Periodenunterwäsche-Guide

Periodenunterwäsche-Test: Drei Redakteurinnen haben drei Marken getestet

Wir haben den Periodenunterwäsche-Test gemacht und drei beliebte Marken genauer unter die Lupe genommen. Das Ergebnis des Vergleichs liest du hier. 

Wir haben den Periodenunterwäsche-Test gemacht
Kann Periodenunterwäsche Tampons und Binden ersetzen? Wir haben den Test gemacht Foto: iStock/ AnSyvanych

Wie funktioniert Periodenunterwäsche?

Periodenunterwäsche kann während der Menstruation mit oder ohne zusätzlichen Hygieneartikeln getragen werden. Sprich du blutest während deiner Periode nicht in erster Linie oder nur in eine Damenbinde, einen Tampon oder in eine Menstruationstasse, sondern nur oder auch in deine Menstruationsunterwäsche. Im Gegensatz zu einer gewöhnlichen Unterhose hat Periodenunterwäsche eine Art "Zwischenschicht" oder auch Saugeinlage, die dein Periodenblut aufsaugt und vor dem Auslaufen schützt. Dieser Saugkern besteht häufig aus drei oder teilweise auch mehr Schichten: Die erste Schicht sorgt dafür, dass dein Schritt trocken bleibt, die zweite Schicht wirkt antibakteriell und tötet Bakterien und Keime ab und die dritte Schicht verhindert das Auslaufen. Periodenunterwäsche bietet eine müllfreie Alternative zu Tampons und Binden, da sie wiederverwendet werden kann und somit keinen Müll verursacht.

Periodenunterwäsche-Test: Drei Marken im Vergleich

Jeder Körper ist anders und so auch die Periode. Und genau aus diesem Grund haben wir entschieden, das Thema Periodenunterwäsche aus mehreren Blickwinkeln zu betrachten. So haben drei unserer Redakteurinnen drei verschiedene Marken an Period Panties getestet. Hierfür haben wir verschiedene Modelle getestet, um auch in Sachen Sitz und Komfort ein Fazit ziehen zu können. Damit du dir ein eigenes Bild machen und deine Periodenunterwäsche den Bedürfnissen deines Körpers entsprechend auswählen kannst, teilen wir die Ergebnisse unseres großen Periodenwäsche-Tests und unsere Erfahrungen hier mit dir. 

Periodenunterwäsche von Taynie: Wir haben sie getestet

Ich habe die Periodenunterwäsche von Taynie getestet und bin wirklich begeistert und zufrieden. Die Unterhosen sitzen unglaublich gut, sind bequem und fühlen sich auf der Haut sehr gut an. Außerdem habe ich das Gefühl, dank der Periodenunterwäsche von Taynie sicheren Auslaufschutz zu haben; vom ersten Tag bis zum letzten Tag meiner Periode – Tampons, Binden, Menstruationstasse und Co. vermisse ich überhaupt nicht. Für einen ganzen Tag brauche ich etwa 2-3 Period Panties. 

Als einziges Manko vermute ich, dass die Perioden-Slips wegen des Baumwollstoffs im Sommer für manche zu warm sein könnten. Aber auch hier kann die Periodenunterwäsche ohne Biozide von Taynie Abhilfe schaffen: Denn in dem Fall ließe sich nämlich auch einfach auf schmalere Panties oder solche mit Low Waist setzen! Die Periodenunterwäsche von Taynie ist meiner Meinung nach wirklich toll und kommt zudem mit einem soliden Preis-Leistungs-Verhältnis. Ich bin zufrieden und kann sie ganz klar weiterempfehlen. 

