Diese Vornamen gehen gar nicht

Die schlimmsten Namen: Was haben sich diese Eltern nur gedacht?

Die Eltern von heute scheinen kreativer denn je zu sein, was die Namen ihrer Kinder angeht. Hier kommen die zehn schlimmsten Namen, die wir gefunden haben.

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Eltern haben bei der Namenswahl ihrer Kinder die Qual der Wahl. Und während es viele wunderschöne Babynamen gibt, die zum Beispiel vom Mond inspiriert sind oder Traditionsnamen in den Herkunftsländern der Eltern sind, gibt es leider auch Eltern, die bei der Kreativität der Namensgebung ihrer Sprösslinge ein bisschen (mehr) über die Stränge schlagen. Was vielleicht im ersten Moment witzig erscheint, kann ein Kind ein Leben lang stigmatisieren. Psychologen warnen sogar vor allzu exotischen Namen.

Psychologen warnen vor zu exotischen Vornamen

Während sich viele Eltern für zeitlose und klassische Vornamen wie Paul, Sofie oder Alexander entscheiden, wählen immer mehr Eltern Namen aus ihren Lieblingsserien oder benennen ihre Sprösslinge nach Popstars oder Schauspielern. "Es gibt einen Trend zur Individualisierung", sagt Frauke Rüdebusch, Expertin der Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS).

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Bei der Namensgebung machen Eltern heute immer häufiger den Fehler, ihren Kindern Namen zu geben, mit dem sie selbst etwas verbinden, wie zum Beispiel eine Lieblingsserie oder einen Konzertbesuch. Dabei sollten Eltern aber eher ein bisschen langfristiger denken. So mag es im ersten Moment eine gute Idee gewesen zu sein, seine Tochter Rihanna oder Britney zu nennen, Jahre später könnte man diese Entscheidung jedoch bereuen.

Bestimmte Vornamen werden mit dem sozialen Stand der Familie assoziiert

Während in Deutschland Eltern bei der Namensgebung lange nicht so frei entscheiden können wie in vielen anderen Ländern, verrät der Vorname hierzulande schon viel über das Elternhaus. Klassische Vornamen wie Maximilian und Alexander werden in unserer Gesellschaft eher mit wohlhabenden Elternhäusern verbunden. Chantal und Jaqueline dagegen eher mit einem niedrigeren sozialen Milieu.

Natürlich sollen alle Eltern selbst entscheiden können, welchen Vornamen sie ihrem Kind geben. Aber es kann sicher nicht schaden, im Hinterkopf zu haben, wie sich der Vorname über die Jahre entwickeln kann. Auch sollte er immer gut zum Nachnamen passen. Denn zum Beispiel Lulu ist mit Sicherheit ein sehr süßer Name für ein kleines Mädchen, doch sitzt die kleine Lulu 25 Jahre später bei einem Vorstellungsgespräch, kann es leider passieren, dass sie aufgrund ihres Namens von ihrem Gegenüber nicht so ernst genommen wird.

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Wollen sich Eltern also kreativ voll austoben, raten Experten zu einem Zweitnamen, der ein bisschen klassischer ist. So hat das Kind in späteren Jahren die Möglichkeit, sich den Zweitnamen als Rufnamen auszusuchen, wenn der Hype um "Game of Thrones" beispielsweise verpufft ist und sich niemand mehr an Daenerys und Tyrion erinnern kann.

Die 10 schlimmsten Namen

Wie gesagt, wir wollen keine Eltern verurteilen oder ihnen vorschreiben, wie sie ihre Kinder zu nennen haben. Trotzdem wollen wir euch diese Liste der zehn schlimmsten Namen nicht vorenthalten:

Corona

Die kleine Corona möchte aus dem Kinderparadies abgeholt werden! Zwar geht der Namen auf die Heilige Corona aus dem 2. Jahrhundert zurück, die Schutzpatronin gegen Seuchen und Unwetter, trotzdem klingt diese Namensgebung nicht nach einer wirklich guten Entscheidung. Denn auch in 20 Jahren werden alle Menschen den Vornamen mit der weltweiten Corona-Pandemie verbinden, die viele Tote gefordert hat und die Welt jahrelang in einen Ausnahmezustand gestürzt hat.

