Kliniktasche: Bestens vorbereitet für die Geburt im Krankenhaus
Das Baby kommt und die Tasche für die Klinik will gut gepackt bereitstehen. Was braucht man wirklich? Hier findest Tipps zum Packen und eine Checkliste zum Download.
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- Der optimale Zeitpunkt zum Packen der Kliniktasche
- Kliniktasche für den Kreißsaal: Was dir unter der Geburt guttut
- Nach der Geburt: Was jetzt in deine Kliniktasche gehört
- Erste Tage im Leben: Was dein Baby in der Kliniktasche braucht
- Kliniktasche: Das gehört rein – Checkliste downloaden
- Alles Wichtige zur Kliniktasche – Fragen und Antworten
Die Vorfreude könnte größer kaum sein: Du erwartest sehnlichst die Geburt deines Kindes. Auch wenn im Zuge der Schwangerschaft vieles nicht planbar ist, so kannst du in den Wochen vor der Geburt doch so einige Vorkehrungen treffen und so bestens für die Ankunft vorbereitet sein. Ein großer Punkt auf der Checkliste ist, die Kliniktasche zu packen. Was kommt alles in deine Kliniktasche? Was brauchst du für dich selbst und was benötigst du an Erstausstattung für dein Baby? Wir haben einige Tipps und Tricks für dich gesammelt und eine Checkliste zum Packen erstellt, damit du für alle Fälle im Krankenhaus abgesichert bist und dich entspannen kannst.
Der optimale Zeitpunkt zum Packen der Kliniktasche
Die beruhigende Nachricht gleich vorweg: Keine Panik – selbst wenn du am Ende deiner Schwangerschaft nicht mehr alle Besorgungen für deinen Krankenhausaufenthalt erledigen kannst, solltest du dich nicht stressen. Die gute Nachricht: In deiner Geburtsklinik bekommst du alles Essenzielle – von Essen und Trinken über wichtige Medikamente bis hin zu Windeln und Babykleidung. Mit diesem Wissen kannst du das Packen deiner Kliniktasche ganz entspannt angehen.
Hebammen empfehlen, spätestens ab der 32. bis 34. Schwangerschaftswoche mit den Vorbereitungen zu beginnen. So bleibt dir genügend Zeit, alles Wichtige für dich und dein Baby zusammenzustellen – und du vermeidest unnötigen Last-Minute-Stress.
Kliniktasche für den Kreißsaal: Was dir unter der Geburt guttut
Als Gebärende sollst du dich in jeder Phase der Geburt geborgen und sicher fühlen. Was dir persönlich Wohlbefinden und Sicherheit schenkt, ist ganz individuell – jede Frau hat ihre eigenen Bedürfnisse. Damit du die Tage in der Klinik so entspannt wie möglich verbringst, findest du hier die wichtigsten Dinge, die du für dich und später auch für dein Baby einpacken kannst.
Basic #1: Weich & praktisch – Was du zum Anziehen brauchst
Für die Fahrt ins Krankenhaus eignet sich eine bequeme Jogginghose, in der du dich rundum wohlfühlst. Ein weicher Frottee-Bademantel ist ein echtes Basic – ideal für entspannte „Wehen-Spaziergänge“ und für die ersten Tage nach der Geburt. Wenn die Geburt voranschreitet, empfiehlt sich ein Geburtskleid oder ein praktisches Umstands-Nachthemd, am besten mit Stillöffnung. So kannst du dein Baby direkt nach der Entbindung im Hautkontakt willkommen heißen.
Um dich optimal entspannen zu können, ist es sinnvoll, wenn du kuschelige Socken mit Anti-Rutsch-Noppen mit nimmst und bequeme Pantoletten für kleine Spaziergänge auf der Wöchnerinnen-Station sind ebenfalls ein 'Must-have' und eine langfristige Anschaffung für zu Hause.
Basic #2: Für den Extra-Schub – Snacks und Lieblingsgetränke
Zwar versorgt dich deine Geburtsklinik mit Essen und Trinken, doch manchmal hilft ein Schluck aus dem eigenen Lieblings-Trinkbecher – am besten mit Strohhalm –, um neue Energie zu tanken. Gerade in den Wehenpausen ist es viel praktischer, aus einer Sportflasche zu trinken, statt aus einem Glas. Erlaubt ist, was dir guttut: Ob Lieblingssaft, Smoothie oder ein vitaminreiches Getränk – pack ein, was dir schmeckt.
Für die ersten Stunden im Krankenhaus und besonders für die Tage nach der Geburt sind kleine Snacks wie Müsliriegel oder Studentenfutter ideal. Unter den ersten Wehen haben die meisten Frauen zwar keinen großen Appetit mehr, aber etwas Traubenzucker für den schnellen Energieschub und ein paar Snacks für davor oder danach solltest du auf jeden Fall dabeihaben.
