Dating-Trend

Orbiting: Warum das Dating-Phänomen so verunsichert und wie du dich schützt

Hast du schon mal von der fiesen Dating-Masche Orbiting gehört? Was hinter dem negativen Dating-Trend steckt und was du dagegen tun kannst.

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Hast du schon einmal von dem Dating-Phänomen Ghosting, dem Vorgänger des Orbiting, gehört? In diesem Fall endet eine Beziehung dadurch, dass der Partner einfach aus dem Leben verschwindet. Es gibt kein Lebenszeichen mehr von ihm und auch keine weitere Erklärung für die Trennung oder das Beenden der Bekanntschaft - als wäre er ein Geist. Erfahre mehr über das Phänomen Ghosting:

Doch beim neuen Dating-Phänomen Orbiting kommt noch ein Detail hinzu, was für die zurückbleibende Person nicht nur nervig, sondern auch verunsichernd sein kann.

Was ist Orbiting?

Stell dir vor, dein*e Ex oder eine Person, die du gedatet hast, ist einfach sang- und klanglos von der Bildfläche verschwunden. Er*sie hat dir keine Erklärung hinterlassen, sondern eure Beziehung bzw. euer Kennenlernen einfach durch sein*ihr Verschwinden beendet. Auf einmal aber hinterlässt er*sie ein Like bei einem Facebook-Post von dir oder du siehst, dass er*sie sich deine Instagram-Stories angesehen hat.

Du könntest jetzt vermuten, dass er*sie sich wieder an dich herantasten möchte und Kontakt zu dir sucht. Doch das ist in Wahrheit nicht der Fall. Beim Orbiting findet keine aktive Kontaktaufnahme statt, deine Nachrichten und Anrufe werden also weiterhin unbeantwortet bleiben. Dein*e Ex bzw. dein ehemaliges Date kann sich nur auch nicht zu 100 Prozent von dir lossagen und verfolgt dich weiterhin auf Social Media.

Der englische Begriff Orbiting bedeutet übersetzt Umkreisen: Der Ghoster taucht wieder auf, sendet dir gemischte Signale und umkreist dich, ohne sich auf dich festzulegen. 

Fieser Dating-Trend: Was sind die Gründe für Orbiting?

Beziehungsexperten erklären das Phänomen vor allem mit Unsicherheit. Die Person, die die Beziehung abrupt durch ihr Verschwinden beendet hat, ist sich nicht sicher, ob sie den Kontakt komplett abbrechen möchte. Durch Likes und unwichtige Kommentare auf sozialen Medien wie Instagram erhofft sie sich, ein kleines Hintertürchen offenzuhalten, was eine spätere Kontaktaufnahme möglich machen könnte.

Ein anderer Grund kann sein, dass der*die Orbiter*in narzisstische Persönlichkeitszüge hat. Durch die erneute Aufmerksamkeit über Social Media machst du dir vielleicht wieder Hoffnung. Das gibt Narzisst*innen ein Gefühl von Macht.

Auch folgen manche dem fiesen Dating-Trend, weil sie einsam sind und sich nach Aufmerksamkeit sehnen. Zwar sind sie nicht an einem direkten Kontakt mit dir interessiert. Aber durch den Kontakt über die sozialen Netzwerke fühlen sie sich weniger einsam.

Dass das absolut nicht fair ist, ist ja wohl klar. Der betroffenen Person wird es so schließlich noch schwerer gemacht, mit der Beziehung abzuschließen und einen Neuanfang zu wagen. Darum solltest du dich und dein Herz unbedingt schützen, wenn du ein Orbiting-Opfer bist.

Dating-Phänomen Orbiting: Das kannst du tun, wenn es dich trifft

Unterbinde den Kontakt zu der Person am besten komplett und blockiere sie bei Facebook, WhatsApp, Instagram und Co. So raubst du der*dem Unentschlossenen die Chance, dich weiterhin über Social Media zu nerven und zu verunsichern. Du bekommst dann endlich die Chance, dich selbst von der Vergangenheit zu lösen und richtig neu anzufangen - mit einer Person, die es beim Dating ehrlich meint und dich wirklich zu schätzen weiß.

Mache dir stets bewusst, dass es beim Dating ebenso wie in einer guten Beziehung auf ein ausgeglichenes Geben und Nehmen ankommt. Auch wenn Online-Dating leider sehr anfällig für fieses Dating-Verhalten ist, musst du dir das noch lange nicht bieten lassen!

Artikelbild und Social Media: Sitthiphong/iStock