Tipps von einer Familiencoachin

Was dürfen Großeltern nicht tun? Typische No-Gos im Umgang mit Enkeln

Die meisten Großeltern sind ihren Enkelkindern liebevolle Omas und Opas. Doch wann verschwimmt die Grenze zwischen Verwöhnung und Überschreitung? Was sind ihre Rechte und was nicht? Wir klären auf.

Großeltern umarmen ihre Enkeltochter.
Foto: gorodenkoff/iStock
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Großeltern sind großartig und eine Bereicherung. Sie springen ein, wenn's brennt. Sie drehen die 100. Runde durch den Park, damit das Baby schläft. Sie haben immer einen Tipp auf Lager, wenn das Kind krank ist. Doch ganz gleich, ob Oma und Opa in derselben Stadt wohnen oder am anderen Ende Deutschlands, ob die Eltern zusammen sind oder als Paar getrennt: Konflikte gibt es immer in Familien.

So hörte ich schon Geschichten meiner Freund*innen von übergriffigen Großmüttern, die sich in die Erziehung einmischen („Sowas gab es bei uns nicht. Die tanzt dir auf der Nase herum.“). Oder von Großvätern, die dem Enkelsohn am Abendbrottisch befehlen: „Wenn du deinen Teller nicht aufisst, darfst du nicht aufstehen.“

Unterstützung durch die Großeltern ist eben auch nur dann Unterstützung, wenn sie Eltern wirklich entlastet. Ohne Vorwürfe, ungefragte Meinungen, Be- und Verurteilung. Aber wo liegen die Grenzen zwischen: „Das ist nervig, aber verhandelbar“ und „Das geht gar nicht“? Was dürfen Großeltern rechtlich nicht machen? Und wie lassen sich explosive Themen ansprechen? Familiencoachin Julia Mensing hat Tipps für Eltern und Großeltern.

Rechtliche Grundlagen: Was sind die Rechte von Großeltern?

Schauen wir zunächst einmal auf die gesetzliche Lage. Was sind die Rechte von Großeltern? Laut dem Familienportal Nordrhein-Westfalen sind das folgende:

  • Keine Verpflichtung zur Betreuung: Eltern tragen die Verantwortung für ihr Kind und dürfen entscheiden, wie viel Kontakt zu anderen Bezugspersonen stattfindet. Großeltern sind jedoch rechtlich nicht zur Betreuung der Enkelkinder verpflichtet.

  • Umgangsrecht: Gemäß § 1685 Abs. 1 BGB haben Großeltern ein gesetzliches Recht auf Umgang mit ihrem Enkelkind. Voraussetzung: Es dient dem Wohl des Kindes und die Bindung ist stabil. Ausnahmen sind z. B., wenn zwischen Eltern und Großeltern Spannungen herrschen. Dann kann es zu einem Loyalitätskonflikt kommen, weshalb der Bundesgerichtshof (BGH) entschieden hat, dass das Umgangsrecht der Großeltern nicht greift, um das Kind vor psychischer Belastung zu schützen.

  • Recht auf Familienpflege minderjähriger Enkelkinder: Wenn ein Enkelkind pflegebedürftig wird, kann ein Großelternteil Pflegezeit beantragen.

  • Anspruch auf Elterngeld und Elternzeit: Unter bestimmten Voraussetzungen können Großeltern anstelle der Eltern Elternzeit nehmen und Elterngeld beziehen.

  • Vorrang bei der Auswahl des Vormunds oder der Ergänzungspflegeperson: Können Eltern ihr Kind nicht betreuen und das Familiengericht ordnet eine Vormundschaft oder eine sogenannte Ergänzungspflege an, können Großeltern entscheiden, ob sie die Vormundschaft übernehmen wollen.

  • Auskunftsverweigerungsrecht gegenüber der Polizei: Großeltern können von ihrem sogenannten Auskunftsverweigerungsrecht Gebrauch machen, sollten sie von der Polizei aufgefordert werden, Angaben zu ihrem Enkelkind zu machen.