Basic #3: Für dein Wohlgefühl – Persönliche Must-haves unter der Geburt
Die warme, trockene Luft im Kreißsaal und die intensive Geburtsatmung machen die Lippen schnell trocken und spröde. Pack dir deshalb unbedingt ein Kulturtäschchen mit deinem Lieblings-Lippenbalsam ein. Für lange Haare sind außerdem Haarklammern oder ein Haargummi ein Muss.
Besonders entspannend kann es wirken, wenn du einen vertrauten Duft um dich hast – ein feines Duftöl und ein kleiner Diffusor finden problemlos Platz in deiner Kliniktasche. Und vielleicht überrascht dich dein Partner ja mit einem hochwertigen Massageöl aus seiner eigenen Kliniktasche für Männer – für eine wohltuende Nackenmassage während der Geburt.
Basic #4: Unverzichtbare Technik-Gadgets für deine Geburt
Vielleicht hast du dir bereits eine Playlist für die Geburt erstellt? Dann lohnt es sich, eine kleine Bluetooth-Musikbox mitzunehmen, damit du deine Lieblingssongs im Kreißsaal abspielen und dich mit vertrauter Musik motivieren kannst. Möchtest du lieber ganz für dich sein, sind bequeme Kopfhörer ideal – so kannst du dich zurückziehen und deine Musik in Ruhe genießen.
Denke außerdem an dein Handy, das passende Ladekabel und eine Powerbank. So bist du jederzeit erreichbar und kannst besondere Momente festhalten oder mit deinen Liebsten teilen.
Nach der Geburt: Was jetzt in deine Kliniktasche gehört
Dein Baby ist endlich da, und für euch beide geht es nun zum Erholen auf die Wochenbettstation. Damit du dich rundum wohlfühlst, solltest du unbedingt bequeme Kleidung einpacken. Nach der Geburt ist es besonders wichtig, dass nichts auf deinen Bauch oder Unterleib drückt – vor allem nach einem Kaiserschnitt, wenn die Narbe noch empfindlich ist. Außerdem solltest du deine persönlichen Hygienartikel, am besten unparfümiert, mit in die Kliniktasche packen.
Basic #5: Für einen guten Start – Wochenbett-Zubehör für Mamas
Netzhöschen, Wochenbetteinlagen sowie Still-Helfer wie Brustwarzensalbe oder Stilleinlagen bekommst du in der Regel von der Klinik gestellt und musst sie nicht extra einpacken. Ein Still-Shirt – am besten mit kurzen Ärmeln, da es im Wochenbett oft wärmer ist. Bei Bedarf kannst du ein Strickjäckchen darüberziehen.
Einen bequemes Stillnachthemd, einen Schlafanzug zum Knöpfen oder eine weite Jogginghose für die ersten Tage – idealerweise aus weicher Bio-Baumwolle.
Ein bis zwei bequeme Still-BHs, gerne etwa eine Größe größer als im letzten Schwangerschaftsdrittel.
Dein persönlicher Kulturbeutel mit Zahnpflege, Deo, einer sanften Duschpflege und einer unparfümierten Bodylotion – Neugeborene lieben den natürlichen Duft ihrer Mama.
Intim-Dusche: Auch wenn es auf der Wochenbettstation oft kleine Kannen zum Spülen gibt, kannst du mit einem speziellen Tool wie der Intim-Dusche von Lansinoh den Wochenfluss besonders gründlich abwaschen.
Stilllicht: Das sorgt nachts für eine angenehme, sanfte Beleuchtung und hilft dir und deinem Baby, nach dem Stillen schnell wieder in den Schlaf zu finden.
Ein gut sitzender Still-BH, ein oder zwei Still-Tops, ein luftiger, gemütlicher Schlafanzug zum Knöpfen, sowie ein praktisches Stilllicht – diese Basics dürfen in deiner Kliniktasche nicht fehlen.
Meine drei Söhne habe ich alle per Kaiserschnitt zur Welt gebracht. Bei meiner letzten Geburt, einem geplanten Kaiserschnitt, hatte ich schließlich das nötige Learning: Ich wusste genau, was ich für die erste Zeit danach zusätzlich in meine Kliniktasche packen musste – ein u-förmiges Stillkissen. Direkt nach der OP war meine Mobilität zunächst stark eingeschränkt, und ich war unendlich dankbar, ein ausreichend großes Stillkissen dabeizuhaben. So musste ich beim Positionswechsel beim Stillen nicht jedes Mal die Kinderkrankenschwester oder Hebamme um Hilfe bitten.
