cantienica®-Methode möchte sie anderen Menschen das Gleiche ermöglichen – ein Leben ohne Rückenschmerzen, Fehlstellungen oder andere körperliche Beschwerden.

Benita Cantieni
Foto: cantienica.com

Benita Cantieni: Von der Journalistin zur Körperforscherin

Benita Cantieni wurde 1950 im St. Galler Rheintal in der Schweiz geboren und hatte trotz ihrer Skoliose zunächst herzlich wenig mit Körperwissenschaften zu tun. Sie machte mit 16 eine Lehre als Verkäuferin im Schreibwarengeschäft ihrer Mutter, jobbte danach als Sekretärin und arbeitete als Ver- und Einkäuferin in verschiedenen Modehäusern. 1972 entschied sie sich dazu, Journalistin zu werden. Ein Weg, der sie weit brachte. Nach dem Studium an der Journalistenschule eroberte sie die Branche im Sturm: In der Schweiz war sie unter anderem Chefreporterin beim „Blick“ und Chefredakteurin der Frauenzeitschrift „Annabelle“, in Deutschland leitete sie die Redaktionen von „Vogue“ und „Shape“. 

Während ihrer Zeit beim Fitnessmagazin „Shape“ von 1998 bis 2003 vertiefte Benita Cantieni zweifelsfrei ihr Wissen rund um das Thema Gesundheit. Doch schon Jahre zuvor hatte sie angefangen, sich intensiv mit den Bewegungsabläufen des menschlichen Körpers zu beschäftigen.

Skoliose: Schicksal oder Herausforderung?

„Ich war mir sicher, dass ich mit der Skoliose und all ihren Folgeschäden würde leben müssen: Rückenschmerzen, Hüftgelenksarthrose, Kiefergelenksarthrose, Zähneknirschen, Spannungskopfschmerzen, Halluxvalgus-Bildung an den Füßen“, schreibt Benita Cantieni in ihrem Buch „Catpower – Das ultimative Körperbuch“, das 2009 im Südwest Verlag München erschien.

„Ich war mir sicher, dass ich mit der Skoliose und all ihren Folgeschäden würde leben müssen: Rückenschmerzen, Hüftgelenksarthrose, Kiefergelenksarthrose, Zähneknirschen,Spannungskopfschmerzen, Halluxvalgus-Bildung an den Füßen“, schreibt Benita Cantieni in ihrem Buch„Catpower – Das ultimative Körperbuch“, das 2009 im Südwest Verlag München erschien.

1993 stellte einer ihrer Ärzte ihr eine ganz unverblümte Frage: „Was, wenn du die Skoliose nicht hast, sondern machst?“ Diese Frage wandelte sich in eine Erkenntnis um, wie sich die Journalistin auf der Cantienica®-Homepage erinnert: „Mein schiefer Körper ist kein unabänderliches Schicksal, ich kann ihn gerade machen!“ So begann Benita Cantieni, sich intensiv mit dem menschlichen Körper und seinen Wirkweisen zu beschäftigen. 

Linderung ja, aber nicht langfristig

Bevor sie ihre eigene Form der Körpertherapie entwickelte, probierte Benita Cantieni neben der klassischen Physiotherapie vieles aus: Krafttraining, Feldenkrais, Rolfing, Akupunktur, Meditation, Homöopathie und sogar Sprach- und Schauspielunterricht. Manches half jedoch nie langfristig. 

„Mein Körper war mein Gefängnis“, schreibt Benita in „Catpower“. „Ich wachte mit Schmerzen auf, ich schlief mit Schmerzen ein. Der Schlaf dazwischen war die schmerzfreie Insel.“

Benita Cantieni
Foto: IMAGO / teutopress

Dorn-Methode: So funktioniert die Therapie gegen Schmerzen in der Wirbelsäule

Cantienica®: Wissen aus knapp 30 Jahren Forschung

1992 entdeckte die Journalistin die Bewegungslehre Callanetics für sich, ließ sich zur Trainerin ausbilden und entwickelte das Konzept schließlich unter dem Markennamen New Callanetics weiter. 1997 wurde New Callanetics dann zu Cantienica®. Noch im selben Jahr erschien das erste Buch zur Körpertherapie: „Tiger Feeling – Das sinnliche Beckenboden-Training“. Die Autorin bezeichnet ihr Werk als „erstes populäres Buch über Beckenboden-Training“. Im Unterschied zu den Lehren im Yoga oder auch Pilates setzt Cantienica® nicht an den Muskeln an, sondern am Knochengerüst – insbesondere dem Beckenboden, dem Rücken und der Wirbelsäule.  

Seit dieser Zeit entwickelt Benita Cantieni ihre Methode unablässig weiter, bildet aus und schreibt Fachliteratur – mit dem kritischen Blick einer Journalistin und dem reichhaltigen Wissen einer Körperforscherin. 

Artikelbild und Social Media: IMAGO / teutopress

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