Fragen nach der Netflix-Doku

Billy McFarland: Ist der Fyre-Festival-Gründer noch im Gefängnis? Das droht ihm nach der Haftstrafe!

Das Fyre Festival 2017 war ein totales Desaster. Doch was passierte eigentlich mit Veranstalter Billy McFarland nach dem Skandal? Welche Strafe erwartet den Mann, der Tausende Menschen mit einem gefakten Festival um ihr Geld betrogen hat?

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Das Fyre Festival sollte DIE Party schlechthin werden und entwickelte sich zu einem absoluten Desaster. Aktuell berichten gleich zwei Dokumentationen zeitgleich über die Geschehnisse rund um das Fyre Festival, eine auf Netflix („Fyre“) und eine bei dem US-Streamingdienst Hulu („Fyre Fraud“). Beide Filme berichten, wie die Luxus-Party des Jahres in einer kompletten Katastrophe endete. Statt der versprochenen VIP-Unterkunft und einem 1A-Festival auf den Bahamas gab es zu wenig Toiletten und Betten, durchgeweichte Zelte und Toastbrot mit Käse für die angereisten Gäste, die zuvor für ein Ticket zwischen 1.000 und 100.000 US-Dollar (etwa 1.050 bis 88.500 Euro) bezahlt hatten.

Fyre Festival: Von der Party in den Knast

Der Hauptveranstalter des Fyre Festivals, Billy McFarland (27), musste sich anschließend vor Gericht verantworten. Im Oktober 2018 wurde er von einem Bundesrichter in Manhattan zu sechs Jahren Haft verurteilt, weil er seine Investoren genauso wie seine Kunden betrogen hatte und anschließend sogar noch gefälschte Tickets für exklusive Veranstaltungen, wie der Met Gala oder den Grammys verkauft hatte.

Billy McFarlands Botschaft aus dem Gefängnis

Im November 2018, nur einen Monat nach seiner Verurteilung, ließ Billy McFarland ein Statement veröffentlichen, in dem es heißt: „Meine gesamten Taten und das Unrecht, das ich meiner Familie, Freunden, Partnern Kollegen und euch, der Öffentlichkeit angetan habe, tun mir unglaublich leid. Ich habe immer versucht und auch davon geträumt unglaubliche Dinge zu erreichen, indem ich an die Grenzen gehe um etwas für das Gemeinwohl zu tun. Aber ich habe dabei viele falsche und unreife Entscheidungen getroffen und Qualen verursacht. Als Ergebnis lebe ich im Gefängnis jeden Tag mit Schmerz und das werde ich tun, bis ich in der Lage sein werde, einen Teil dieses Schadens durch Arbeit und Handlungen, die die Gesellschaft für respektabel hält, wiedergutzumachen.“

Auch wenn viele Menschen Billy McFarland diese reumütigen Worte nicht abnehmen (da er noch während der Ermittlungen zum Fyre Festival, den Betrug mit den gefälschten Veranstaltungstickets beging), bittet der 27-Jährige weiter um Vergebung: „Ich bin am Boden zerstört, aber akzeptiere es und will diese Gelegenheit nutzen, um meine Reue in die Tat umzusetzen und das Familienmitglied, der Freund, Geschäftspartner und gute Bürger zu werden, der ich schon immer hätte sein sollen.“

Weiter erklärt Billy McFarland in seinem Statement: „Ich möchte mich bei allen bedanken, die mich bei jedem Schritt unterstützt haben. Eure Liebe hält mich aufrecht. Eure Hoffnung motiviert mich. Eurer Vergebung würdig zu sein, wird der Sinn meiner restlichen Tage.“

Das erwartet Fyre-Festival-Veranstalter Billy McFarland nach der Haft

Nachdem Billy McFarland seine sechs Jahre Haft abgesessen hat, wird er weitere drei Jahre unter Aufsicht stehen. Zudem hat er 26 Millionen Dollar Schulden, die irgendwie abgezahlt werden müssen. Bislang gibt es acht Sammelklagen gegen die Organisatoren des Fyre Festivals. Der Streitwert der größten Sammelklage beläuft sich auf 100 Millionen US-Dollar.

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