Was Großeltern rechtlich nicht dürfen: Die wichtigsten No-Gos im Überblick

  • Großeltern dürfen die Erziehungsvorgaben der Eltern nicht missachten, sofern diese nicht das Kindeswohl gefährden. Die grundlegende Verantwortung für die Erziehung, Gesundheit, Ernährung und den Alltag des Kindes liegt allein bei den Eltern, den Sorgeberechtigten.

  • Großeltern machen sich nach § 235 StGB strafbar, wenn sie das minderjährige Enkelkind den Sorgeberechtigten „vorenthalten“ oder „entziehen“.

  • Großeltern sollten keine eigenen Medikamente an Enkelkinder weitergeben, da dies gefährliche Folgen haben kann. Verschreibungspflichtige Medikamente dürfen nur durch die Eltern verabreicht werden und von Großeltern nur nach Absprache. Das Recht und die Pflicht liegen bei den Eltern bzw. Sorgeberechtigten laut Deutschem Roten Kreuz. Strafbar machen sich Großeltern, wenn sie durch die eigenmächtige Gabe von Medikamenten die Gesundheit des Enkelkindes gefährden oder schädigen.

  • Eigenmächtiges Handeln: Das Kind ohne Abholvollmacht von der Kita abholen, mit ihm ohne Einverständnis der Eltern zum Arzt gehen oder mit dem Enkelkind ohne Reisevollmacht in den Urlaub fahren, sind rechtliche No-Gos. Gleiches gilt übrigens für Geschenke wie Haustiere an Kinder unter 16 Jahren (Abgabeverbot (§ 11c TierSchG).

  • Im Falle einer Beaufsichtigung die Aufsichtspflicht gegenüber dem Enkelkindes vernachlässigen.

  • Laut Bundeskriminalamt haben Kinder das „Recht am eigenen Bild“. Fotos, Videos & Social Media des Enkelkindes dürfen bis zum 14. Lebensjahr nicht ohne Einwilligung der Sorgeberechtigten veröffentlicht werden. Ab dem 14. Lebensjahr ist die Einwilligung des betroffenen Kindes notwendig.

No-Gos für Großeltern: Regeln untergraben & weitere Grenzverletzungen

Viele Eltern haben Angst, dass durch den „anderen Umgang“ der Großeltern dem Kind geschadet wird. „Natürlich ist hier immer zu unterscheiden, was gerade das Thema ist“, sagt Julia Mensing. „Geht es um Kleinigkeiten, die Großeltern anders machen, müssen Eltern keine Angst haben. Das Kind kann bald unterscheiden, dass es bei anderen Bezugspersonen eben auch andere Regeln gibt.“

Doch es gibt Situationen jenseits des Gesetzes, in denen eine klare Grenze notwendig ist, weil sie das Vertrauen zwischen Eltern und Großeltern oder das Wohl des Kindes betreffen. Julia Mensing hat zusammengestellt, was Großeltern im Umgang mit Enkeln vermeiden sollten – und was die Folgen sein können, wenn diese Grenzüberschreitungen missachtet werden.

  1. Eltern bewusst untergraben: Wenn Regeln absichtlich hinter dem Rücken der Eltern ausgehebelt werden („Sag Mama lieber nicht, dass wir …“), bringt das Kinder in Loyalitätskonflikte. Das kann emotionale Überforderung, Identitätskrisen und Entwicklungsstörungen zur Folge haben.

  2. Kinder über die Eltern ausfragen: Kinder über die Eltern auszufragen oder sie in Konflikte zwischen Erwachsenen hineinzuziehen, kann – gerade bei Trennungssituationen – für Kinder sehr belastend sein. Werden heimlich Regeln gelockert und dann gesagt: „Erzähl das nicht Mama und Papa“, führt das zu Druck und Überforderung des Kindes. Auf diese Weise wird das Kind zum Komplizen gegen die eigenen Eltern gemacht, was eine Form der funktionalen Instrumentalisierung darstellt.

  3. Größere Entscheidungen über den Kopf der Eltern hinweg treffen: Ohne Absprache das Kind von der Kita abholen oder einen Urlaub mit dem Enkelkind buchen.

