Blühende Lebensmittel

Essbare Blüten & Blumen: Sind Veilchen, Rosen und Co. genießbar?

Gibt es essbaren Blüten und Blumen? Wir haben für dich nachgeschaut, welche Pflanzen du bedenkenlos essen kannst und wann du aufpassen solltest.

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Vielleicht kennst du es ja auch - es gibt immer mal wieder wunderschöne Bilder mit Essen, in das Blüten und Blumen eingearbeitet wurden. Aber gibt es wirklich essbare Blumen und Blüten? Gut, bei manchen ist es relativ klar, zum Beispiel Kapuzinerkresse. Aber wie sieht es mit Veilchen, Hornveilchen, Rosen und Co. aus? Wir haben uns mal schlau gemacht und geschaut, welche Blüten und Pflanzen in die Küche dürfen - und welche nicht verwendet werden sollten.

Die 15 giftigsten Blumen im Garten

Essbare Blüten: Wenn Salat und Brot auf einmal bunt werden

Sie sind so schön! Heutzutage gibt es zuhauf Bilder, auf denen man essbare Blumen sehen soll - oder zumindest mal Blüten und Co. im Essen. Aber sind die Blüten wirklich essbar? Könntest du einfach das Stiefmütterchen im Garten zerpflücken und in den Salat schmeißen? Eine gute Frage, die wir uns auch gestellt haben.

Bei manchen Sachen ist es relativ klar, dass wir sie Essen können. Zum Beispiel gibt es diverse Kräuter, die auch schön blühen und dann auf der Rinde eines sogenannten Heublumenkäses in den Verkauf gelangen. Oder Safran, der bekanntlich aus den inneren Fäden der Blüten von Krokussen besteht. Mit ein Grund, warum er so teuer ist. Eine andere Pflanze, die häufig Verwendung findet, ist frische Kamille. Aus den Blüten kannst du sehr leckeren Tee machen.

Aber in unseren eigenen Gärten haben wir noch ganz andere Pflanzen stehen, zum Beispiel Gänseblümchen auf der Wiese. Was du über sie wissen musst, kannst du hier nachlesen:

Dennoch fragen sich viele Leute, ob sie die Rosenblüten, die sie an einem romantischen Abend auf dem Bett für ihre Liebsten verstreuen, vielleicht auch verzehren können - und vielleicht, ob das dann überhaupt schmecken kann. Schließlich gibt es viele Blätter aus dem Garten, die wir gerne verwenden, wie Zitronenmelisse, Minze oder Sauerampfer.

Ob unter den essbaren Wildpflanzen und Kulturpflanzen aber abseits der bekannten Pfade auch essbare Blumen dabei sind, das steht für viele Menschen in den Sternen. Darum haben wir für dich herausgefunden, ob du Stiefmütterchen, Veilchen und Co. essen kannst - oder ob du von ihnen lieber die Finger lässt. Denn manche Blüten und Blumen mögen zwar essbar sein, aber wirklich gut schmecken sie nicht.

Außerdem ist bei essbaren Blüten und Blumen immer die Menge entscheidend. Oftmals sind kleine Mengen völlig unbedenklich, aber größere Mengen sind leicht giftig und zeigen sich dann durch entsprechende Nebenwirkungen. Der Grund ist, dass sie meist viele ätherische Öle oder andere Stoffe enthalten. Die ätherischen Öle können zwar manchmal eine gewissen Heilwirkung zeigen, aber eben auch nur in Maßen genossen.

Ansonsten geht es in die andere Richtung, weswegen wir dir raten, die meisten Blüten nur in gewürzüblichen Mengen zu verwenden. Davon abgesehen müsstest du auch wirklich viel sammeln, wenn du von Blütenblättern satt werden wolltest.