Alexa

Alexa, pups mal! Alexa, mach mal das Licht an! Vor rund zehn Jahren gehörte Alexa noch zu den beliebtesten Mädchennamen in Deutschland. Doch das war, bevor Amazon seinen KI-Assistenten auf den Markt gebracht hat. Heute werden viele Mädchen wegen des Namens gehänselt.

Fanta, Ikea & Milka

Chanel lassen wir als Mädchennamen gerade noch so durchgehen, aber bei Fanta, Ikea und Milka hört der Spaß so langsam auf. Doch diese Markennamen sind in Deutschland mittlerweile tatsächlich erlaubt. Die Standesämter, die die Hoheit über die Namensgebung haben, werden immer großzügiger.

Rex & Hasso

Wer da sofort an einen reinrassigen Schäferhund denkt, liegt goldrichtig. Denn Hundenamen sind in Deutschland auf dem Vormarsch und dienen immer mehr Eltern als Vorlage bei der Namensgebung ihrer Kinder. Praktisch, so muss man beim Gassigehen nicht immer den Namen des Hundes UND des Kindes rufen!

Waldmeister & Matt-Eagle

Da hat die Mama in der Schwangerschaft wohl gerne Wackelpudding gegessen und der Papa Berliner Weiße getrunken. Das Bremer Oberlandesgericht ließ diesen Vornamen jüngst offiziell zu. Ein anderes Elternpaar darf seinen Sohn sogar Matt-Eagle nennen! Ja, wir haben unsere Kinder alle zum Fressen gern, aber ehrlich, muss das sein?!

Sheriff

Ja, auch dieser männliche Vorname ist in Deutschland zugelassen und immer mehr Eltern vergeben ihn. Ob der kleine Sheriff das in 20 Jahren auch noch so witzig findet, bleibt abzuwarten!

Schneewittchen & Rapunzel

Eigentlich gar keine so schlechte Idee. Schließlich verbinden wir alle mit Märchenfiguren einen Teil unserer Kindheit. Schwierig könnte es in Kombination mit dem Nachnamen werden. Schneewittchen Müller und Rapunzel Meier klingen dann irgendwie nicht mehr ganz so süß! Auch da sollten Eltern ein Auge drauf haben, denn eigentlich wirklich schöne und klassische Vornamen können in Verbindung mit dem Nachnamen schnell zur Lachnummer werden. Hier nur ein paar Beispiele: Rosa Schlüpfer, Jim Panse, Marta Pfahl oder Peer Vehrs.

Tesla

Ja, Papa steht auf Elektroautos, aber was kann denn bitte der kleine Tesla dafür? Vielleicht hat sich Papa von Tesla-Gründer Elon Musk inspirieren lassen und der hat seinen jüngsten Sohn X Æ A-Xii genannt. Musks Lebensgefährtin Grimes erklärte den Namen ihres Sohnes wie folgt: "X steht für die unbekannte Variable, während Æ die Bedeutung für Ai (Artificial intelligence, Künstliche Intelligenz) in der Elfen-Sprache ist." A-Xii oder A-12 ist die Bezeichnung des Lieblingsflugzeuges der beiden, ein Aufklärungsflugzeug der U.S.-Luftwaffe, welches in den 50er-Jahren im Auftrag der CIA entwickelt wurde.

Popo

Leider wahr! Eigentlich dürfen Kinder nicht nach Körperteilen benannt werden. Ein Elternpaar wollte sein Kind Steißbein nennen, bekamen allerdings eine Abfuhr. Dem Popo wurde es leider gestattet, als Namensgeber herzuhalten.

Apple & Blaubeere

Obst ist nicht nur gesund, sondern auch verdammt lecker! Allerdings müssen immer mehr Obstsorten auch als Namensgeber für Kinder herhalten. Während Apple längst ein gängiger Name in den USA ist, liegt die englische Bezeichnung für Apfel bei uns voll im Trend. Blaubeeren dagegen gehören für uns lieber auf den Teller, als auf das Namensschild eines kleinen Mädchens.

Wir könnten mit den schlimmen Namen ewig so weiter machen, denn leider gibt es noch viele mehr. Für alle Eltern, die noch auf der Suche nach einen schönen, aber ausgefallenen Vornamen sind, haben wir hier ein paar wirklich schöne Vorschläge: