"Taste 'Eins' drücken"

Europol: Anruf wegen Identitätsdiebstahl? Vorsicht, wenn du danach gefragt wirst!

Eine Betrugswelle erfasst deutsche Smartphone-Nutzer: Wer einen Anruf von polizeilichen Behörden wie Europol, Interpol oder FBI wegen Identitätsdiebstahls bekommt, sollte besonders wachsam sein. Hier sind Betrüger am Werk.

Bei Anruf Europol: Wenn fiese Betrüger mit deutscher Nummer anrufen
Bei Anruf Europol: Wenn fiese Betrüger mit deutscher Nummer anrufen. (Symbolbild) Foto: ljubaphoto/iStock

Dreiste Gauner haben eine neue Betrugsmasche entwickelt! Bekommst du einen Anruf von Europol und Co. wegen Identitätsdiebstahl, sollten bei dir alle Alarmglocken schrillen. Was du über die Betrugsmasche am Telefon wissen solltest.

Fake-Anruf von Europol: Mit deutschen Rufnummern das große Geld machen

Es ist eine krasse Betrugswelle, die gerade die Runde macht in Deutschland. Die Bundesnetzagentur und das Landeskriminalamt Nordrhein-Westfalen warnen vor einer neuer Masche, die sich fiese Gauner ausgedacht haben.

Dabei bekommst du einen Anruf einer nicht unterdrückten, angeblich deutschen Mobilfunknummer oder Festnetznummer, die auf den ersten Blick völlig normal aussieht. Das Problem ist, dass diese Anrufe aus dem Ausland kommen und deine Anzeige manipuliert ist.

Hebst du ab, spricht eine Stimme vom Band und gibt sich als internationale Polizeibehörde Europol, aber auch Interpol, Federal Police oder FBI aus. Dann wirst du aufgefordert, die Taste "Eins" zu drücken. Wenn du das machst, geht das Chaos aber erst so richtig los...

Europol-Anruf: Identitätsdiebstahl? So funktioniert der Betrug

Hast du die Taste "Eins" dann gedrückt, wirst du zunächst weitergeleitet. Am anderen Ende meldet sich dann eine oft englischsprachige Person, die sich als Mitarbeiter*in einer internationalen Polizeibehörde wie Europol oder Interpol ausgibt und manchmal auch als "Police Officer" bezeichnet.

Du wirst im folgenden Gespräch, das teils mehrere Stunden dauern kann, laufend unter Druck gesetzt, deine persönlichen Daten herauszugeben und zudem eine große Summe Geld auf ein meist ausländisches Konto zu überweisen. Die Bundesnetzagentur warnt aber davor, auf etwaige Forderungen einzugehen: "Die Bundesnetzagentur warnt davor, den Anrufern persönliche Daten mitzuteilen oder Geldzahlungen zu leisten! Es ist davon auszugehen, dass die Anrufe einen rechtsmissbräuchlichen Hintergrund haben!"

Stattdessen hat die Behörde für Smartphone-Nutzer*innen nützliche Tipps, um den Betrügern nicht auf den Leim zu gehen:

  • Anruf beenden

  • Aufforderung, die Taste "Eins" zu drücken, ignorieren

  • Strafanzeige bei der örtlichen Polizeidienststelle stellen

Wie der sogenannte Enkeltrick funktioniert, kannst du hier miterleben:

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