Aus de Babyboomer-Ära

Diese Babynamen aus den 60er-Jahren kommen nie aus der Mode

Du suchst einen Babynamen aus den 60ern? Diese Vornamen für Mädchen und Jungen inspirieren auch heute noch.

Video Platzhalter
Video: Glutamat

Von kultureller Revolution über soziale Umbrüche, bis hin zur Mondlandung und Woodstock: Das Jahrzehnt der 60er-Jahre war so bunt und vielfältig wie die Welt selbst.

Die 60er bewegten sich irgendwo zwischen Emanzipation und traditioneller Rollenverteilung. Was die Namen des Nachwuchs anging, dominierten für Mädchen unter den Top 3: Sabine, Susanne und Petra. Bei den Jungen: Thomas, Michael und Andreas.

Das sind dir noch nicht genug Babynamen, die durch die Jahre zwischen 1960 und 1969 inspiriert wurden? Dann haben wir hier eine Auswahl an Namen für Mädchen und Jungen für dich, die garantiert zeitlos-schön sind, obwohl oder gerade weil sie aus den 60ern stammen.

Angesagt & zeitlos: Babynamen für Mädchen aus den 1960ern

Von klassisch bis international: Die schönsten Babynamen für Mädchen aus dem Jahr 1960 – und ihre Herkunft:

Gabriele

Gabriele war in Deutschland einer der häufigsten Mädchennamen zwischen Mitte der 50er-Jahre und 1965. Der Name ist die weibliche Form von Gabriel, der aus dem Hebräischen kommt und sich von den Wörtern „geber“ und „el“ ableitet, welche übersetzt „der starke Mann“ (in diesem Fall: „die starke Frau“) und „Gott“ bedeuten.

Isabelle

In Frankreich war Isabelle ein äußerst beliebter Name bei Mädchen in den 60er-Jahren – und hat sogar eine deutsche Verbindung. Denn Isabelle ist die französische Form des deutschen Vornamens Elisabeth und bedeutet so viel wie „Gott ist Glück“.

Jane

Die englische Form von Johanna bedeutet ins Deutsche übersetzt "Gott ist gnädig". Wenn du biblischen Assoziationen nichts abgewinnen kannst, dann vielleicht einer modischen Interpretation: Jane Birkin war eine britisch-französische Schauspielerin, Sängerin und Stilikone. Nach ihr wurde die berühmte „Birkin Bag“ von Hermès benannt.

Linda

Der Name Linda war in den 60ern besonders in Großbritannien beliebt. Tatsächlich kommt der Vorname aus dem Englischen, hat aber einen althochdeutschen Ursprung: Er geht auf das althochdeutsche Wort „lind“ zurück, was „sanft“, „mild“ und „geschmeidig“ bedeutet. Daher wird Linda gerne mit „die Sanfte“ übersetzt.

Silvia/ Sylvia

Der Name Silvia schaffte es in den 60ern unter die Top 20 der am häufigsten vergebenen Namen. „Silva“ kommt aus dem Lateinischen und bedeutet „der Wald“. Bist du also besonders naturverbunden, könnte der Vorname passend für dein Kind sein.

Schon gewusst?

Der Babyboom startete Mitte der 50er und erreichte Mitte der 60er-Jahre seinen Höhepunkt mit 1,357 Millionen Kindern. Der Grund: Viele Paare wollten eine Familie gründen, da die Lebensqualität und die finanzielle Sicherheit wieder stieg. Die Einführung des Kindergeldes und steuerliche Vorteile sorgten außerdem für mehr Nachwuchs. Dazu kam das traditionelle Bild einer Familie mit mehreren Kindern: Es galt als gesellschaftliches Ideal.

Angesagt & zeitlos: Babynamen für Jungen aus den 1960ern

Von klassisch bis international: Die schönsten Babynamen für Jungen aus dem Jahr 1960 – und ihre Herkunft:

Andi

Die Kurzform für Andreas rangierte in den 60er-Jahren konstant in den Top 5 der meist vergebenen Babynamen. Der Name Andreas hat seinen Ursprung im Altgriechischen und leitet sich vom griechischen Wort andreios ab, was „mannhaft“ und „tapfer“ bedeutet. Andi kann daher mit "der Männliche" oder "der Tapfere" übersetzt werden.

Henri

Die französische Form des deutschen Vornamens Heinrich leitet sich aus dem althochdeutschen Wort "heima" („die Heimat") und dem Wort "rihhi", was "reich", "mächtig" oder „Herrschaft“ bedeutet, ab. Der Name Henri wird daher oft mit „Herrscher des Hauses“ oder „der Mächtige“ übersetzt. Die Schreibweise mit „y“, also Henry, wurde laut im 18. Jahrhundert aus dem Englischen übernommen.

John

Während 1965 hierzulande der Vorname Michael auf Platz 2 der beliebtesten Namen stand, belegte der Babyname John in den UK-Charts den zweiten Platz. Der Vorname geht auf die hebräischen Wörter „Jahwe“ (hebräischer Gottesname) und auf das Wort „chanan“, was „begünstigen“ und „gnädig sein“ bedeutet, zurück. Daher wird John oft mit „Jahwe ist gnädig“ oder „Jahwe ist gütig“ übersetzt.

Marc

Marc ist die kurze Version des männlichen Vornamens Marcus (Markus), der Anfang der 60er-Jahre gerne für den Nachwuchs verwendet wurde. Der Name bezieht sich auf „Mars“, den römischen Kriegsgott. Daher wird Marc häufig mit „der Kriegerische“ übersetzt.

Sven

Bereits in den 50er-Jahren erfreute sich Sven als Babyname großer Beliebtheit in Deutschland. Auch in den 60ern hielt sich der auch in Skandinavien populäre Vorname altnordischen Ursprungs wacker in den Top 20. Übersetzt bedeutet Sven so viel wie „junger Krieger“.

Artikelbild und Social Media: iStock/catscandotcom