Richtig Lecken: So wird der Cunnilingus für euch beide richtig heiß
Viele Menschen mit Vulva lieben Cunnilingus: Wie sie beim Oralsex am liebsten verwöhnt werden wollen und die besten Cunnilingus-Tipps für ein unvergessliches Erlebnis!
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- Was ist ein Cunnilingus?
- Vorbereitung & Setting: So fühlt ihr euch beide entspannt
- Hygiene, STI und Co.: So geht ihr beim Lecken auf Nummer sicher
- Consent & Kommunikation: Wie du beim Lecken sicher und sexy im Gespräch bleibst
- Vulva & Vagina: So ist der Körper aufgebaut
- Lustzonen beim Lecken: So berührst du die Vulva richtig
- Schritt für Schritt: Mit Zungen-Techniken, Druck & Tempo zum Orgasmus
- Sextoys für noch mehr Abwechslung beim Cunnilingus
- Positionen beim Lecken: bequem, intim und richtig sinnlich
- Orgasmusdruck & Unsicherheit: So nimmst du den Druck raus
- Häufige Fehler beim Lecken und wie du sie vermeidest
Du möchtest dein*e Partner*in mit Vulva so richtig verwöhnen? Dann ist der Cunnilingus die beste Technik dafür. Wie bei allem kann es aber etwas dauern, bis du den Dreh raus hast. Vor allem, da jeder Mensch unterschiedliche Vorlieben hat. Doch keine Panik! Wenn du einige Dinge beachtest und mit deine*r Partnerin richtig kommunizierst, wird der Oralsex für euch beide zu einem unvergesslichen Erlebnis. Zärtlichkeit, Abwechslung und Geduld führen zum Erfolg!
Was ist ein Cunnilingus?
Cunnilingus, der auch als Oralsex für Menschen mit Vulva oder umgangssprachlich unter „Lecken“ bekannt ist, beschreibt die Stimulation der Klitoris und anderen Teilen der Vulva durch den Mund bzw. die Zunge. Dabei ist es keinesfalls nur Vorspiel, sondern bietet als Sexpraktik vielfältige Möglichkeiten, jemanden zum Orgasmus zu bringen oder ihm*ihr einfach so eine schöne Zeit zu bereiten. Damit das gelingt und beide Parteien den Sex genießen können, findest du hier alles, was du über die Praktik wissen musst.
Vorbereitung & Setting: So fühlt ihr euch beide entspannt
Besonders beim ersten Mal fühlst du dich vielleicht noch unsicher, wie du dein*e Partner*in am besten mit der Zunge verwöhnst. Die gute Nachricht: Wenn ihr schon vorab einige Dinge beachtet, wird es entspannter für beide und du kannst dich voll auf das Lecken konzentrieren.

Stimmung und Setting für den Cunnilingus
(Oral-)Sex beginnt für Personen mit Vulva lange vor dem tatsächlichen Akt. Damit sie Erregung verspüren, braucht es das richtige Setting. Das Gefühl von Nähe und Verbundenheit spielt dabei meist eine große Rolle. Die Erregung, die bei Berührung der Genitalien entsteht, ist zwar auch wichtig, doch letztendlich müssen beide Dinge zusammenkommen, damit dein*e Partner*in sich richtig fallen lassen kann (vgl. Beate Wimmer-Puchinger, Karin Gutierrez-Lobos, Anita Riecher-Rössler (2016): Irrsinnig weiblich – Psychische Krisen im Frauenleben, Springer, S. 137). Schaffe deshalb ein Umfeld, in dem die andere Person sich wohlfühlt, und gehe so gut es geht auf ihre Bedürfnisse ein.
Solltet ihr das erste Mal Oralsex haben, ist es am besten, wenn ihr euch in einem ruhigen Setting befindet. Wählt deshalb einen Ort, an dem ihr euch beide entspannen könnt und wo ihr die Möglichkeit habt, auch mal die Stellung zu wechseln. Das Schlafzimmer ist also nicht die schlechteste Wahl. Dimmt das Licht und macht Musik an, wenn ihr möchtet! Später könnt ihr natürlich auch experimentieren und euch an neue Orte wagen. Bedenkt allerdings, dass der Cunnilingus manchmal recht anstrengend sein kann, insbesondere für die gebende Person, und dass Sex in der Öffentlichkeit strafbar sein kann, wenn andere euch dabei sehen.
