Chinesischer Empfängniskalender: Wird es ein Junge oder ein Mädchen?
Wird es ein Junge oder ein Mädchen? Der chinesische Empfängniskalender soll es vorhersagen können – mit einer Trefferquote von angeblich 85 Prozent!
Das Baby liegt beim Ultraschall einfach nicht richtig, sodass deine Ärztin das Geschlecht nicht ohne weiteres bestimmen konnte? Kein Problem! Wenn du noch das Datum der Zeugung weißt, schaue doch einfach in den chinesischen Empfängniskalender! Schwachsinn? Wir sagen, einen Versuch ist es wert und Spaß macht es auch noch.
Chinesischer Empfängniskalender: Was ist das?
Der chinesische Empfängniskalender ist eine Kombination aus Sonnen- und Mondkalender. Er wurde im 13. Jahrhundert von Wissenschaftlern im Alten China entwickelt, um die männliche Nachfolgeregelung des Kaiserreichs zu sichern. Der chinesische Empfängniskalender, auch chinesischer Mondkalender oder Bauernkalender genannt, stützt sich auf Naturbeobachtungen und den Stand der Planeten. Mithilfe des Alters der Mutter zum Zeitpunkt der Zeugung und dem Monat der Empfängnis will er aufzeigen, welches Geschlecht das Baby haben wird.
Der chinesische Empfängniskalender: So funktioniert's
Um den chinesischen Empfängniskalender richtig anwenden zu können, musst du dein eigenes sogenanntes Mondalter berechnen, als euer Baby gezeugt wurde. Dafür rechnest du zu deinem Alter zum Zeitpunkt der Empfängnis einfach neun Monate dazu. Zur Erklärung: Das sind die neun Monate, die du selbst im Bauch deiner Mutter warst - diese werden im Mondkalender zum Alter dazugerechnet.
Und es gibt noch eine weitere Besonderheit: Der chinesische Kalender weicht von unserem gregorianischen Kalender ab, das chinesische Neujahr spielt in der Berechnung also auch eine wichtige Rolle. Dieses findet immer zwischen dem 21. Januar und 21. Februar statt, und zwar an dem Tag, an dem Neumond ist. Dein Mondalter hängt also auch davon ab, ob du vor oder nach dem 22. Februar Geburtstag hast. Hast du nach dem 22. Februar Geburtstag, musst du das chinesische Neujahr nicht berücksichtigen, sondern du rechnest einfach neun Monate zu deinem Alter zum Zeitpunkt der Zeugung hinzu. Wenn allerdings dein Geburtstag vor dem 22. Februar liegt, musst du herausfinden, auf welchen Tag in deinem Geburtsjahr das chinesische Neujahr fiel. Wenn das chinesische Neujahr vor deinem Geburtstag lag, musst für dein Mondalter neben den neun Monaten noch weitere 12 Monate dazu addieren.
Wenn du dein Mondalter ermittelt hast, kannst du mithilfe der Tabelle das Geschlecht deines Babys ermitteln. Das Ergebnis richtet sich ganz nach dem Klischee: Rosa steht für Mädchen, blau für Jungen.

Wie zuverlässig ist der chinesische Empfängniskalender?
Auf den ersten Blick klingt das vielleicht alles ein bisschen skurril, dennoch bescheinigen nordamerikanische Studien dem chinesischen Empfängniskalender eine Trefferquote von 85 Prozent! Eine Studie der University of Michigan unter der Leitung von Professor Villamor von 2010 ermittelte eine Trefferquote, die einem Münzwurf gleicht. Zu rund 50 Prozent stimme das Ergebnis des chinesischen Empfängniskalenders. Auf der anderen Seite ergaben andere wissenschaftliche Studien, dass eine Vorherbestimmung des Geschlechts ohne genetisches Eingreifen nicht funktionieren kann.
Andererseits wurde beobachtet, dass äußere Einflüsse das Geschlecht des Kindes eben doch beeinflussen können: So kann eine kalorienarme Ernährung der Mutter vor der Zeugung wohl Mädchen begünstigen. Auch glauben viele, dass man an der Form des Babybauches erkennen könnte, ob ein Junge oder ein Mädchen darin heranwächst, wissenschaftlich belegt ist das allerdings nicht. Außerdem werden - wegen der Anfälligkeit von Spermien auf Grippeviren im Winter - im Frühjahr mehr Jungen gezeugt. Allerdings sprechen wir hier von Abweichungen im einstelligen Prozentbereich.
Doch vielleicht hatten die alten Chinesen ja beim Erstellen des chinesischen Empfängniskalenders einen besseren Blick auf die Natureinflüsse bei der Geschlechterbestimmung. Auf jeden Fall haben sie die Daten des Kalenders in Jahrhunderte langer Arbeit aus astrologischen und statistischen Daten berechnet. Also vielleicht doch kein Schwachsinn?