Essbare Blumen: Welche Blüten im Garten schmecken

Es gibt natürlich sehr viele Pflanzen in unserem Garten - und alle checken können wir nicht. Schließlich ist die Vielfalt an essbaren Blüten und essbaren Blumen recht groß und Gärten sowie die Natur sehr unterschiedlich, weswegen wir uns auf gängige Pflanzen konzentrieren wollen. Welche davon für den Genuss infrage kommen:

Veilchen essbar: Leckere Blüte oder giftig?

Veilchen sind essbar.
Foto: Iurii Garmash/iStock

Ein Klassiker der essbaren Blüten ist das Veilchen. Die Pflanze ist nicht giftig und wird schon sehr lange Zeit auch gerne verzehrt. Die Veilchen-Blüten geben ein wunderbares Aroma und können in verschiedenen Varianten gegessen werden:

  • Kandierte Veilchen

  • Veilchen-Sorbet

  • Veilchenmarmelade

  • Veilchen-Bonbons

  • Salate

  • Suppen

Oftmals werden die Blüten der Veilchen auch zum Zwecke der Aromatisierung von Speisen hinzugegeben und sind Bestandteil verschiedener Rezepte. Aber diese essbare Blume ist nicht nur im Geschmack ein echter Volltreffer, sondern gilt sogar als Heilpflanze. Es soll Atemwegsbeschwerden lindern, schweißtreibend bei Erkältungen wirken und die gereizte Magenschleimhaut beruhigen. Außerdem sind wichtige Nährstoffe wie Mineralstoffe und Vitamine zahlreich in den Veilchen vorhanden.

Hornveilchen und Stiefmütterchen: Essbar

Hornveilchen und Stiefmütterchen sind essbare Blumen.
Foto: Galina Sandalova/iStock

Doch bei Veilchen geht die Sortenvielfalt weit auseinander. In den meisten Gärten finden sich Hornveilchen oder Stiefmütterchen, die schon früh im Jahr um die Wette blühen.

Für manche vielleicht eine Überraschung: auch Hornveilchen und Stiefmütterchen sind essbar, zumindest ihre Blütenblätter. Diese können beispielsweise ihr Aroma im Salat verbreiten oder machen sich schick als Deko auf Desserts oder Muffins und anderem Gebäck.

Dennoch solltest du nicht jedes Hornveilchen oder Stiefmütterchen blind futtern. Bei Wildpflanzen ist es immer wichtig, dass du zum einen weißt, ob die Pflanzen eventuell behandelt worden sind und wo sich gewachsen sind.

Ein Hornveilchen, dass sich an Bellos Lieblingspinkelecke im Garten befindet, ist nämlich kein allzu feiner Genuss. Auch die Stiefmütterchen aus dem Handel solltest du vielleicht besser nicht essen - man weiß ja nie, ob eventuelle Unkrautvernichter oder spezielle Dünger verwendet wurden, um sie zu ziehen. Daher besser nur im eigenen Garten zugreifen oder in einer kleinen Gärtnerei nachfragen. Dann kannst du dir die essbaren Blüten schmecken lassen.

Rosen: Essen der schönen Blüten giftig?

Kultur- und Wildrosen haben essbare Blüten.
Foto: KenWiedemann/iStock

Rosen sind wunderschön anzuschauen, wenn sie blühen. Meist verströmen sie sogar einen lieblichen Geruch, den viele von uns mit Liebe in Verbindung bringen. Der Duft lässt die Sinne schwelgen und. Aber gibt es auch essbare Rosen?

Tatsächlich ja. Wild- und Kulturrosen sind in der Regel essbar, zumindest ihre Blütenblätter. Die normalen Blätter sowie die Stängel sind ungenießbar. Dennoch solltest du vorsichtig sein, denn nur die Rosenblüten der Gattung "Rosa" sind essbar, deshalb solltest du dich vorher ein bisschen informieren. Pfingstrosen, Christrosen, Stockrosen (Bauernrosen) sind nicht essbar und manchmal sogar giftig beim Verzehr.