  • Material: u.a. (Bio-)Baumwolle, Elasthan, Nylon und Polyester

  • Passform: etwas größere Größe empfehlenswert

  • Tragekomfort: sehr bequem, Stoff angenehm auf der Haut, fühlt sich bis auf den Saugkern an wie normale Unterwäsche

  • Reinigung: Waschen bei bis zu 60 Grad möglich, aber nicht notwendig, ich empfehle die Modelle nach Benutzung mit kaltem Wasser auszuwaschen und auf gängigen Temperaturen mit der restlichen Wäsche zu reinigen

  • Pluspunkte: Periodenunterwäsche ohne Biozide, Oeko Tex Standard 100 geprüft, Größen von 28 bis 62, sicheres Gefühl beim Tragen, kann je nach Periode den ganzen Tag getragen werden

Verschiedene Modelle: Hier kannst du die Perioden-Slips von Taynie bestellen >>

Periodenunterwäsche von MyLily: Wir sind begeistert

Da ich mich bis dato noch nie 100%-ig wohl mit Alternativen wie etwa Menstruationstassen gefühlt habe, war ich sehr gespannt auf die Periodenpanties von MyLily – kann es wirklich sein, dass ich mich wie in meiner liebsten normalen Unterwäsche und dennoch komplett auslaufsicher fühle? Ich habe die Marke MyLily getestet und berichte dir hier nun von meinen Erfahrungen.

Und ja, es kann! Und das, trotzdem meine Blutungen seit ein paar Jahren gerade an den ersten zwei Tagen meiner Periode sehr stark sind – das Hipster-Modell hält meinen starken Blutungen stand. Vom ersten Tag bis zum letzten habe ich ein sicheres Gefühl beim Tragen – und das den ganzen Tag lang. 

Das Tanga-Modell ist für mich perfekt für die letzten, schwächeren Tage und wenn ich doch mal wieder Lust auf ein etwas engeres Kleidungsstück unten herum habe. Beide Modelle sitzen bequem, ohne einzuschneiden oder gar zu zwicken – etwas, was dank Blähbauch und Krämpfen im Unterleib für mich während der Menstruation die letzten Jahre auch noch einmal wichtiger geworden ist.

Was ich an den Period Panties außerdem liebe: Das Hamburger Start-Up MyLily verwendet nur Bio-Baumwolle und lässt seine Periodenunterwäsche in einem Frauenhaus in Barcelona produzieren – die Themen Menstruation und Female Empowerment wurden hier für mich einmal perfekt zu Ende gedacht.

Ich kann die Periodenunterwäsche als Alternative zu Tampons, Binden oder Menstruationstasse auf jeden Fall empfehlen und bin sehr zufrieden.

  • Material: 100% Bio-Baumwolle, die technischen Gewebeschichten erfüllen den Nachhaltigkeits-Standard von Bluesign und bestehen u.a. aus Polyester

  • Passform: Hipster fallen kleiner aus, lieber eine Größe größer, Tanga-Modell fällt wie gewohnt aus

  • Tragekomfort: Slips sitzen bequem, schneiden nicht ein, ich habe ein sicheres Gefühl

  • Reinigung: Bei 30 Grad, nicht auf der Heizung trocken lassen!

  • Pluspunkte: Bio-Baumwolle, Bluesign-Siegel, optimaler Komfort und somit selbst im Alltag tragbar – sicherer Auslaufschutz vom ersten Tag bis zum letzten der Periode

Nachhaltige Alternative: Die Periodenunterwäsche von MyLily kannst du hier bestellen >>

Menstruationsunterwäsche-Test: Erfahrungen mit Kora Mikino

Ich bin bereits als routinierte Periodenunterwäsche-Trägerin in den Test gestartet und war deswegen besonders gespannt, wie sich die Unterwäsche von Kora Mikino schlägt. Mir war neben dem Auslaufschutz das Material besonders wichtig, da ich eine empfindliche Haut habe und auch sonst lieber auf Kleidung aus schadstoffarmen Materialien setze, um den Kontakt mit schädlichen Färbemitteln und Chemikalien so gering wie möglich zu halten. 

Beim Auspacken fiel mir direkt der superweiche Griff der Unterwäsche auf – großer Pluspunkt, denn nichts ist störender als kratzige und störrische Unterwäsche. Aber kein Wunder, die Kora-Mikino-Hosen sind aus 90 Prozent Modal hergestellt und fühlen sich demnach wie Watte an. Beim anschließenden Anziehen und Tragen ist mir direkt positiv aufgefallen, dass die Modelle ganz und gar nicht einengen, bequem sitzen und nicht zuletzt durch das butterweiche Material anschmiegsam sind. Dies gilt auch für die Bündchen, die weder am Bauch einschneiden noch mir das Gefühl geben, ich sei "verpackt".