Hygiene, STI und Co.: So geht ihr beim Lecken auf Nummer sicher
Safer Sex ist auch beim Lecken ein wichtiges Thema, das ihr auf keinen Fall vernachlässigen solltet. Nur weil sich Genitalien nicht berühren, heißt das nicht, dass keine Krankheiten übertragen werden können, zum Beispiel über kleine Verletzungen im Mund. Um das zu vermeiden, hilft ein Lecktuch, auch „Dental-Dam“ genannt. Es ist ein dünnes Latextuch, das über den Intimbereich gelegt wird und somit eine Barriere zwischen Mund und Vulva schafft. Was sich erst mal unsexy anhört, kann auch aufregend sein, denn es gibt sie in verschiedenen Geschmäckern. Außerdem kann Oralsex dank ihnen auch während der Periode stattfinden, wenn ihr es möchtet.
Wenn ihr Sexpraktiken miteinander kombiniert, kann es natürlich auch anderweitig zur Übertragung von Krankheiten oder zu einer Schwangerschaft kommen. Bei Verdacht auf eine Ansteckung mit einer Geschlechtskrankheit gehst du am besten immer direkt zum Arzt!
Direkt vor dem Cunnilingus gibt es außerdem einige hygienische Vorkehrungen, die ihr treffen solltet. Die empfangende Person nimmt am besten vorher eine Dusche, während die gebende Person die Zähne putzen und die Nägel schneiden sollte, falls die Finger zum Einsatz kommen.
Consent & Kommunikation: Wie du beim Lecken sicher und sexy im Gespräch bleibst
Lecken ist eine besonders intime Sexpraktik. Bevor es zur Sache geht, solltet ihr daher darüber sprechen, was ihr euch wünscht. Ein offenes Gespräch stellt sicher, dass keine Grenzen überschritten werden und das Erlebnis für beide so schön wie möglich wird. Es kann etwas Überwindung kosten, ist aber unumgänglich, damit beide ihren Consent geben können.
Frage vorher deshalb ganz offen, ob die Person möchte, dass du sie mit dem Mund befriedigst. Anschließend solltet ihr darüber sprechen, was die Person mag und was nicht. Vielleicht gibt es auch Unsicherheiten, die du noch nicht kennst. Solltet ihr BDSM-Praktiken mit einbeziehen, solltet ihr außerdem ein Safeword vereinbaren. Das sprecht ihr aus, wenn sich etwas nicht gut anfühlt, und ihr könnt unterbrechen.
Wenn die Situation schon etwas fortgeschritten ist, kann auch ein „Ich möchte dich schmecken, darf ich?“ eine schöne Einleitung sein, um nochmal abzusichern, dass die andere Person es möchte.
Jede Person hat ihre eigenen Vorlieben, wie sie berührt werden möchte. Deshalb ist es wichtig, dass du auch während des Leckens nachfragst, ob es deinem*deiner Partner*in gefällt. Hab keine Angst, damit die Stimmung kaputt zu machen. Mit Sätzen wie „Gefällt dir das?“ oder „Möchtest du mehr?“ kannst du ganz natürlich herausfinden, ob deine Taten den gewünschten Effekt haben.
Achtet auf Consent!
Wie bei allen anderen Sexpraktiken gilt: Consent ist das A und O. Frage vorab, was dein Gegenüber sich wünscht, womit er*sie sich wohlfühlt, und achte auch während der Praktik darauf, keine Grenzen zu überschreiten. Wenn du dir nicht sicher bist, ob er*sie sich gerade wohlfühlt, frage lieber nach. Auch für dich gilt: Wenn sich etwas nicht richtig anfühlt, hört lieber auf. Für beide Seiten soll es ein schönes Erlebnis werden und das geht nur, wenn ihr aufeinander Acht gebt.
Vulva & Vagina: So ist der Körper aufgebaut
Um dein*e Partner*in mit dem Mund verwöhnen zu können, ist es wichtig, die verschiedenen Bereiche der Vulva zu kennen und zu verstehen. Die Vulva beschreibt den gesamten äußeren Bereich des Organs. Also den Venushügel (Mons pubis), die großen und kleinen Schamlippen (Labia majora und Labia minora), die Klitoris und den Scheidenvorhof inklusive der Bartholin-Drüsen. Der innere Teil, bzw. der Muskelschlauch, der Richtung Gebärmutter führt, ist die Vagina. Diese Zone wird vor allem beim penetrativen Geschlechtsverkehr oder auch beim Fingern durch Eindringen stimuliert.