  4. Beschämung oder Abwertung: Kommentare über Körper, Gewicht, Charakter oder Verhalten. Diese Form der psychischen Gewalt kann Kinder sehr negativ prägen, indem ihr Selbstwert verletzt wird, sie Scham und Angst entwickeln. Das Kind glaubt, es sei schlecht oder nichts wert.

  5. Druck und Angst als Erziehungsmittel: Viele Großeltern sind mit autoritären Erziehungsmethoden großgeworden. Ein Beispiel: Essen. Das Thema triggert viele Großeltern enorm, da in ihrer Generation Mahlzeiten rationiert waren oder sie mit Drohungen wie „Solange du die Füße unter meinen Tisch stellst ...“ aufgewachsen sind. Wenn sie dann in emotionalen Stress geraten, greifen einige Omas und Opas zu Drohungen, Zwang beim Essen oder Strafen, die das Kind beschämen. Das kann zu einem geringeren Selbstwertgefühl führen. Das Kind entwickelt das Gefühl, grundsätzlich „nicht gut genug“ zu sein.

  6. Offene Bevorzugung eines Enkelkindes: Kinder spüren sehr genau, wenn sie weniger wertgeschätzt werden. Das ist schlimm, denn Kinder befinden sich in einer Identitätsfindung, und wenn ich vermittelt bekomme „Ich bin falsch“, prägt mich der Glaubenssatz ein Leben lang.

Liebevoll Grenzen setzen: Formulierungsbeispiele für Gespräche mit Oma und Opa

Der Schwiegermutter ins Gesicht sagen, dass sie eine Grenze überschritten hat? Puh, nicht leicht. Doch damit Enkel und Großeltern auch in Zukunft einander sehen können, ist es wichtig, das Gespräch zu suchen. Familienberaterin Julia Mensing hat konkrete Formulierungsbeispiele für Gespräche mit den Großeltern zusammengestellt:

1. Übergriffige Aussagen der Großeltern

Oma/Opa sagt zu dir: „Das haben wir früher auch so gemacht.“ Oder: „Dir hat es doch auch nicht geschadet.“

Das kannst du antworten: „Ich weiß, dass ihr damals euer Bestes gegeben habt. Heute haben wir neue Erkenntnisse und wir möchten es für unser Kind so versuchen.“ Oder: „Für uns fühlt sich dieser Weg gerade richtig an.“

2. Ungefragte Meinungen

Oma/Opa sagt zu dir: „Er schläft noch bei euch im Bett? Ist er dafür nicht schon zu alt?“, „Nun sei doch nicht so streng. Lass ihn doch noch etwas fernsehen gucken.“, „Also ich würde sie nicht schon mit einem Jahr in die Kita geben.“

Das kannst du antworten: „Für unsere Familie funktioniert das Familienbett gerade gut“, „Wir haben die Erfahrung gemacht, dass eine Sendung ausreichend ist“, „Wir haben uns bewusst dafür entschieden, sie mit einem Jahr in die Kita zu geben“.

3. Tischregeln aufstellen

Oma/Opa sagt zum Enkel: „Du musst deinen Teller aufessen.“

Das kannst du antworten: „Wir möchten, dass unser Kind lernt, auf sein Sättigungsgefühl zu hören.“ Oder: „Bei uns darf es selbst entscheiden, wann es satt ist.“

4. Gewicht kommentieren

Oma/Opa sagt zu dir (in Gegenwart deines Kindes): „Er/sie ist aber propper geworden.“ Oder: „Na, du hast aber wenig auf den Rippen.“

Das kannst du antworten: „Über Körper oder Gewicht sprechen wir vor unserem Kind nicht“, „Uns ist wichtig, dass sie ein positives Körpergefühl entwickelt“, „Macht euch keine Sorgen, wir haben alles im Blick und kümmern uns. Aber wir möchten nicht, dass vor dem Kind über sein Gewicht gesprochen wird.“

5. Über den Zustand der Eltern sprechen

Oma/Opa sagt zum Kind (in deiner Gegenwart): „Mama ist müde.“ oder „Papa hat heute wohl schlechte Laune.“

Das kannst du antworten: „Frag mich ruhig direkt. ich sage dir gern, wie es mir geht.“ Oder: „Lass uns solche Dinge lieber miteinander besprechen.“

6. Zu viele Geschenke

Oma/Opa schenken deinem Kind regelmäßig etwas, manchmal bei jedem Treffen.