Wenn du die essbaren Rosenblüten verzehrst, verzichtest du im Gegenzug allerdings auf die Hagebutten, die viele Rosensorten nach dem Verblühen der Blüte bilden. Du kannst die Blumen vielfältig verwenden, ganz egal ob im Salat, als Tee oder zum Verzieren von Dips und belegten Broten. Für den Sommer perfekt: Rosenblätter zum Aromatisieren der Limonade. Auch das Ansetzen von Essig oder Öl mit Rosenblättern ist möglich.

Dennoch solltest du auch hier vorsichtig sein, keine gekauften Rosenblüten zu essen. Hierbei kannst du nie wissen, inwiefern sie gespritzt sind und Pestizide beinhalten. Deshalb nur auf wilde Rosen oder solche aus dem eigenen Garten zurückgreifen. Aber auch hier gilt: Nur ungespritzt ist auch genießbar.

Klee: Essbare Blüte

Kleeblüten sind essbar.
Foto: KariHoglund/iStock

Klee ist eine essbare Blume. Die leckeren Blüten wachsen auf der Wiese und sind einfach nur herrlich im Geschmack. Den Wiesenklee gibt es in verschiedenen Farben, vor allem Weiß und Violett. Manchmal gehen die Blüten aber auch ins Rötliche über.

Die kugeligen Blumen kommen sowohl in der Natur als auch im eigenen Garten vor und können meist das ganze Jahr über gepflückt werden. Allerdings ist es wichtig, dass die Wiese nicht unbedingt kürzlich gedüngt wurde, da viele Bauern auf Gülle setzen und du sicherlich weißt, wie das riecht. Direkt essen möchtest du die Pflanzen dann sicherlich nicht.

Angeblich soll der Wiesenklee eine phytoöstrogene Wirkung haben und unter anderem bei Beschwerden in den Wechseljahren helfen. Die Aussagen sind aber nicht hinreichend durch Studien belegt. Du kannst die süßlich schmeckenden Blüten in den Salat geben oder ihn als schmackhaften Hingucker über Gerichte streuen. Auch im Brotteig oder als Tee macht sich Klee gut. Er ist eben eine einfach vielfältige, essbare Blume.

Gänseblümchen

Gänseblümchen haben essbare Blüten.
Foto: ThomasVogel/iStock

Gänseblümchen wachsen auf jeder Wiese und sind essbar. Den dazugehörigen Artikel auf unserer Seite haben wir weiter oben verlinkt.

Gundermann: Essbare Blume mit versteckten Kräften

Gundermann ist ein essbares Gewürz.
Foto: JoolsBerlin/iStock

Zugegeben, eine Blume mit dem Namen Gundermann klingt erstmal ein bisschen befremdlich. Aber seltsam klingende Namen ziehen sich ja durchs Leben wie ein roter Faden. Es ist einfach so, daher wenden wir uns lieber mal den guten Eigenschaften dieser essbaren Blume zu.

Die violetten Blüten des Gundermanns - oft auch Gundelrebe genannt - sind essbar. Entweder als Dekoration oder als Gewürz für Salat, in Kräuterbutter oder in feinen Dips.

Die Pflanze soll auch als Heilpflanze besondere Wirkung entfalten. Sie soll unter anderem entzündungshemmend und antioxidativ wirken, wie unter anderem die australische Southern Cross University angibt.. Oftmals wird die essbare Blume als Tee zubereitet, etwa bei Erkältungen und Problemen mit den Nasennebenhöhlen. Dafür werden aber nicht die Blüten, sondern nur Stängel und Blätter verwendet.

Spitzwegerich - die essbare Heilpflanze

Spitzwegerich-Knospen sind essbar und wachsen auf fast jeder Wiese.
Foto: lynnebeclu/iStock

Spitzwegerich ist ein Klassiker unter den essbaren Knospen. Die Heilpflanze wächst quasi überall und kann direkt von der Wiese gepflückt werden, wenn die üblichen Vorsichtsmaßnahmen beachtet werden.