Lustzonen beim Lecken: So berührst du die Vulva richtig
Kaum ein menschliches Körperteil besitzt so viele Nervenfasern wie die Vulva. Allein über 10.000 befinden sich in der Klitoris. Das bedeutet, sie ist besonders empfindlich und jeder Bereich hat seine eigenen Eigenschaften. Das Gute: Wenn du weißt wie, kannst du dein*e Partner*in beim Lecken unfassbaren Genuss bescheren. Dafür lohnt es sich, sich die einzelnen Zonen einmal anzuschauen und wie du sie stimulierst:
Der Venushügel ist die Erhebung über dem Schambein, die du zu Beginn und während des Leckens gerne sanft streicheln oder küssen darfst.
Die großen Schamlippen sitzen ganz außen und umschließen die inneren Schamlippen. Sie spielen beim Oralsex eine wichtige Rolle, denn beide sind empfindlich und lassen sich beim Lecken durch Saugen oder Küssen miteinbeziehen.
Der Klitoris, auch Kitzler genannt, solltest du beim Oralsex besonders viel, aber auch besonders sanfte Aufmerksamkeit schenken. Sie liegt oben, wie eine Perle, an der Vulva und ist extrem sensibel. Widme dich daher erst anderen Regionen, bis du dich ihr zuwendest. Berühre sie erstmal vorsichtig, um sie nicht zu überreizen, und steigere dich dann. Leckst du dort, kann dein*e Partner*in einen klitoralen Orgasmus erleben!
Die sich innen befindende Vagina ist beim Cunnilingus oft eher Nebensache, aber auch sie kann stimuliert werden, indem du mit der Zunge oder auch den Fingern in sie eindringst.
Schritt für Schritt: Mit Zungen-Techniken, Druck & Tempo zum Orgasmus
So fängst du an:
Beginne mit ihrem Oberkörper. Mit sinnlichem Streicheln, Küssen und Leckeinheiten von den Brustwarzen bis zum Schamhaar tastest du dich langsam vor. Unter die Gürtellinie gehst du erst, wenn die Person schon richtig erregt ist. Dann kannst du langsam nach unten wandern. Auch die Oberschenkel, insbesondere die Innenseiten, sind empfindlich, weswegen du auch dort gerne küssen und saugen darfst.
Jetzt wird es heiß:
Positioniere dich zwischen den Beinen, beginne aber nicht sofort damit, die Klitoris zu stimulieren. Küsse, lecke und sauge am Venushügel und bewege dich so langsam weiter runter zu den Schamlippen und erst später zur Klitoris. Wie bereits erwähnt ist die Klitoris besonders empfindlich. Aus diesem Grund solltest du mit wenig Druck starten und ihn langsam aufbauen. Jetzt kannst du etwas herumprobieren, um herauszufinden, was der anderen Person gefällt. Lecke sanft oder mit etwas mehr Druck, sauge am Kitzler und pass dabei auf, dass deine Zähne nicht im Weg sind. Das kann nämlich unangenehm sein.
Auch bei den Bewegungen mit der Zunge sind dir keine Grenzen gesetzt. Ob leichte Zickzackbewegungen oder kreisende Bewegungen – achte einfach auf die Reaktionen der Person oder frage nach, um herauszufinden, was ihr gefällt. Wende dich zwischendurch auch anderen Bereichen der Vulva oder den Brüsten zu. Du kannst auch mit der Zunge in die Vagina eindringen.
Du darfst übrigens auch gern zeigen, dass es dir gefällt. Leichtes Stöhnen oder kleine Komplimente können das Ganze noch heißer machen!
Das große Finale:
Wenn du merkst, dass dein*e Partner*in den Körper anspannt, beginnt, schwerer zu atmen und dir das Becken entgegenstreckt, steht der Orgasmus kurz bevor. Jetzt ist es wichtig, dass du deine Technik genauso beibehältst aber Druck und Tempo erhöhst! Während die Person kommt, drücke die flache Zunge auf den Kitzler und lecke noch ungefähr 20 bis 30 Sekunden weiter. Nimm die Zunge erst weg, wenn dein*e Partner*in es dir signalisiert. Der Orgasmus bei Menschen mit Vulva dauert nämlich länger als der von Personen mit Penis.