Zu guter Letzt hat mich dann auch noch der Auslaufschutz überzeugt und ich hatte zu keiner Zeit Sorge, dass etwas daneben geht. Ab sofort sind die Panties von Kora Mikino meine neuen Favoriten im Periodenunterwäsche-Kosmos. Ich bin begeistert, zufrieden und kann sie auf jeden Fall empfehlen.

  • Material: 90% Modal, 10% Elasthan

  • Passform: wähle die Größe, die du auch in normaler Unterwäsche trägst

  • Tragekomfort: Slips sehr bequem, anschmiegsam, schneiden nicht ein

  • Reinigung: bei 40 Grad waschbar

  • Pluspunkte: seit Herbst 2020 wird Periodenunterwäsche ohne Biozide produziert, Modal ist ein natürliches Material aus Buchenholz, butterweicher Griff, Reinigung ist leicht – einfach ab in die Maschine, ist über Stunden auslaufsicher, Panty engt nicht ein, Gummibündchen schneiden nicht ein, für starke Tage und schwache Tage gleichermaßen geeignet

Alternative zu Tampon und Binde: Periodenunterwäsche-Modelle von Kora Mikino hier bestellen >>

Periodenunterwäsche-Erfahrungen: Unser Fazit

Wir sind uns einig darin, dass Periodenunterwäsche nicht nur den Vorteil hat, dass sie nachhaltig ist, sondern wir sind auch begeistert von allen drei von uns getesteten Periodenunterwäsche-Marken. Auch die Testerinnen, die die Alternative zum ersten Mal genutzt haben!

Die Panties sind allesamt sehr bequem zu tragen und haben zuverlässigen Auslaufschutz. Außerdem finden wir, dass die High Waist-Modelle im Vergleich dank des weiter oben sitzenden Stoffes, einen wärmenden Effekt haben, der sich während der Periode als sehr angenehm erweist. Nur im Sommer würden wir logischerweise eher Modelle mit weniger Stoff empfehlen.

Das einzige Manko ist, dass die Höschen teilweise nur bei Temperaturen von bis zu 40 Grad gewaschen werden können. Doch die Modelle von Taynie dürfen sogar bei 60 Grad in die Maschine. Jedoch wissen die anderen Hersteller auch hier Abhilfe zu schaffen: Denn Keime und Bakterien werden bereits dank der besonderen Membran der Unterwäsche abgetötet, wonach eine 60 Grad Wäsche nicht unbedingt von Nöten wäre. Nach dem Benutzen kannst du die Unterwäsche mit kaltem Wasser ausspülen und sie anschließend mit der restlichen Wäsche reinigen. Wem das noch nicht genügt, der kann der Wäsche zum Waschen zusätzlich einen Hygienespüler beigeben.

Video: Diese nachhaltige Methoden während der Periode gibt es >>

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Hält Periodenunterwäsche wirklich dicht?

Periodenunterwäsche ist darauf ausgelegt, sicher vor dem Auslaufen zu schützen – also lässt sich die obig gestellte Frage mit Ja beantworten. Wir sind begeistert und sehen Periodenunterwäsche als echte Alternative zu Tampons, Binden und der Menstruationstasse.

Achte beim Kauf jedoch unbedingt darauf, dass die Menstruationsunterwäsche deiner Wahl von guter Qualität zeugt. Hierbei sind beispielsweise hochwertige Materialien wie Bio-Baumwolle, gute Verarbeitung und faire Produktion ausschlaggebende Faktoren. Zudem sollte die Unterwäsche bequem sitzen, nicht einschneiden und atmungsaktiv sein. Setze wenn du möchtest, auf ein Modell, das du auch von deiner normalen Unterwäsche gewohnt bist, um dich langsam an die Alternative heranzutasten.

In unserem Periodenunterwäsche-Test haben wir drei verschiedene Marken getestet – und alle Panties haben "dichtgehalten". Ist deine Blutung sehr stark, solltest du jedoch darauf achten, die Menstruations-Panties häufiger zu wechseln als bei schwacher oder mittelstarker Blutung. Nicht nur bei starker Periode, sondern prinzipiell kann Periodenunterwäsche auch mit anderen Hygieneartikeln kombiniert werden. 

