„Wal, da bläst er!“

Timmy-Rettung läuft auf Hochtouren: Das kann jetzt noch schief gehen

Buckelwal Timmy wurde erfolgreich in die Barge verfrachtet und wird nun Richtung Nordsee transportiert. Doch Experten warnen vor Risiken.

Ein Bild von Wal Timmy aus der Nordreportage Gestrandet: Ein Wal in der Ostsee.
Wie geht es für Timmy weiter, wenn er die Nordsee erreicht? Foto: ©NDR
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Die Rettung von Buckelwal Timmy ist einen entscheidenden Schritt weiter: Der Wal ist mittlerweile in der Barge und wird nun Richtung Nordsee geschleppt. Der Schlepper „Robin Hood“ hat den Lastkahn mit Timmy an den Haken genommen.

Nach stundenlanger Arbeit mit Gurten und Feuerwehrschläuchen gelang es den Helfern, das tonnenschwere Tier in das mit Wasser gefüllte Stahlbecken zu ziehen. Umweltminister Till Backhaus (SPD) nannte es einen „Erfolgsmoment“, die Reise wird nun mehrere Tage dauern.

Was noch schiefgehen kann

Trotz des Durchbruchs bleiben einige Risiken. Timmy liegt in der Barge fixiert in einer Trage, was zu Muskelversäuerung führen kann, warnt Meeresbiologe Fabian Ritter. Der Motorenlärm des Schubschiffs könnte zudem Timmys Gehör schädigen – Wale orientieren sich schließlich primär über Schall.

Bei Freilassung droht dann die Erstickung: Geschwächt könnte Timmy untergehen, ohne an die Oberfläche zu gelangen. Der Tracker funktioniert unter Wasser nicht, was die anschließende Ortung erschwert. Greenpeace und weitere Expertengruppen sehen daher weiterhin kaum Überlebenschancen für Timmy – dennoch bleibt Timmys Schicksal natürlich völlig offen.

Timmys Zustand

Timmy ist zwar transportfähig, leidet aber unter diversen Problemen: Flache Atmung, Gewichtsverlust und mögliche Verletzungen aus früheren Rettungsversuchen machen ihm und den Helfern zu schaffen. Nach drei Tagen, wenn Timmy über Dänemark angekommen ist, wird sein Zustand noch einmal überprüft.

Für Till Backhaus und die Helfer auf Poel endet nun dennoch ein großes Kapitel. Timmy ist auf dem Weg nach Hause, eine Sandbank in der Ostsee wird er kaum noch einmal ansteuern. Doch Experten sind sich sicher: Der nächste Wal wird kommen.

Quellen