Lecken mit Fingern kombinieren: So wird die Stimulation intensiver
Die Finger dürfen ebenfalls ins Spiel kommen. Gerade dann, wenn Zunge oder Nacken der Bewegung müde werden, kannst du durch Fingern die Spannung aufrechterhalten. Aber du kannst auch während des Leckens mit den Fingern in die Vagina eindringen und so den G-Punkt stimulieren. Das solltest du allerdings vorher ansprechen. Fingern und Lecken gleichzeitig kann am Anfang etwas überfordernd sein, also bringe die Finger erst dann mit ein, wenn du dich sicher fühlst.
Sextoys für noch mehr Abwechslung beim Cunnilingus
Wenn es beim Lecken etwas stockt, kannst du zu diversen Sextoys greifen, die die Klitoris stimulieren und sie auf deine Zunge vorbereiten. Darunter sind Druckwellenvibratoren sehr beliebt aber auch Modelle, die eine echte Zungenbewegung nachahmen können.
Positionen beim Lecken: bequem, intim und richtig sinnlich
Viele kennen die typische Cunnilingus-Position, bei der die erhaltende Person auf dem Rücken liegt und die aktive auf dem Bauch zwischen den Beinen liegt. Dabei gibt es noch so viele andere Oralsex-Stellungen, die Spaß machen und etwas Abwechslung bringen. Außerdem kann Lecken für die gebende Person und ihren Nacken doch recht anstrengend sein. Auch aus diesem Grund sind die folgenden Stellungen einen Versuch wert:
1. Facesitting
Beim Facesitting sitzt die Person mit Vulva teilweise oder komplett auf dem Gesicht der gebenden Person. Der Vorteil: Es ist nicht so anstrengend für die gebende Person, während die andere Druck und Tempo durch Hüftbewegungen aktiv steuern kann.

2. Doggy-Style
Der Doggy-Style ist vor allem beim penetrativen Sex eine beliebte Stellung, aber auch beim Oralverkehr macht er was her. Der passive Part kann sich auf allen Vieren positionieren, während die andere Person ihn von hinten mit der Zunge verwöhnt. Diese Stellung eignet sich besonders, wenn du zusätzlich mit den Fingern den G-Punkt stimulieren möchtest oder wenn ihr den Anus mit einbeziehen möchtet.
3. 69-Stellung
Old but Gold! Bei der 69-Stellung können alle auf ihre Kosten kommen. Denn dadurch, dass ihr aufeinanderliegt, jeweils mit dem Gesicht an den Genitalien der anderen Person, könnt ihr euch gegenseitig mit dem Mund oder auch mit der Hand befriedigen. Gerade beim Lecken ist es auch für die unten liegende Person eine entspannte Position.

4. 68-Stellung
Die etwas ausgefallenere 68er-Position ist ähnlich der 69er-Stellung. Die gebende Person liegt auf dem Rücken und spreizt leicht die Beine, während die erhaltende Person sich mit dem Rücken auf seine*n Partner*in legt. Die Füße der oben Liegenden zeigen Richtung Kopf der unten liegenden Person. So kann diese die Vulva verwöhnen und die obere Person kann auch selbst Hand anlegen.

5. Im Sitzen oder Stehen
Der Cunnilingus bietet die Möglichkeit, dass du die andere Person nicht nur im Liegen verwöhnst. Wie wäre es zum Beispiel, wenn dein*e Partner*in sich auf einen Stuhl setzt, du dich vor sie kniest und sie von dort aus leckst? Genauso funktioniert das Ganze auch im Stehen, wenn du dich richtig zwischen den Beinen positionierst.
Intimpflege, Geruch und Intimbehaarung beim Oralsex
Jede Vulva ist unterschiedlich und absolut nichts, wofür man sich schämen sollte. Ganz im Gegenteil: Jede ist auf ihre Art und Weise schön. Und das gilt auch für Geruch und Geschmack. Auch wenn mit der Scheidenflora alles in Ordnung ist und die Hygiene richtig durchgeführt wird (nur mit Wasser, bitte! Keine Seifen, Sprays oder Cremes), kann ein gewisser Geruch im Intimbereich bleiben. Diesen empfinden wir selbst zwar manchmal als unschön, ist für andere Personen aber meist kein Problem.
