Paare im Haushaltsstress

Putzstress killt die Liebe – jede fünfte Frau denkt ans Beziehungsaus

Wer macht was im Haushalt ? Laut Studie denkt jede fünfte Frau bei ungleicher Aufgabenverteilung ernsthaft an Trennung.

Verzweifelte junge Frau sitzt auf Sofa mit Wäschebergen um sie herum
Jede fünfte Frau überlegt, wegen ungleicher Hausarbeit die Beziehung zu beenden Foto: i-Stock/PeopleImages
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Viele Paare wünschen sich eine faire Aufteilung der Hausarbeit – doch meist bleibt es beim Wunsch. Tatsächlich übernehmen Frauen im erwerbsfähigen Alter jede Woche rund 13 Stunden mehr Hausarbeit als Männer und tragen zusätzlich den Großteil des Mental Loads, also der unsichtbaren Planungs- und Organisationsaufgaben im Alltag. Diese Schieflage sorgt für Frust: Die aktuelle Freda-Studie zeigt, dass das Gerechtigkeitsempfinden bei ungleicher Verteilung sinkt und das Beziehungsklima leidet. Jede fünfte Frau denkt dann sogar an Trennung.

Frauen machen mehr – und tun anderes

Wäschewaschen, Putzen und Kochen gehören bei der Hausarbeit nach wie vor zu den klassischen Aufgaben, die meist von Frauen übernommen werden. Im Gegensatz dazu berichten laut Freda-Studie rund 80 Prozent aller befragten Paare: In ihrer Beziehung übernimmt der Mann anfallende Reparaturen im Haushalt. Lebt zudem ein Kind mit im Haushalt, verstärkt sich diese qualitativ unterschiedliche Verteilung der Aufgaben noch einmal deutlich.

Tabelle mit Gewichtung der Hausarbeit in Beziehungen laut Freda Studie
Aufteilung der Hausarbeit bei PaarenFReDA Foto: Credit: Freda-Panel.de

Elternsein auf dem Prüfstand – Wie fair läuft die Aufgabenverteilung?

Sobald Kinder im Haushalt leben, verschärft sich die ungleiche Verteilung der Hausarbeit spürbar. Frauen übernehmen dann noch häufiger den Großteil der alltäglichen Routinen. Einmal festgelegte Aufgaben bleiben meist unverändert bestehen und verfestigen sich mit der Zeit.

Balance im Haushalt: Aufgaben gerechter verteilen

Die Studie zeigt, dass eine gerechte Verteilung der Hausarbeit oft auch eine wichtgige Grundlage für stabile und glückliche Partnerschaften ist. Als Hilfestellung wäre es zentral Paare und vor allem Frauen bei der Hausarbeit zu entlasten. „Das ließe sich etwa durch externe Angebote erreichen – zum Beispiel, indem haushaltsnahe Dienstleistungen stärker gefördert werden oder das im Koalitionsvertrag vorgesehene Familienbudget eingeführt wird. Damit könnten Familien mit kleinen Kindern oder pflegebedürftigen Angehörigen künftig Unterstützung durch Alltagshelfer finanzieren“, erklärt Dr. Leonie Kleinschrot, Mitautorin der Studie.

Auch flexible Arbeitszeiten können es beiden Eltern erleichtern, Beruf und Familie besser zu vereinbaren. „Gerade für Väter sollte es einfacher werden, sich von Anfang an stärker in Familien- und Hausarbeit einzubringen“, betont Mitautor Dr. Detlev Lück.