Gesundheit

Fuchsbandwurm: der tödlichste Parasit in Deutschland

Wissenschaftler halten den Fuchsbandwurm für den gefährlichsten Parasiten in Deutschland. Warum? Weil der Befall mit unangenehmen gesundheitlichen Folgen einhergeht und ohne Therapie sogar tödlich sein kann.

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Wie es der Name des Parasiten schon erahnen lässt, wird der Fuchsbandwurm hauptsächlich durch den Fuchs verbreitet, der zunehmend auch in deutsches Stadtgebiet zurückkehrt, weil er dort auf ein großes Nahrungsangebot stößt und außerdem ideale klimatische Bedingungen vorfindet. Obwohl die Wahrscheinlichkeit in Kontakt mit einem Fuchs zu kommen relativ gering ist und damit auch die Gefahr einen Fuchsbandwurm zu bekommen, solltest Du für den Fall der Fälle ein paar Dinge wissen und zukünftig beachten - vor allem, wenn Du ein Haustier hast!

Gefahr Haustier! Wie Fuchbandwürmer auf den Menschen kommen

Der Fuchsbandwurm vermehrt sich mit Vorliebe in Nagetieren, wie z. B. Mäusen, Ratten oder auch Fledermäusen. Der Mensch ist dabei nur ein sogenannter Fehl-Zwischenwirt. Und dazu kommt es so: Ein Fuchs frisst z. B. eine befallene Maus, wodurch die Larven des Fuchsbandwurms in den Darmtrakt des Fuches gelangen, wo sie sich zu geschlechtsreifen Würmern entwicklen, die schließlich Eier ablegen. Der Räuber scheidet die infektiösen Eier über den Darm aus und verunreinigt so z. B. Pilze, Beeren oder auch Fallobst. Verzehrt ein Mensch eines dieser Lebensmittel, kann es zu einer Ansteckung kommen.

Wie hoch ist das Risiko sich mit einem Fuchsbandwurm zu infizieren?

Die Wahrscheinlichkeit von einem Fuchsbandwurm befallen zu werden, ist in Deutschland zum Glück relativ gering und das, obwohl Ergebnisse des Landesuntersuchungsamtes gezeigt haben, dass in Rheinland-Pfalz sogar jeder vierte bis fünfte Fuchs vom Fuchsbandwurm befallen ist und die Eier in seiner Umgebung verteilt. Dennoch gab es im vergangenen Jahr nur vier Fälle von Fuchsbandwurmbefall in Rheinland-Pfalz. Die Anstehungsgefahr schwankt regional insgesamt sehr stark. Vor allem in Mitteleuropa (Schwäbische Alb) und in der Schweiz (Kanton Thurgau) gibt es viele Vorkommnisse.  

Welche Folgen kann der Befall mit einem Fuchsbandwurm haben?

Infiziert sich ein Mensch mit dem Fuchsbandwurm kann es zur sogenannten alveolären Echinokokkose kommen - mit schlimmen Folgen. Gelangen die Larven nämlich über den Mund in die Leber, sorgen sie dort für tumorartige Wucherungen. Oft merken die betroffenen Personen erst nach Jahren, dass etwas nicht stimmt, weil sich dann erst die Symptome, wie Schmerzen im Oberbauch und Funtkionsstörungen der Leber, bemerkbar machen. Von der Leber aus kann die Infektion auch andere innere Organe, wie Lunge oder auch das Gehirn befallen. Wer einmal an der Echinokokkose erkrankt ist, hat leider keine Chance auf eine Genesung, denn sie ist nicht heilbar und betroffene Personen müssen lebenslang Medikamente einnehmen. Im schlimmsten Fall kann die Krankheit auch tödlich enden, wenn sie nicht rechtzeitig behandelt wird!

Ansteckung mit dem Fuchsbandwurm vorbeugen

Eine ordentliche Hygiene ist das A und O, um eine Ansteckung zu vermeiden. So sollten inbesondere Pilz- und Beerensammler sowie Hobbygärtner darauf achten, die Hände im Anschluss an die Arbeiten direkt gründlich zu waschen. Auch nach Spaziergängen oder dem Kontakt mit Tieren sollte auf eine anschließende Hygiene geachtet werden. Wildwachsende Pilze, Beeren und Kräuter sind eine echte Leckerei. Wer nicht darauf verzichten möchte, sollte aber auch diese vor dem Verzehr gründlichst mit Wasser reinigen oder noch besser, sie über fünf Minuten auf 60 Grad erhitzen. So werden die Eier abgetötet und die Gefahr ist gebannt. Einfrieren bringt nichts, denn das überstehen die Eier mühelos.

Worauf müssen Hundehalter & Co. besonders achten?

Haustierhalter sollten in jedem Fall besonders vorsichtig sein, denn ihre Lieblinge können sich schnell mit dem Parasiten infizieren, wenn sie ein totes Nagetier fressen. Regelmäßige Entwurmungen und ein hygienischer Umgang mit dem jeweiligen Haustier ist extrem wichtig.

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