Der Geruch variiert außerdem je nachdem in welcher der vier Zyklusphasen man sich befindet. Es gibt aber auch andere Dinge, die Geruch und Geschmack beeinflussen. Fettiges, scharfes und geruchsintensives Essen, aber auch Nikotin und Alkoholkonsum sollten vor dem Oralverkehr möglichst vermieden werden.
Sollte die Vulva aber besonders streng riechen, empfiehlt es sich, eine*n Gynäkologin*Gynäkologen aufzusuchen. Ist alles in Ordnung, du aber trotzdem unsicher, können neben Lecktüchern auch Gleitgele mit Geschmack zum Einsatz kommen.
Auch Intimbehaarung ist nichts, wofür sich jemand schämen sollte oder wofür man von anderen verurteilt werden sollte. Schon gar nicht von Sexualpartner*innen! Körperbehaarung ist absolut natürlich und wie man selbst mit ihr umgeht, geht niemanden etwas an. Auch beim Oralverkehr stellen sie in der Regel keine Hürde dar. Wenn die Haare sehr lang sind und in den Weg kommen, kannst du sie etwas trimmen.
Orgasmusdruck & Unsicherheit: So nimmst du den Druck raus
In Filmen, Büchern oder Pornos: Der Fokus beim Sex liegt meistens auf dem Orgasmus. Und auch wenn ein Orgasmus natürlich wunderschön ist, kann es manchmal ganz schön Druck erzeugen, wenn man das Gefühl hat, dass er das Ziel beim Geschlechtsverkehr ist. Beim Lecken stehen die Chancen auf den Höhepunkt zwar recht gut, aber auch hier ist er nicht garantiert und das muss er auch nicht. Sei nicht frustriert, wenn er*sie gerade bei den ersten Malen nicht zum Orgasmus kommt. Viel mehr solltet ihr den Druck rausnehmen und dieses intime Erlebnis genießen. Denn Oralverkehr schafft eine ganz besondere Verbindung, die ohne die Erwartung, dass er*sie kommen muss, nur schöner wird. Es kann eine Weile dauern, bis du weißt, was der anderen Person gefällt und wie du es umsetzt. Probiert aus, was funktioniert, und lasst euch Zeit. Schließlich ist noch kein*e Meister*in vom Himmel gefallen!
Häufige Fehler beim Lecken und wie du sie vermeidest
Auch beim Lecken gibt es einige Dinge, die du lieber bleiben lassen solltest. Damit du sie vermeiden kannst, ist hier eine Liste mit Gründen, warum es mit dem Cunnilingus noch nicht perfekt klappt:
Zu schnell, zu viel: Bei Personen mit Vulva kann es bis zu einer halben Stunde dauern, bis sie sexuell erregt sind. Lass dir deshalb viel Zeit, deine*n Partner*in mit Küssen und Streicheln zu verwöhnen, bevor du richtig loslegst.
Falsche Bewegungen: Die Vulva ist extrem sensibel. Zu viel Druck, zu schnelle Bewegungen oder ein plötzliches Eindringen sind absolute Stimmungskiller. Baue den Druck langsam auf und versuche, möglichst fließende Bewegungen mit der Zunge zu machen.
Eintöniges Lecken: Es gibt so viele Bereiche an der Vulva, die du verwöhnen kannst! Schenke allen die Aufmerksamkeit, die sie verdienen. Anstatt eintönigem Lecken der Klitoris kannst du mit kreisenden oder Zick-Zack-Bewegungen, Saugen und Druck Abwechslung in den Oralsex bringen.
Bitte keine Zähne: Auch wenn sanftes Beißen an den Schamlippen sehr erregend sein kann, sollten die Zähne am besten keine Rolle während des Leckens spielen. Das kann nämlich unangenehm oder sogar schmerzhaft werden.
Falscher Einsatz von Fingern: Auch wenn das Fingern sich gut mit dem Cunnilingus verbinden lässt, kann das Ganze schnell nach hinten losgehen. Denn immerhin musst du zwei Dinge gleichzeitig machen. Das kann vor allem am Anfang überfordern und eher kontraproduktiv sein. Daher lieber erstmal aufs Lecken konzentrieren und erst später mit gleichzeitigem Fingern experimentieren.















