Erziehung

Gießkannen-Eltern: Das passiert, wenn Kinder mit Lob überschüttet werden

"Gießkannen-Eltern" loben ihre Kleinen im Übermaß. Wann Lob "zu viel" wird und wie es die Entwicklung der Kinder beeinflusst, erfährst du hier. 

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Ein lobendes Wort zum richtigen Zeitpunkt motiviert unsere Kleinsten - es kann jedoch auch zu viel werden. Eltern, die ihre Kinder ständig loben, müssen Acht geben. Wie sich Kindern durch übermäßiges Loben entwickeln, wünscht sich wahrscheinlich keine Mama und kein Papa.

Erziehungstyp: Gießkannen-Eltern

Klar, ein motivierendes Wort der Annerkennung stärkt das Selbstbewusstsein deines Kindes. Lob macht Kinder glücklich, lässt sie aktiv werden und fleißig. Dein Kind fühlt sich dank dem Lob geliebt und gewertschätzt. 

Zu viel Lob kann jedoch auch negative Folgen haben, über die sich gerade die so genannten "Gießkannen-Eltern" nicht bewusst sind, wenn sie ihr Kind mit Annerkennung überschütten.

Dies kann man aktuell häufig auf den Spielplatz beobachten: Die Kinder klettern, spielen und toben - die Eltern stehen am Rand und rufen ihren Kleinen lautstark Ermutigungen und Lobesworte zu. Jede Bewegung wird mit einem "Prima!", "Super gemacht!" o.ä. kommentiert. Dabei lässt sich beobachten, dass die Kinder nach jedem Schaukeln und Rutschen immer wieder den Blick auf das Elternteil richten und auf den Lobesruf warten. Eine Dynamik, die erst mal nichts zu bedeuten scheint, jedoch einen enormen, negativen Effekt auf die kindliche Entwicklung hat!

Dieser Erziehungstrend schadet unseren Kindern: 

So entwickeln sich Kinder, die ständig gelobt werden

Kinder, die ständig gelobt werden entwickeln Ängste, dass sie nicht um ihret willen geliebt werden, sonder nur ihre Taten zählen. Das setzt unter Druck, fördert Unerhrlichkeit und Eifersucht.

Ein Kind würde schließlich alles tun, um den Eltern zu gefallen! Durch die Aufmerksamkeit, die sie durch das Lob bekommen, wird eine Leistung an das ermutigende Wort geknüpft. Das Kind bekommt so den Eindruck, sich deine Liebe erst "verdienen" zu müssen. 

Das kann besonders in der Schule problematisch werden, wenn das Kind keine guten Leistungen erzielen kann und das Lob ausbleibt - Ängste und Sorgen wachsen, nicht zu genügen. 

Lob richtig verwenden

Der richtige Umgang mit Lob ist wichtig und das Wissen, dass ständiges Lob Kinder unter Druck setzt. 

Achte auf Formulierungen und passe diese leicht an. Aus einem "Super, wie du dein Zimmer aufgeräumt hast!" kann ein "Danke, dass du mir beim Aufräumen geholfen hast" werden. Anstatt das bunte Bild zu loben, welches das Kind aus der Schule mitgebracht hat, kann man es einfach bloß betrachten und dem Kind so signalisieren, dass man seine Mühe "sieht" und wertschätzt: "Ich sehe, wie viele verschiedene Farben du verwendest hast. Daraus ist ein ganzer Regenbogen entstanden."

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