Gut vorbereitet

Notfallausrüstung für die ganze Familie: Diese Vorräte brauchst du im Ernstfall

Gerüstet für den Notfall: So stellst du die perfekte Notfallausrüstung für deine Familie zusammen – inklusive Checkliste zum Download.

Frau überprüft ihren Rucksack mit Notfallausrüstung
Mit einem gut gepackten Notfallrucksack bist du immer auf den Ernstfall vorbereitet. Foto: iStock7/fcafotodigital
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Man denkt nie, dass es einen selbst trifft. Doch ein Unwetter, ein Schneesturm oder Hochwasser – aber auch ein Hackerangriff – können schnell die Stromversorgung und/oder die Heizung lahmlegen oder dich von der Außenwelt abschneiden. Damit du in diesem (wenn auch unwahrscheinlichen) Ernstfall gut vorbereitet bist, haben wir die wichtigsten Dinge zusammengestellt, die du in einer solchen Situation brauchst – inklusive Checkliste zum Download.

Warum eine Notfallausrüstung für Familien heute so wichtig ist

In der heutigen Zeit sind wir sehr abhängig von Strom, Wasser und Heizung. Kaum ein Gerät funktioniert ohne Strom – Herd, Radio, Waschmaschine, ja sogar das Handy. Und auch ohne Heizung kommen die meisten von uns nicht aus, schließlich hat kaum jemand einen Ofen in der Mietwohnung, den man im Notfall befeuern könnte.

Darum lohnt es sich, bestimmte Dinge zu Hause auf Vorrat zu haben. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) empfiehlt, Vorräte für bis zu zehn Tage anzulegen.

Gerade wenn du (kleine) Kinder hast, ist es besonders wichtig, gut vorbereitet zu sein, da Kinder besonders schutzbedürftig sind.

Was gehört zur Notfallausrüstung? Die wichtigsten Basics für jeden Haushalt

Lebensmittel & Trinkwasser für den Notfall

Am wichtigsten ist, dass du genügend haltbare Lebensmittel und Trinkwasser zu Hause hast. Das BBK empfiehlt zwei Liter Trinkwasser pro Person/Tag, plus zusätzlich Wasser fürs Kochen und die Hygiene. Familien mit Babys oder Haustieren sollten allerdings etwas mehr einplanen.

Folgende Lebensmittel sind gut geeignet für den Vorrat:

  • Nudeln

  • Reis

  • Konserven (Obst, Gemüse, Fertiggerichte, Soßen)

  • Müsliriegel

  • Zwieback

  • Nüsse

  • Trockenfrüchte

Technik & Energieversorgung bei Stromausfall

Damit du bei einem Stromausfall nicht im Dunkeln sitzt, solltest du eine batteriebetriebene Taschenlampe inklusive Ersatzbatterien, Kerzen plus Feuerzeug und eine Campinglampe bereithalten. Auch eine Powerbank gehört zur Notfallausrüstung, damit du dein Handy laden und erreichbar bleiben kannst.

Um Informationen über die aktuelle Lage zu bekommen, empfiehlt sich ein Kurbelradio. So kannst du Nachrichten hören, auch wenn dein Handy nicht funktioniert.

Ein Gaskocher inklusive passendem Kochgeschirr ist ebenfalls eine lohnende Investition, damit du Essen, Heißgetränke, Wärmflaschen und gegebenenfalls auch Babynahrung zubereiten kannst.

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Wichtige Dokumente & Bargeld

Falls du dein Zuhause schnell verlassen musst, ist es sinnvoll, alle wichtigen Dokumente griffbereit zu haben. Dazu gehören Ausweise, Impfpässe, Krankenkassenkarten und Versicherungsunterlagen. Lege Kopien dieser Dinge in einer Dokumentenmappe ab, so hast du alles beisammen.

Zusätzlich solltest du eine gewisse Menge Bargeld zu Hause haben (etwa 500 Euro in kleinen Scheinen), um weiterhin Dinge des täglichen Bedarfs kaufen zu können, falls Geldautomaten und Kartenzahlung nicht funktionieren. Bewahre das Geld an einem sicheren Ort auf, zum Beispiel in einem Safe.

Notfallausrüstung für Erwachsene: Das solltest du griffbereit haben

Lege für den Ernstfall wetterfeste Kleidung (für Sommer und Winter) sowie feste Schuhe bereit. Auch Schutzkleidung wie Handschuhe und gegebenenfalls ein Helm können sinnvoll sein.