Neben der Heilwirkung auf juckende oder blutende Wunden (blutstillend) kann das Kraut auch anderweitig genutzt werden. So werden die Knospen des Spitzwegerich auch gerne einfach mal über Salat gegeben und die Samen der Blüten für Müsli verwendet. Zudem sind die Blätter gut für Salat geeignet.

Ganz neu, sehr informativ und von der Redaktion begutachtet - perfekt zum Sammeln von essbaren Blüten und Blumen ist das Buch "Wildkräuter vor deiner Haustür" von Marion Reinhardt:

Kornblume: Essbar oder giftig?

Die Kornblume ist blau und zum Verzehr geeignet.
Foto: Typehistorian/iStock

Die Kornblume als essbare Blüte und Blume ist heutzutage selten geworden. Früher wuchs sie - wie der Name schon sagt - auf dem Feld zwischen Korn und Co., ähnlich wie Mohn. Das ist aber durch den Einsatz von Pestiziden und Co. nur noch auf Naturäckern so.

Die wunderschöne blaue Blume ist nicht nur das Wahrzeichen Estlands, sondern ist zum Beispiel häufig auf der Rinde von Käse zu finden. Im Salat oder als essbare Deko machen sie sich gut, allerdings haben sie kein besonders starkes Aroma und schmecken insgesamt ein klein wenig bitter.

Aber gut, wer kann schon behaupten, einmal blaue Blumen im Salat gehabt zu haben - von daher ist es sicherlich einen Versuch fürs Auge wert, denn giftig ist die essbare Kornblume nicht.

Mohn: In kleinen Mengen genießbar

Mohn ist in kleinen Mengen essbar, wirkt bei übermäßigem Verzehr aber giftig.
Foto: PixeLae/iStock

Der Mohn bzw. Klatschmohn wächst auch neben den Kornblumen auf dem Acker. Aber kann man neben den Samen auch die leuchtend roten Blüten essen? Die Antwort ist: Ja, aber ...

Denn die Blüten des Mohns können bei zu großen Mengen leicht giftig wirken. In Tee oder als Deko für den Salat oder die Käseplatte, in Dips oder ins Brot gebacken, macht der Mohn eine gute Figur und ist bedenkenlos essbar. Er sticht auf jeden Fall ins Auge.

Geranie: Essbare Balkonpflanze

Geranien kannst du essen, sofern es Duftgeranien sind.
Foto: aloha_17/iStock

Die essbaren Blätter der Geranie habe viele Menschen wahrscheinlich gar nicht auf dem Schirm. Dabei eignet sich die Pflanze außerordentlich gut, um viele Speisen oder Getränke zu aromatisieren.

Du kannst die Geranie beispielsweise in Pudding, Salat oder Tee mischen, um einen ganz neuen Geschmack zu kreieren. Aber auch hier gilt: Die frischen Geranien aus dem Gartencenter sind wahrscheinlich gespritzt und gedüngt, weswegen sie sich eher nicht zum Verzehr eignen.

Die Blätter von Duftgeranien können verschiedene Aromen haben. Von zitrusartigen Aromen bis hin zu Apfel-, Muskat- und Zedernholzaroma ist alles dabei.

Ringelblume: Blüten sind essbar

Die gelbe Ringelblume eignet sich hervorragend als essbarer Safran-Ersatz.
Foto: AL-Travelpicture/iStock

Ringelblumen sind gelb und gelten verarbeitet in Cremes als ein bekanntes Hausmittel gegen allerlei Schmerzen. Allergiker sollten bei der Pflanze vorsichtig sein. Allerdings hat sie auch essbare Blüten.

Die Blüten der Ringelblume eignen sich hervorragend, um Suppen oder Butter gelb zu färben. Das hat auch schon Uroma so gemacht, wenn sie nicht gerade zum reichen Adel gehört hat. Darum heißt die Ringelblume auch "Safran der armen Leute".