Das kannst du sagen: „Deine Zeit mit ihm/ihr ist das größte Geschenk. Wir würden uns freuen, wenn ihr stattdessen etwas zusammen unternehmt.“ Oder: „Wir haben ein besonderes Geschenk gekauft. Wir würden uns freuen, wenn ihr das übernehmt. Dann geht es unter den anderen Geschenken nicht so unter.“

7. Ein Enkelkind wird bevorzugt

Bei Geschwistern kann es vorkommen, dass Oma oder Opa eines der Enkelkinder bevorzugt behandeln.

So kannst du reagieren: „Ich sehe, wie sehr du Anna verwöhnst – das ist wirklich lieb. Uns ist aber wichtig, dass auch Finn spürt, dass du ihn genauso gern hast.“ Oder: „Uns ist wichtig, dass sich beide Kinder gleich gesehen fühlen.“

Zusätzlich kannst du in einem ruhigen Moment konkrete Fragen stellen: „Warum bevorzugst du Anna?“, „Warum spielst du so selten mit Finn?“, „Warum ärgerst du dich oft über Finn und lässt ihn das spüren?“

8. Abwertende Aussage über deine Erziehungskompetenz

Dein Kind hat einen Wutanfall. Oma/Opa sagen zu dir: „Du hast dein Kind nicht im Griff.“

Das kannst du antworten (nachdem du einmal tief durchgeatmet hast): „Mein Kind hat gerade starke Gefühle. Ich begleite es da durch.“, „Wut gehört zur Entwicklung dazu.“ Oder: „Macht euch keine Sorgen, wir haben alles unter Kontrolle und freuen uns, dass es seine Gefühle leben darf.“

Wenn sich nichts ändert: Strategien bei wiederholten Grenzüberschreitungen

Wenn du das Gefühl hast, dass der Umgang deines Kind mit den Großeltern ihm nicht guttut (etwa weil Grenzen des Kindes nicht respektiert werden, abwertend gesprochen wird oder Erziehungsmethoden angewendet werden, die du nicht vertreten kannst), ist es legitim, den Kontakt zu begrenzen oder klarer zu gestalten.

Diese Strategien kannst du bei wiederholten Grenzüberschreitungen anwenden:

  1. Klarheit schaffen

Julia Mensing empfiehlt, sich zunächst folgende Fragen zu stellen, um mehr Klarheit für sich zu bekommen:

  • Was genau bereitet uns Bauchschmerzen?

  • Welche konkreten Situationen möchten wir vermeiden?

  • Welche Form von Kontakt wäre für uns noch okay?

  1. Das Gespräch suchen

  2. Wenn dir bewusst ist, was genau dich im Umgang der Großeltern mit deinem Kind stört, suchst du das Gespräch. „Hier ist es hilfreich, aus der Ich-Perspektive zu sprechen“, rät Familiencoachin Julia Mensing. Zum Beispiel: „Ich habe das Gefühl, dass....“, „Ich denke, dass....“, „Ich wünsche mir, dass...“.

  3. Handeln

    Stößt du dabei auf Widerstand seitens der Großeltern, hilft nur noch Handeln: „Ich habe dir gesagt, dass diese Art der Erziehung nicht die richtige für uns ist. Wir gehen jetzt.“ Oder: „Wir schätzen euch sehr. Wir müssen das Treffen jedoch abbrechen, da ihr wiederholt Grenze XY überschritten habt.“ Das mag dramatisch klingen, ist aber eine notwendige Konsequenz. In diesem Fall stehst du für dich und dein Kind ein und zeigst: Hier ist jetzt wirklich eine Grenze überschritten worden.