Achte außerdem darauf, genügend Hygieneartikel wie Zahnbürste, Zahnpasta und Seife vorrätig zu haben. Wenn du regelmäßig Medikamente einnimmst, solltest du davon immer einen kleinen Vorrat zu Hause haben.

Notfallausrüstung für Babys & Kinder: Darauf kommt es an

Notfallvorsorge für Babys

Wenn du ein Baby hast, ist es besonders wichtig, dass du ausreichendWindeln, Babynahrung, Creme und Feuchttücher für etwa zehn Tage zu Hause hast. Vergiss auch Medikamente wie Schmerzsaft, Fieberthermometer und sauberes Wasser für die Zubereitung von Fläschchen nicht. Gerade im Winter sind warme Kleidung, Mütze, Handschuhe und eine Wärmflasche unerlässlich. Hilfreich ist außerdem, Fläschchen, Sauger und eine Babytrage griffbereit zu haben – so kannst du im Notfall flexibel bleiben und dein Baby sicher transportieren.

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Notfallausrüstung für Kleinkinder & Schulkinder

Bei älteren Kindern solltest du auf genügend Wechselkleidung, Snacks und Getränke achten. Vertraute Gegenstände wie das Lieblingskuscheltier, ein Spielzeug oder ein Malheft geben deinem Kind in einer Ausnahmesituation Sicherheit und Ablenkung.

Packe zusätzlich einen kleinen Erste-Hilfe-Set speziell für Kinder ein und halte eine SOS-Karte mit Name, Geburtsdatum, Allergien und mehr bereit.

Erste-Hilfe-Set für den Notfall: Diese Dinge dürfen nicht fehlen

Im Ernstfall ist es unter Umständen nicht möglich, Medikamente oder Verbandsmaterial aus der Apotheke zu holen oder einen Arzt aufzusuchen. Deshalb ist es wichtig, dass du ausreichend Verbandsmaterial für kleinere Verletzungen zu Hause hast.

Denke auch an Medikamente wie Schmerzmittel, Fiebersaft, Mittel gegen Durchfall und Desinfektionsmittel – jeweils für Erwachsene und Kinder. Mit einem fertigen Erste-Hilfe-Set hast du alles Wichtige für den Notfall beisammen. Medikamente musst du allerdings separat besorgen.

Notfallausrüstung für Haustiere: Hunde, Katzen & Co. nicht vergessen

In einer Krisensituation darfst du deine Tiere nicht vergessen – schließlich gehören sie zur Familie. Achte darauf, dass du Futter und Wasser für zehn Tage vorrätig hast. Lege außerdem Transportbox, Impfpass, Näpfe sowie ausreichend Kotbeutel für Hunde, Katzenstreu oder Einstreu für Nagetiere bereit. Vertraute Dinge wie eine Decke oder das Lieblingsspielzeug geben deinem Tier zusätzliche Sicherheit.

Für Tiere lohnt sich, genauso wie für Kinder, eine Notfallkarte. Sollte dir etwas passieren, können Ersthelfer:innen oder medizinisches Personal die Kontaktperson informieren, dass dein Tier alleine zu Hause ist. Bewahre die Notfallkarte in deinem Portemonnaie oder deiner Handyhülle auf, so kann sie leicht gefunden werden. Den Aufkleber klebst du unten an eine Tür, damit die Rettungskräfte sie auch bei dichtem Rauch erkennen können.

Notfallrucksack packen: Alles Wichtige auf einen Griff

Falls du deine Wohnung schnell verlassen musst, ist ein fertig gepackter Notfallrucksack Gold wert. Auch wenn du denkst, noch genug Zeit zum Packen zu haben, werden in stressigen Situationen oft wichtige Dinge vergessen. Ein Notfallrucksack enthält alles Wichtige, damit du im Ernstfall ein paar Tage außer Haus – etwa in einer Notunterkunft – zurechtkommst.