Erste Tage im Leben: Was dein Baby in der Kliniktasche braucht
Babykleidung, Einmal- oder sogar Stoffwindeln, Spucktücher, Schlafsäcke, Feuchttücher sowie bei Bedarf Muttermilchersatznahrung und Schnuller werden in der Regel von der Geburtsklinik bereitgestellt. Für die Heimfahrt brauchst du jedoch eigene, wettergerechte Kleidung für dein Baby.
Basic #6: Für die Heimfahrt – Diese Sachen braucht dein Baby
In deiner Kliniktasche sollten folgende Basics für dein Baby nicht fehlen:
Ein bis zwei Bodys
Hemdchen / Pullover
Strampler / Hose
Socken
eine dünne oder warme Mütze
Babyschale für die Autofahrt
Eine Decke oder einen Wärmesack für den Winter
Für die meisten Neugeborenen passt die Konfektionsgröße 50/56. Ein Überziehjäckchen kannst du auch schon in Größe 62 kaufen, so hat dein Baby noch etwas Platz zum Wachsen. Am wichtigsten: Wähle weiche, bequeme Materialien und achte darauf, dass nichts zwickt oder einengt – so fühlt sich dein Baby von Anfang an rundum wohl.
Kliniktasche: Das gehört rein – Checkliste downloaden
Mit dieser Checkliste hast du alles Wichtige für deinen Krankenhausaufenthalt im Blick. Du findest hier alles, was dir während der Geburt hilft, was du für das frühe Wochenbett im Krankenhaus brauchst und was du bereits für dein Baby in deiner Kliniktasche dabeihaben solltest.

Alles Wichtige zur Kliniktasche – Fragen und Antworten
Für wie viele Tage muss eine Kliniktasche gepackt werden?
Hebammen empfehlen, die Kliniktasche für einen Aufenthalt von mindestens drei Tagen zu packen. Das ist die Regelzeit, nach der die Mütter mit ihrem Baby das Krankenhaus verlassen können. Falls sich der Krankenhausaufenthalt dann doch verlängern sollte, müssen Partner*in oder Familie Nachschub holen. Tipp: Für diesen Fall am besten zu Hause etwas vorbereiten.
Welche Dokumente brauche ich für die Geburt?
Mutterpass
Personalausweis
Versicherungskarte
Überweisung vom Gynäkologen
Allergiepass (nur falls einer vorhanden sein sollte)
Geburtsplan: Falls du einen haben solltest, darfst du das gute Stück schließlich nicht vergessen
Heiratsurkunde: Diese solltest du mitnehmen, wenn du die Geburtsurkunde deines Kindes gleich mit nach Hause nehmen möchtest. Bist du offiziell alleinstehend, brauchst du hingegen deine Geburtsurkunde und eventuell eine Vaterschaftsanerkennung.
Familienstammbuch
Was packe ich ein, wenn ein Kaiserschnitt geplant ist?
Wenn du bereits weißt, dass du per Kaiserschnitt entbinden wirst, kannst du folgende Extras in deine Kliniktasche packen:
Eine spezielle Unterhose, wie den Kaiserschlüpfer, der besonders weich und stützend ist, nicht auf die frische Narbe drückt und mit einem angenehmen Kühlpad ausgestattet ist.
Ein großes, u-förmiges Stillkissen, damit du beim Stillen deines Babys auch im Liegen bequem die Position wechseln kannst.
Die Kliniktasche für Mehrlinge – Was muss ich mitnehmen?
Für deine Babys benötigst du natürlich eine doppelte Ausstattung und für die Heimfahrt zwei Babyschalen. Zum Stillen eignet sich am besten ein spezielles Zwillings-Stillkissen oder ein großes U-förmiges Stillkissen. Viele Zwillingsmütter schwören auch auf das „My Best Friend“-Stillkissen, das besonders beim gleichzeitigen Stillen praktisch ist.
Kliniktasche fürs Geburtshaus – Welche Unterschiede gibt es zum Krankenhaus?
Grundsätzlich unterscheidet sich die Packliste für das Geburtshaus kaum von der für die Klinik. Alles, was dir während der Geburt guttut, kannst du genauso im Geburtshaus verwenden. Deine Ausstattung für das frühe Wochenbett brauchst du allerdings nicht mitzunehmen, da du das Geburtshaus meist schon kurz nach der Geburt wieder verlässt und die Betreuung im Wochenbett zu Hause stattfindet.
Hausgeburt – Ist eine Kliniktasche dennoch sinnvoll?
Du planst, dein Baby zu Hause zur Welt zu bringen? Dann empfiehlt es sich trotzdem, für den „Fall der Fälle“ eine Kliniktasche vorzubereiten. So bist du bestens gerüstet und hast alles Wichtige griffbereit, falls du während der Geburt doch noch ins Krankenhaus verlegt werden solltest.








































