Trend-Vornamen aus den 70ern

Babynamen 70er: Diese Vornamen aus den 1970ern sind der Hit

Du suchst nach einem Vornamen für dein Baby aus den 70er-Jahren? Wir zeigen die beliebtesten für Mädchen & Jungen.

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Schlaghosen, Plateauschuhe, Disco-Grooves: Mit den 70ern verbinden wir eine bunte, schrille Ära – vor allem kulturell. Doch das Jahrzehnt war auch geprägt von Umweltschutz, der Frauenbewegung sowie politischem und sozialem Wandel.

Was die Geburtenrate anging, sank diese merklich nach dem Höchststand des Babybooms im Jahr 1964 mit rund 1,36 Millionen Geburten. 1970 sind laut Statistischem Bundesamt etwa 1,05 Millionen Babys lebend zur Welt gekommen. Der Grund: Durch die Einführung der Anti-Baby-Pille gab es in Deutschland Ende der 60er einen sogenannten „Pillenknick“, der bis in die 70er-Jahre anhielt.

Doch wie nannten Eltern ihre Babys in den 70er Jahren? Beliebte Mädchennamen waren Nicole, Sandra oder Stefanie; bei Jungen waren Stefan, Christian und Michael angesagt. Die Namen klingen für dich etwas angestaubt und wenig cool?

Wir haben eine Reihe an hitverdächtigen Vornamen für Mädchen und Jungen aus den 70ern gesammelt – von klassisch bis ausgefallen. Vielleicht ist ja ein Vorname dabei, der dir für dein Baby gefällt.

Die schönsten Babynamen aus dem Jahr 1920: Die Namen waren vor 100 Jahren beliebt

Die schönsten Babynamen aus den 70ern für Mädchen

Ob klassisch oder international: Diese Mädchennamen aus den 70er-Jahren sind auch heute noch cool:

Anja

Der Name Anja kommt aus dem Russischen, Skandinavischen und Slowenischen, hat aber einen hebräischen Ursprung. Der Vorname bedeutet so viel wie „die Begnadete“ oder „die Anmutige“, da er auf das hebräische Wort „channah“ zurückgeht, welches übersetzt „die Gnade“ und „barmherzig“ heißt.

Julia

Seit 1975 zählt Julia zu den beliebtesten Vornamen Deutschlands. Nicht zuletzt durch Shakespeares Drama „Romeo & Julia“ avancierte der Vorname zu einem Klassiker. Julia geht auf das lateinische Wort „iovilius“ zurück, was so viel wie „Jupiter Geweiht“ bedeutet.

Katrin (auch: Kathrin)

Die Kurzform von Katharina geht auf das altgriechische Wort „katharos“ zurück, was "rein“ bedeutet. Daher wird Katrin gerne mit „die Reine“ übersetzt. In den 70er-Jahren war der Vorname unter den Top 10 der beliebtesten Mädchennamen.

Naomi

Dieser Vorname ist nicht unbedingt typisch für Deutschland, war aber in den USA in den 70ern bekannt. Der aus dem Hebräischen stammende Name bedeutet so viel wie „die Liebliche“.

Stella

Der Name Stella war in den 1970er Jahren vor allem in den USA bekannt, hierzulande galt er in den 70er-Jahren als außergewöhnlich. Stella kommt aus dem Lateinischen und bedeutet „Stern“.

Wiebke

Der Vorname Wiebke kommt aus dem Althochdeutschen und bedeutet „die Kämpferin“. Er erreichte 1972 seinen Höhepunkt, als er in die Top 30 der beliebtesten deutschen Mädchennamen aufstieg. Wiebke bedeutet "die Kämpferin".

Schon gewusst?

Das Eherecht war in den 70ern (immer noch) auf eine heterosexuelle Verbindung zwischen Mann und Frau ausgerichtet. Die gleichgeschlechtliche Ehe ist erst seit 2017 erlaubt.

Am 1. Juli 1976 trat das neue Namensrecht in Kraft. Bis dahin mussten Frauen den Namen des Mannes bei der Eheschließung annehmen. Daher bekam der Nachwuchs in der Regel den Nachnamen des Vaters. Kinder von unverheirateten Eltern bekamen grundsätzlich den Nachnamen der Mutter. Bei einem gemeinsamen Sorgerecht wurde auch der Nachname des Vaters gestattet.

Nach der Verabschiedung 1976 duften Männer den Nachnamen der Frau annehmen, weshalb eheliche Kinder nun auch den Nachnamen der Mutter bekommen konnten.

Auch ein Doppelname für den Mann war möglich, allerdings konnte entweder nur der Mann oder die Frau den Doppelnamen führen.

Die schönsten Babynamen aus den 70ern für Jungen

Retro-Charme versprühen diese Vornamen für Jungen aus den 70er-Jahren:

Andrew

Während Andreas hierzulande in den 70ern populär war, erfreute sich Andrew zu dieser Zeit in englischsprachigen Ländern großer Beliebtheit. Der Jungenname leitet sich von dem altgriechischen Wort „andreios“ ab, was u.a. „tapfer“ bedeutet.

Carsten (auch: Karsten)

Der männliche Vornamen Carsten ist die nordische und plattdeutsche Variante des männlichen Vornamens Christian. Er bedeutet so viel wie „der Geweihte“, „der Gesalbte“.

Lars

Lars schaffte es als männlicher Vorname unter die Top 20 in den 70ern. Der Jungenname ist die schwedische Kurzform von Lorenz und geht auf das lateinische Wort „laurus“ („der Lorbeerkranz“) zurück.

Nils

Die skandinavische Kurzform von Nikolaus setzt sich aus den altgriechischen Wörtern „nike“ („der Sieg“) und „laos“ („das Volk“) zusammen, weshalb Nils mit „Sieg des Volkes“ übersetzt werden kann. In den 70er-Jahren schaffte es der männliche Babyname unter die Top 40.

Oliver

Dieser Babyname für Jungen hat sowohl einen skandinavischen als auch einen althochdeutschen Ursprung. Die wahrscheinlichste Übersetzung stammt aus dem Lateinischen, wonach Oliver so viel wie „der Ölbaum-Pflanzer“ bedeutet. Der symbolträchtige Olivenzweig steht für Hoffnung und Frieden, weshalb der Vorname oft auch mit „der Friedliche“ übersetzt wird.

Sven

Sven zählte in Deutschland und in Schweden in den 70er-Jahren zu den beliebtesten Jungennamen. Wir finden: Der Name kommt nie aus der Mode. Der altnordische Ursprung liegt im Wort „sveinn“, was übersetzt „junger Krieger“ oder „Junge“ bedeutet.

Artikelbild und Social Media: istock/romrodinka