Das gehört ins Notfallgepäck:

  • persönliche Medikamente

  • Erste-Hilfe-Set

  • batteriebetriebenes Radio + Ersatzbatterien

  • Verpflegung für zwei Tage

  • Wasserflasche

  • Essgeschirr und Besteck

  • Dosenöffner und Taschenmesser

  • Taschenlampe + Ersatzbatterien

  • Feuerzeug oder Streichhölzer

  • Schlafsack oder Decke

  • wetterfeste Kleidung

  • Wechselkleidung

  • feste Schuhe

  • Kopfbedeckung

  • Sonnencreme

  • Arbeitshandschuhe

  • Hygieneartikel (Zahnbürste & Zahnpasta, Seife, Toilettenpapier)

  • behelfsmäßiger Atemschutz (FFP2- oder FFP3-Maske)

  • Notizblock und Stift

  • Ersatz für Brille oder Hörgerät

  • Handy mit Fotofunktion

  • Dokumentenmappe (Ausweis, Krankenkassenkarte, Urkunden in Kopie)

  • Bargeld

Für Kinder:

  • wetterfeste Kleidung

  • ggf. Windeln, Feuchttücher, Creme, Babynahrung

  • Wasserflasche

  • Verpflegung für zwei Tage

  • persönliche Medikamente

  • Stofftier oder Spielzeug

  • Brustbeutel oder Notfall-Armband mit Namen und Adresse

Für Haustiere:

  • Futter und Wasser für zwei Tage

  • Näpfe

  • Spielzeug

  • Decke/Körbchen

  • Impfpass

  • Medikamente

  • Leine/Transportbox

  • Kotbeutel/Streu

Lagere den Rucksack an einem leicht zugänglichen Ort in der Nähe der Haustür, zum Beispiel an der Garderobe oder im Abstellraum. Idealerweise bekommt jedes Familienmitglied einen eigenen Rucksack.

Wie lange sollten die Vorräte reichen?

Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe empfiehlt Vorräte für zehn Tage. Ein Vorrat für drei Tage ist jedoch ein guter Anfang, auf den du nach und nach aufbauen kannst.

Überprüfe deine Vorräte regelmäßig – am besten einmal im Jahr. Läuft das Haltbarkeitsdatum von Lebensmitteln bald ab, kannst du sie im Alltag verbrauchen und direkt ersetzen.

Notfallausrüstung: Checkliste für die ganze Familie

Damit du nichts vergisst, haben wir eine Checkliste zum Downloaden, Ausdrucken und Abhaken für dich erstellt.

Diese Checkliste hilft dir, deine Familie – inklusive Haustiere – auf Stromausfall, Unwetter oder andere Notlagen vorzubereiten.

Jetzt downloaden (3.8 MB)
Checkliste Notfallausrüstung Familie Wunderweib
Foto: Wunderweib

Häufige Fragen zur Notfallausrüstung

Eine gute Nachricht vorweg: Eine Notfallausrüstung muss nicht teuer sein. Viele Dinge hast du wahrscheinlich bereits zu Hause, etwa haltbare Lebensmittel, Kerzen, Taschenlampen oder eine Powerbank.

Für eine grundlegende Notfallausrüstung für eine Familie solltest du einmalig etwa 200 bis 500 Euro einplanen – je nach Haushaltsgröße und Ausstattung. Eine vollständige Notfallausrüstung liegt dagegen eher bei 500 bis 1000 Euro.

Tipp: Baue deine Notfallausrüstung Schritt für Schritt auf. So bleibt sie bezahlbar und stressfrei.

Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) empfiehlt, für mindestens drei Tage, idealerweise aber für zehn Tage, vorbereitet zu sein. Dazu gehören:

  • ausreichend Trinkwasser

  • haltbare Lebensmittel

  • ein Erste-Hilfe-Set

  • Taschenlampen, Batterien und ein Radio

  • wichtige Dokumente in Kopie

  • persönliche Medikamente

Für Familien gilt zusätzlich: Kinder und Haustiere sollten bei der Notfallvorsorge immer mitgedacht werden – von Babynahrung bis Tierfutter.

Damit deine Notfallausrüstung im Ernstfall wirklich hilft, solltest du sie mindestens einmal im Jahr überprüfen. Achte dabei besonders auf:

  • Haltbarkeitsdaten von Lebensmitteln und Medikamenten

  • geladene Powerbanks

  • funktionierende Batterien

Ein einfacher Trick: Ältere Vorräte aufbrauchen und direkt ersetzen. So bleibt alles frisch, ganz ohne Extra-Aufwand.

Du siehst: Mit wenig Aufwand kannst du dich gut auf einen möglichen, wenn auch unwahrscheinlichen, Ernstfall vorbereiten. Checke jetzt deine Vorräte und fang klein an, jede kleine Vorbereitung zählt.