Dahlie: Schön und zum Verzehr geeignet

Dahlien sind leckere Blumen und für Salat oder Suppen geeignet.
Foto: aloha_17/iStock

Dahlien sind wunderschön und können auch dein Essen aufpeppen. Du kannst sie zudem als Solo-Essen zubereiten, denn ein Dahliensalat mit Balsamico-Dressing gilt als echte Spezialität. Du kannst sie aber natürlich einfach einem normalen Salat beimischen und das Aroma so genießen.

Außerdem kannst du aus den essbaren Blüten der Dahlie eine feine Suppe kochen. Neben den Blüten kannst du zudem die Knollen verzehren - wie Kartoffeln. Wenn das mal keine echte Überraschung ist, die da im Garten auf dich wartet.

Löwenzahn: Der essbare Klassiker

Praktisch alle Teile des Löwenzahns sind verwertbar.
Foto: Madeleine_Steinbach/iStock

Der gute alte Löwenzahn ist ein echter Klassiker in der Küche. Du kannst sowohl die Blüten als auch die Knospen verspeisen, ebenso wie die Blätter und die Wurzel.

Die Knospen kannst du wie Gänseblümchen zu "falschen Kapern" verarbeiten und auch als Gemüse verwenden, während die Blätter einen guten Salat abgeben. Die Löwenzahn-Blüten lassen sich gut weiterverarbeiten, zum Beispiel zu Sirup, die Wurzeln hingegen sind lecker, wenn sie frisch gebacken aus dem Ofen kommen oder im Salat landen.

Aster: Zum Verzehr geeignet

Astern sind essbare Blumen.
Foto: typo-graphics/iStock

Aster sind klassische wilde Blumen auf Wiesen. Die Wildpflanze ist essbar - sowohl die Blüten als auch die Blätter, sobald die Knospen aufgegangen sind.

Du kannst die Blüten als Deko für Salate oder Quark verwenden, wohingegen die süßlich schmeckenden Blätter auch zu Salaten und Gemüse gut passen. Beide Pflanzenteile lassen sich zudem gut in Smoothies verarbeiten. Gut zu wissen: auch der Aster werden gewisse Heilkräfte zugesprochen.

Lavendel: Essbare Blüten mit charakteristischem Aroma

Lavendel ist bedingt essbar und für Schwangere nur in ganz kleinen Mengen geeignet.
Foto: SusanneSchulz/iStock

Lavendelblüten sind essbar. Das ist kein Geheimnis, wie du wahrscheinlich sowieso weißt. Das charakteristische Lavendel-Aroma der Blüten lässt sich unter anderem als Limonade, in Tee oder auch für Kuchen verarbeiten. Darüber hinaus kannst du den Lavendel auch einfach auf in Brot einbacken.

Allerdings solltest du den Verzehr größerer Mengen Lavendel vermeiden, da es sonst zu Magen-Darm-Beschwerden kommen kann. Schwangere, Stillende und Kinder sollten die Blüten zudem nur in sehr kleinen Mengen oder gar nicht verzehren.

Chrysantheme: Zum Essen schön

Die Speisechrysantheme ist lecker und vielfältig verwendbar.
Foto: Michal Boubin/iStock

Chrysanthemen sind besonders beliebte Blumen für die Vase, da sie sich oftmals lange halten. Daneben kannst du Chrysanthemen essen, und zwar auf vielfältige Art und Weise:

  • Sorbet

  • Salat

  • Suppe

  • Risotto

Du musst aber darauf achten, dass du nur die sogenannte Speisechrysantheme isst. Ihr lateinischer Name lautet Chrysanthemum coronarium. Die Blüten und Blätter der Sorte Tanacetum gelten hingegen als giftig und sollten keinesfalls verspeist werden.