Wie wird Periodenunterwäsche gewaschen?

Menstruationsunterwäsche sollte nach Verwendung und bevor sie in die Waschmaschine kommt einmal kurz kalt ausgespült werden. So vermeidest du, dass dein Menstruationsblut andere Textilien verfärben könnte und musst deinen nächsten Waschgang nicht zwangsläufig an deine Periode anpassen. Grundsätzlich ist auch hier zu empfehlen, die Wäsche und so auch die Unterwäsche nach Farben zu sortieren, sodass nichts verwaschen wird. 

Nach dem Auswaschen kannst du sie in ein Wäschesäckchen geben und in der Trommel gemeinsam mit deiner Wäsche waschen. Achte jedoch unbedingt darauf, dass du die Menstruationsunterwäsche nicht zu heiß wäschst. Bei wie viel Grad deine Periodenunterwäsche gereinigt werden darf, kannst du entweder auf dem Etikett oder auf der Verpackung nachlesen.

Außerdem ist die Verwendung von Bio-Waschmittel zu empfehlen, da die Textilien in direktem Kontakt mit deiner Haut und deinem Körper stehen. Wir empfehlen beispielsweise das nachhaltige Waschmittel von Ecover. Und bitte unbedingt auf Weichspüler und Bleichmittel verzichten! Damit der Saugkern deiner Periodenunterwäsche nicht beschädigt wird, solltest du außerdem auch vom Trockner-Trocknen und vom Bügeln der Unterhosen absehen. 

Wie viel kostet Periodenunterwäsche?

Periodenunterwäsche ist im Vergleich zu Tampon und Binde auf den ersten Blick zwar etwas teurer, auf längere Sicht zahlt sie sich jedoch aus. Der Preis einer Unterhose liegt durchschnittlich in etwa zwischen 30 bis 40 Euro. Außerdem kann Periodenunterwäsche bei sorgfältiger Pflege und Reinigung für lange Zeit und auf jeden Fall länger als die genannten Wegwerfartikel verwendet werden. Außerdem sparst du mit Menstruationsunterwäsche auch jede Menge Müll und schonst somit gleichzeitig auch noch die Umwelt. An starken Tagen solltest du die Panties jedoch ausreichend wechseln – aber auch in diesem Fall hältst du den Verbrauch im Vergleich zu Tampons und Binde absolut gering. 

Welche Periodenunterwäsche-Marken gibt es?

So wie auch bei Zero-Waste-Menstruationsprodukten wie einer Menstruationstasse oder waschbaren Binden die Auswahl immer größer wird, setzen auch mehr und mehr kleine Marken und Brands auf nachhaltige Periodenunterwäsche. Und sollte in unserem Test noch nicht die passende Panty für dich dabei gewesen sein, findest du im Folgenden eine Auswahl an weiteren Marken, die Periodenunterwäsche als Alternative zum Wegwerfprodukt herstellen:

  • Ooia – nachhaltige Periodenunterwäsche aus Berlin

  • Periodenunterwäsche Thinx – bequeme Modelle für alle Figuren

  • Pourprées – Wunderschöne und bequeme Period Panties aus zertifizierter Bio-Baumwolle

  • Sisters Republic – Zero Waste-Periodenunterwäsche

  • Vegane und bequeme Periodenunterwäsche von Femtis

  • Chantelle – Label für bequeme Menstruationsunterwäsche aus Düsseldorf

  • Periodenunterwäsche für jede Periode von Snuggs

Biozide und Periodenunterwäsche – wie schädlich sind sie?

Für die Herstellung von Periodenunterwäsche werden häufig Biozide eingesetzt, um die Panties gegen Bakterien und Keime zu wappnen, Stichwort: Silbersalze, Zinkpyrithion oder Silberchlorid. Die genannten Biozide stehen in der Kritik, allergische Reaktionen zu begünstigen, die Vaginalflora oder sogar die Fruchtbarkeit beeinträchtigen zu können. Achte beim Kauf also darauf, dass deine Periodenunterwäsche ohne Biozide produziert wird.

