Da kann Timmy nur neidisch zusehen ...

Anderer Buckelwal binnen weniger Stunden gerettet – mit dieser simplen Methode

Gute Nachricht aus Australien, bitterer Kontrast zur Ostsee: Ein gestrandeter Buckelwal war dort innerhalb von 24 Stunden wieder frei.

Ein Buckelwal im Glacier Bay Nationalpark in Alaska.
Auf so ein Happy End wartet man auf Poel bisher vergeblich (Symbolbild). Foto: IMAGO / imagebroker
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Während Buckelwal Timmy seit Wochen auf Hilfe wartet, ging es an der Wallis Lake-Mündung in New South Wales deutlich zügiger zu. Ein junger Buckelwal war dort auf einer Sandbank gestrandet und konnte nach Angaben der Berichte innerhalb eines Tages befreit werden.

Ein wenig erstaunlich wirkt vor allem, wie schlicht die Methode am Ende war: Die Einsatzkräfte legten Gurte beziehungsweise Schlingen unter die Brustflossen und zogen das Tier mit Booten Zentimeter für Zentimeter zurück ins tiefere Wasser. Mehrere Teams arbeiteten dabei eng zusammen, bis der Wal schließlich wieder aus eigener Kraft schwimmen konnte.

Teamarbeit statt Stillstand

Beteiligt waren demnach der NSW National Parks and Wildlife Service, die Organisation ORRCA, lokale Marine-Rettungskräfte und ein Team von Sea World. Während des Einsatzes wurden Boot- und Brückenverkehr eingeschränkt, damit das Tier nicht zusätzlich gestresst wurde.

Der Wal war zunächst unter einer Brücke zwischen Forster und Tuncurry gesichtet worden, später aber auf der Sandbank festgesetzt. Erste Versuche, ihn zu vertreiben, blieben erfolglos, auch ein Schleppmanöver brachte zunächst nicht den erhofften Erfolg.

Warum es dort klappte

Der entscheidende Unterschied liegt offenbar in der Vorbereitung. Australien gilt für solche Fälle als besser aufgestellt, weil dort mehr Experten vor Ort sind und Rettungsteams schneller reagieren können. Im konkreten Fall war der Wal nach den Berichten außerdem in einem deutlich besseren Zustand als Timmy, dessen Rettung wegen seiner Schwäche und der langen Irrfahrt komplizierter ist.

Dennoch machte sich in Australien auch das schnelle Handeln bezahlt, während in Deutschland durch lange Planungen und Diskussionen alles scheinbar unnötig in die Länge gezogen wird.

Blick auf Timmy

Für den Ostsee-Wal bleibt die Lage angespannt. Nach den vorliegenden Informationen läuft die Rettungsaktion für Timmy weiter, doch ein ständiges Hin und Her im Rettungsteam und lange Entscheidungswege machen die Lage für alle kompliziert.

Quellen