Ist Timmy depressiv? Expertin hat besorgniserregende Vermutung
Am Sonntag zeigten sich die Experten noch hoffnungsvoll, doch der finale Rettungsversuch für Buckelwal Timmy verzögert sich erneut.
Seit fast einem Monat liegt Buckelwal Timmy mittlerweile in der Bucht von Poel. In der Zwischenzeit ist offiziell viel passiert, Helfer und Rettungsteams kamen und gingen, aber die meiste Zeit wurde einfach gewartet. Gewartet auf neue Expertenmeinungen, gewartet auf Gerätschaften, gewartet auf günstige Bedingungen. Bei aller Dankbarkeit wurde das selbst Timmy zu dumm, der sich daraufhin – Hochwasser sei Dank – selbst von seiner Sandbank löste.
Leider endete dieses scheinbare „Wunder von Poel“ recht schnell wieder: Der Wasserstand sank und Timmy sitzt auf einer anderen Sandbank fest. Also wieder: warten, warten, warten, bis für den nächsten (ersten) Rettungsversuch alles vorbereitet ist.
Daumen drücken für Dienstag – oder Mittwoch – oder …
Der aktuelle Plan sieht vor, dass Timmy mit einer Barge in die Nordsee geführt werden soll. Die dafür benötigte Mulde ist bereits gegraben und Timmy hat sich sogar schon in die richtige Richtung gedreht. „Er bereitet sich seelisch und moralisch scheinbar auf die Abfahrt vor“, so Till Backhaus, der mittlerweile emotional eng mit Timmy verbunden ist.
Doch die Barge lässt sich Zeit. Eigentlich sollte sie in der Nacht zu Montag bei Timmy ankommen, die Rettung selbst hätte dann am Dienstag starten sollen. Nun verspätet sich die Barge jedoch, erst am Montagabend wird mit ihr gerechnet. Das könnte die Rettung auf Mittwoch verschieben – oder sogar noch länger, wenn man an frühere Rettungszeitpläne zurückdenkt.
Timmy unter Druck
Bei der Frage, wie es Timmy mittlerweile geht, gibt es unterschiedliche Aussagen. Bei einer Pressekonferenz beteuerten Experten des Rettungsteams, dass Timmy noch viel Energie habe und „leben will“, doch die Tierschutzorganisation Whale and Dolphin Conservation geht davon aus, dass Timmy durch den ständigen Menschenkontakt unter hohem Druck und Stress leidet.
Zudem ist Timmy laut Bild-Informationen deutlich leiser geworden. Tierärztin Dr. Kirsten Tönnies vermutet, dass Timmy depressiv sein könnte. Die Hoffnung stirbt natürlich zuletzt, aber wenn man sieht, wie schnell und erfolgreich andernorts Wale aus ähnlichen Situationen befreit werden können, lässt sich auch der Frust vieler Timmy-Fans sehr gut verstehen.