Außerdem kommt bei der Fertigung von Periodenunterwäsche oftmals Baumwolle zum Tragen. Für den Anbau und die Gewinnung des Naturmaterials werden jedoch auch häufig Biozide verwendet. Auch aus diesem Grund empfiehlt es sich, darauf zu achten, dass die für die Produktion deiner Menstruationsunterwäsche verwendete Baumwolle von Bio-Qualität zeugt – das ist nicht nur gesünder für dich und deinen Körper, sondern gleichzeitig auch besser für die Arbeiter*innen und außerdem auch umweltfreundlicher.

Mehr Infos rund um die Menstruation

Neben der Frage, wie man seine Periode verkürzen kann, haben wir noch weitere Tipps rund um das Thema Menstruation zusammengetragen >>

Tampon richtig einführen | Menstruationstasse im Test | Soft-Tampon | Menstruationsschwamm |

Wie viel Periodenunterwäsche benötigt man?

Diese Frage lässt sich leider nicht pauschal beantworten, denn jeder Körper ist anders und demnach ist auch jede Periode verschieden. Manche Frauen bluten während ihrer Periode durchgehend bis zu einer Woche und manche nur für eine kurze Zeit von wenigen Tagen, manche Körper bluten stärker, manche weniger stark…

Dennoch lässt sich ein Durchschnittswert ausmachen, wonach sich unsere drei Testerinnen in dem Fall darin einig sind, dass zwei Periodenunterhosen für einen Tag ausreichen können. Ich persönlich kann 2-3 Modelle für einen Tag empfehlen. Anhand dessen kannst du dir ungefähr ausrechnen, wie viele Exemplare an Periodenunterwäsche du benötigst. Umso schöner auch, dass viele Periodenunterwäsche-Marken Sets anbieten.

Wie lange kann man Periodenunterwäsche verwenden?

Hierbei lässt sich keine Faustregel festmachen, da die "Haltbarkeit" und antibakterielle Wirkung von Periodenunterwäsche vom jeweiligen Hersteller abhängt. Jedoch lässt sich sagen, dass Menstruationsunterwäsche bei regelmäßiger Verwendung und sorgsamer Reinigung und Pflege durchschnittlich für eine Dauer von bis zu zwei Jahren benutzt werden kann. Ich nutze die Unterwäsche von Taynie nun bereits über ein Jahr und bin immernoch zufrieden. Die Unterhosen sind komplett unversehrt und es entsteht auch bei regelmäßiger Verwendung kein unangenehmer Geruch im Stoff – ich kann sie ganz klar weiterempfehlen.

Ist Periodenunterwäsche wirklich nachhaltiger als Binden und Tampons?

Ich kann verstehen, dass man Periodenunterwäsche gegenüber vor dem ersten Mal benutzen erstmal skeptisch gegenüber ist – nicht nur wegen des Preises und des Auslaufschutzes, sondern auch wegen des Nachhaltigkeitsaspekts. 

In Sachen Nachhaltigkeit kommt es hierbei unter anderem darauf an, aus welchen Materialien deine Periodenunterwäsche besteht. Da es sich bei Unterwäsche sowieso immer empfiehlt, auf Textilien aus Baumwolle zu setzen, solltest du dies auch unbedingt bei deiner Menstruationsunterwäsche beachten. Am besten ist es, wenn für die Herstellung zertifizierte Bio-Baumwolle (zum Beispiel Fairtrade oder Oeko Tex Standard 100) zum Tragen kommt. Auch dadurch, dass Menstruationsunterwäsche eine sogenannte "Zwischenschicht", eine Membran, die deine Periode auffängt und häufig auch Spitze am Saum hat, werden synthetische Fasern wie Polyester, Nylon und oder Elasthan verwendet.

Das Material kann während des Waschgangs Mikroplastikpartikel in das Wasser abgeben. Das lässt sich aber vermeiden, indem du zum Waschen deiner Period-Panties ein Wäschesäckchen verwendest, das Mikroplastik abfängt. Letztlich bleibt auch zu sagen, dass Periodenunterwäsche im Vergleich zu Wegwerfartikeln wie Tampons und Binden, die nach einmaliger Verwendung direkt im Mülleimer landen, nachhaltiger ist. Sie bieten somit eine solide nachhaltige Alternative zum Wegwerfprodukt und schützen dich bei schwacher und starker Blutung für den ganzen Tag.