  4. Setting verändern

Streitthemen entwickeln sich besonders in bestimmten Situationen. Beispiel: Sind die Konflikte zwischen dir und Oma oder Opa vor allem beim Essen in deren zu Hause, dann esst ihr dort nicht mehr zusammen. Werden Regeln zur Schlafhygiene dauerhaft ignoriert, die für dein Kind oder euch Eltern nicht förderlich sind (etwa späte Zubettgeh-Zeiten, die einen zerstörten Schlafrhythmus für einige Tage zur Folge haben), übernachtet dein Kind vorerst nicht mehr bei den Großeltern. Ein Treffen findet dann vorerst tagsüber statt.

  1. Akzeptanz

Einige Verhaltensweisen der Großeltern wirst du nicht ändern können. Versuche, das zu akzeptieren. Solange dein Kind keinen Schaden davonträgt, kannst du Eigenarten vielleicht sogar mit Humor nehmen. Doch wenn du jedes Mal Stresssymptome hast, die sich übrigens auch auf dein Kind übertragen können, kann manchmal eine Kontaktpause zum Verschnaufen helfen.

Externe Hilfe: Wann Familienberatung oder Mediation sinnvoll ist

Tauchen trotz mehrfacher Gespräche mit den Großeltern weiterhin belastende Konflikte auf und ist die Kommunikation festgefahren, kann professionelle Unterstützung sinnvoll sein. Ob Mediation oder in Form von Familienberatung, ist eine individuelle Entscheidung, die von allen Seiten eine Bereitschaft voraussetzt.

Auch ein Austausch zwischen mehreren Großeltern kann hilfreich sein, um zu verstehen, wo die Unterschiede zwischen Generationen bei der Erziehung von Kindern liegen. „Dabei geht es nicht darum, zu schauen, wer was besser macht“, betont Julia Mensing, die selbst Austauschtreffen für Großeltern anbietet. „Es geht um Verständnis füreinander und um das Miteinander.“

So können Großeltern Nähe zeigen, ohne Elternrechte zu verletzen

Kinder profitieren enorm von einer liebevollen Beziehung zu ihren Großeltern. Als Oma oder Opa bist du verunsichert, was heute in der Erziehung eigentlich noch „richtig“ ist? „Das ist völlig verständlich, denn vieles wird heute anders gemacht als früher“, sagt Familienberaterin Julia Mensing.

Damit diese Beziehung gut gelingt, helfen laut Julia Mensing diese Grundhaltungen:

  1. Interesse statt Bewertung: Statt zu sagen: „Das hätten wir früher anders gemacht“, hilft es, neugierig zu bleiben: „Erzähl mal, warum macht ihr das so?“ So entsteht ein offenes Gespräch statt Kritik. Oft stellt sich heraus, dass das „Andere“ gar nicht so schlecht ist.

  2. Elternrolle respektieren: Die grundlegenden Entscheidungen treffen die Eltern. Großeltern dürfen begleiten, unterstützen und auch mal verwöhnen – nur bitte nicht gegen die Eltern arbeiten.

  3. Rolle genießen: Großeltern müssen keine perfekten Erzieher sein. Ihre Stärke liegt meistens darin, Zeit zu schenken, zuzuhören und Beziehung aufzubauen.

Zum Schluss appelliert Julia Mensing an alle Großeltern, die Erziehung abzugeben und sich über die Entlastung zu freuen. „Kinder erinnern sich später selten daran, wie streng oder locker jemand war. Sie erinnern sich daran, wie sie sich bei dieser Person gefühlt haben.“ Genau darin liegt die besondere Kraft von Oma und Opa.

Julia Mensing lächelt in die Kamera. - Foto: Timm Fleissgarten
Unsere Expertin

Julia Mensing ist ausgebildete Familiencoachin auf selbstständiger Basis und arbeitet nebenbei im Familienzentrum Vennmühle. Ihr Fokus ist die bindungs- und bedürfnisorientierte Erziehung mit Klarheit und Herz. "Bedürfnisorientiert heißt für mich nicht, dass immer alles harmonisch laufen muss – sondern dass wir versuchen, die echten Bedürfnisse hinter dem Verhalten zu verstehen. Von Kindern und genauso von uns Erwachsenen."

Mehr Informationen zu Julia und ihren Angeboten findest du unter: https://www.juliamensing.de/

Artikelbild und Social Media: gorodenkoff/iStock

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