Begonie: Essbare Gartenblumen

Begonien-Blüten sind zum Essen geeignet.
Foto: NataliaVo/iStock

Richtig lecker sind die essbaren Blüten der Begonie. In vielen Rezepten kannst du die schönen Blumen verarbeiten. Auch hier eignet sich - wie bei den meisten Blumen - Bio-Saatgut, um die Pflanzen einfach selbst zu züchten, um sie bedenkenlos essen zu können.

Die Blüten haben einen frisch-pikanten, sauren Geschmack und eignen sich daher für herzhafte Salate und sind die perfekte Ergänzung für eine Grillmarinade. Essbar sind vor allem die Blüten der Knollenbegonie. Bei einigen Sorten sind die Blüten allerdings sehr bitter und daher nicht wirklich zum Verzehr geeignet oder besonders schmackhaft.

Kapuzinerkresse: Klassiker in der Küche

Schmeckt würzig und scharf: Kapuzinerkresse.
Foto: Elisabeth Schittenhelm/iStock

Wie Lavendel und Löwenzahn ist die Kapuzinerkresse eine beliebte, essbare Blume. Das Beste an ihr ist, dass sie quasi überall wächst, auch auf einem Balkon in der Stadt. Ihr Geschmack ist ganz besonders und charakteristisch würzig und scharf.

Die Schärfe kommt von sogenannten Senfölglykosiden, einem besonderen Inhaltsstoff. Was du dazu wissen musst erfährst du in unserem Artikel darüber, wie gesund Senf wirklich ist:

Borretsch: Gut, aber gefährlich

Borretsch ist ein altes Gewürz, aber nur sehr bedingt zum Verzehr geeignet.
Foto: naturaltexture/iStock

Der Borretsch - auch unter dem Namen Gurkenkraut bekannt - hat wundervoll schmeckende Blüten, die einen ganz eigenen Geschmack haben. Borretsch gilt als Heilpflanze und eignet sich geschmacklich in Salaten oder als essbare Dekoration von Desserts.

Wichtig: Alle Pflanzenteile sollten - wenn überhaupt - nur gelegentlich verzehrt werden, da sie die toxisch wirkenden Pyyrolyzidinalkaloide (PA) enthalten. Die sekundären Pflanzenstoffe sind leberschädigend und zeigten in Tierversuchen erbgutschädigende und krebsauslösende Wirkungen. Das Bundesinstitut für Risikobewertung rät inzwischen vom Verzehr von Borretsch sogar eher ab bzw. die Menge "so gering wie möglich" zu halten.

Schlüsselblumen essen: Giftig oder eine gute Idee?

Schlüsselblumen sind nicht giftig, stehen aber unter Naturschutz.
Foto: teddiviscious/iStock

Sowohl die jungen Blätter der Schlüsselblume sind essbar, als auch ihre Blüten. Sie werden meist in Salat gegeben oder zu schleimlösendem Tee gebrüht. Allerdings solltest du nicht zu viel von ihr essen, da die essbare Blume bei übermäßigem Verzehr Übelkeit verursachen kann. Das liegt an den zahlreichen Saponinen, die sich vor allem in der Wurzel befinden und die Pflanze ungenießbar für Kaninchen und Co. machen.

Die nicht giftige Schlüsselblume hat allerdings einen Haken: alle Arten stehen unter Naturschutz und dürfen in der Natur nicht gepflückt werden. Ganz besonders gefährdet ist die dunklere Form der Schlüsselblume, daher solltest du auch in deinem Garten nur die hellen Formen der Pflanze pflücken.

Sonnenblumen-Blüten essen

Die essbare Sonnenblumen-Blüte macht sich gut im Salat.
Foto: Eisenlohr/iStock

Die Sonnenblumen-Blüten sind ebenfalls essbar. Du kannst sie über den Salat streuen oder wie Artischocken zubereiten.

Artikelbild und Social Media: ulrike brusch/iStock